Eine Auswahl der Meldungen aus der Sonntagspresse:
«NZZ am Sonntag»
An einer
zweiten Gotthardröhre scheiden sich in der Schweiz die Geister. Ein noch unveröffentlichter Bericht des Bundes sorgt für zusätzlichen Zunder: Wie die Bauplanungsfirma Helbling im Auftrag des Bundesamtes für Strassen erörtert hat, bringt die
Verladelösung gegenüber jener einer zweiten Röhre einen «relativen Kostenvorteil». Sie beziffert diesen auf 1,1 Milliarden Franken. Bis ins Jahr 2090 würde die Variante einer zweiten Röhre gar bis zu 1,4 Milliarden Franken teurer.
«Zentralschweiz am Sonntag»:
Christoph Blocher warnt davor, dass der Kampf um den Gripen in einen
Kampf zwischen den Flugzeugfirmen ausarten könnte. Er schliesse nicht aus, dass die Gegenkampagne von den unterlegenen Konkurrenten des schwedischen Gripenherstellers Saab finanziert werde. Das wären Dassault und das Eurofighter-Konsortium EADS. Diese seien
«durchtriebener als die Schweden», sagte der SVP-Nationalrat in einem Interview. Er stelle sich zur Verfügung, um in den nächsten Wochen an Podien dem Gripen das Wort zu reden. Ob er sich aber finanziell am Abstimmungskampf beteilige, mochte er nicht kommentieren.
Siehe dazu auch:
Umfrage des «Sonntagsblick» zur Gripen-Abstimmung am 18. Mai.
«Schweiz am Sonntag»:
Die
Schulreise wird zum Sprachaufenthalt: Unter dem Namen «Schulreise Plus: Von der Schulreise zum Austauschtag» sollen Primar- und Oberstufenklassen aus unterschiedlichen Sprachregionen künftig miteinander in Kontakt treten. Dafür setzt sich der Schweizer Schulleiterverband (VSLCH) ein,
um den Röstigraben zu überwinden. SRG-Chef Roger de Weck und Bundesrat Alain Berset unterstützen das Projekt, das im kommenden Herbst startet.
«Ostschweiz am Sonntag»:
Dank der Personenfreizügigkeit kennt die Schweiz auch ein Abkommen zur
Rentenfreizügigkeit mit den EU-Ländern. 540'000 EU-Bürger im Ausland beziehen von der AHV eine Rente. Diese Regelung ist seit dem Ja zur Zuwanderungsinitiative gefährdet. Bereits laufende Renten wären von einer allfälligen Kündigung des Abkommens im Zuge der Umsetzung der Initiative nicht betroffen. Wohl aber
aktuelle Arbeitskräfte und internationale Unternehmen. Ihnen drohen in einer «schwierigen Übergangszeit» ein
administrativer Aufwand und juristische Unsicherheiten.
«Le Matin Dimanche»:
Die Affäre um den Walliser Weinbauer Giroud hat
Schwächen der Schweizer Weinkontrollen aufgedeckt. So wurde etwa ein Kontrolleur
abgelehnt, weil er «zu nörglerisch» gewesen sei. Die Kantonschemiker decken eine weitere Lücke auf: Die Zuständigen für die Kontrollen der Händler und jene, die die Weingüter inspizieren, kommunizierten nicht. Würden sie sich abstimmen, kämen Unregelmässigkeiten eher ans Licht, sagte einer der Chemiker. Änderungen müssten in den kommenden Monaten in Angriff genommen werden.
(Mit Material der Nachrichtenagentur sda.)