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Wichtiger Dschihadisten-Führer in Mali getötet

Wichtiger Dschihadisten-Führer in Mali getötet

06.11.2019, 04:2606.11.2019, 04:26

Französische Truppen haben einen wichtigen Dschihadisten-Führer in Mali getötet. Der unter dem Kampfnamen Ali Maychou bekannte Marokkaner Abou Abderahman al Maghrebi sei Anfang Oktober in einem mit der malischen Armee abgestimmten und von den USA unterstützten Einsatz getötet worden.

epa04693744 (FILE) A file picture dated 27 January 2013 shows a French soldier ontop of a vehicle in a military convoy during operations in Mali. According to reports from the French defence ministry  ...
Ein französischer Soldat in Mali. (Archivbild)Bild: EPA/EPA FILE

Dies sagte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. «Ali Maychou, ein religiöser Führer, Rekrutierer und Drahtzieher mehrerer Attentate, war ein Anstifter des Hasses», schrieb Parly zudem auf Twitter. Der Marokkaner galt als stellvertretender Chef und geistlicher Führer der Dschihadisten-Gruppe GSIM.

Die Gruppe für die Unterstützung des Islam und der Muslime (GSIM) verübte seit ihrer Gründung 2017 zahlreiche schwere Anschläge in der Sahelzone. Zuletzt bekannte sie sich zu Angriffen auf zwei Armeestützpunkte, bei denen Anfang Oktober 40 Soldaten getötet worden waren.

Nach Angaben der Vereinten Nationen war Maychou ein ehemaliger radikaler Imam. Er wurde auf einer internationalen Sanktionsliste der Uno geführt. Auch in den USA steht sein Name auf einer Terrorliste. Maychou gilt als eines der Gründungsmitglieder von Dschamaat Nusrat al-Islam wal-Muslimin.

Der Sahel-Staat Mali kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. Islamistische Gruppen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiterhin Instabilität. (sda/afp/dpa)

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