Justiz
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Der Töff-Rowdy von St.Gallen gibt Einblick in seine rasende Seele

Das Video seiner Amokfahrt hat einen 42-jährigen Ostschweizer berüchtigt gemacht: Zehn Raserdelikte werden ihm zur Last gelegt. Nun nennt er den Grund für seinen Ausraster.



Herr Rohner wird von der Stapo St.Gallen verhaftet. GIF. Swiss Ghost Rider.Herr Rohner wird von der Stapo St.Gallen verhaftet. GIF. Swiss Ghost Rider.

Hier beginnt die Verfolgungsjagd – doch der Grund für das Ausrasten des «Ghost Riders» liegt weiter zurück. Bild:

Es ist ein Gespräch im Velokeller, das der Blick mit dem angeklagten Familienvater führt und am Mittwoch veröffentlicht. Denn: Der Mann aus Rheineck SG ist nach seiner Amokfahrt im vergangenen September seinen Führerschein auf unbekannte Zeit los. Vorher hatte er eine KTM Super Duke 990. 

Doch was um Himmels Willen hat ihn damals geritten, als er mit über 100 Stundenkilometern durch St.Galler Ortschaften bretterte? «Ich hatte eine Stinkwut auf die Behörden», sagt er der Zeitung. Sieben Jahre sei er selbständig gewesen und habe Grills verkauft, die Behörden aber hätten ihm das Leben schwer gemacht, es folgten Burnout und Konkurs.

«Ich hatte nichts mehr zum Essen für meine Familie. Bekam von den Behörden keinen Franken.» Am Geburtstag seines Sohnes sei ihm alles zu viel geworden, er habe am falschen Ventil gedreht. Die Fahrt sei ein Hilferuf in der Not gewesen.

Animiertes GIF GIF abspielen

Ruppige Festnahme nach dem Ende der Raserei.

Doch er zeigt sich auch einsichtig: «Ich habe Scheiss gemacht und Menschenleben gefährdet», sagt der Raser. Für die Polizisten, die ihn mit harten Händen anpackten bei der Festnahme, zeigte er gar Verständnis. Er hätte sich selber wohl auch «ein paar aufs Dach» gegeben, wäre er Polizist gewesen.

Neben der überhöhten Geschwindigkeit wird ihm auch Hausfriedensbruch zur Last gelegt, «weil ich durch einen Rohbau gefahren bin.» (kad)

Das Ganze im Video:

abspielen

YouTube/Cyber Styler

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AdiB 10.06.2015 18:15
    Highlight Highlight hahaha...top blick. was würde der blick schrdiben wäre der raser hier ein albaner? wahrscheinlich ist der herr svp-wähler deshalb die kuschelart vom blick?
  • ebbinghouse 10.06.2015 13:19
    Highlight Highlight Liebes watson-Team, bevor ihr polemische Begriffe wie "Amokfahrt" von den Kollegen bei Blick abschreibt, denkt doch nochmal eine Sekunde nach: Der Herr hat zwar sehr fahrlässig gehandelt, sein Vergehen hat allerdings absolut nichts mit "Amok" zu tu! "Amok bezeichnet […] Gewalthandlungen […], bei denen MEHRERE PERSONEN durch einen einzelnen […] Täter innerhalb eines Tatereignisses GETÖTET werden" (Wikipedia).
  • Buebi 10.06.2015 12:12
    Highlight Highlight Blick berichtet auch gerne über andere Vollidioten die geblitzt wurden, weil sie die aufhebende Tafel für die 50er Zone weiter vorne in Erinnerung hatten. Auch da ist nicht der Fahrer schuld, sondern, seiner Meinung nach die Gemeinde und Polizei die das Schild falsch aufgestellt hätten. •_•
  • Michèle Seiler 10.06.2015 11:32
    Highlight Highlight Unabhängig vom Verhalten der Polizisten: Er hat das Gesetz gebrochen und kriegt jetzt eine öffentliche Plattform, in der er erklären kann, dass andere schuld an seinem Verhalten sind (behaupten das nicht fast alle Kriminellen)?

    Ich weiß, es kommt vom Blick .., Trotzdem: Ist das nicht total unangebracht?
  • S.G. 10.06.2015 11:28
    Highlight Highlight Rechtfertigt trotz allem nicht die Polizeigewalt!
    Ob es nun Menschen sind oder nicht, ab dem Zeitpunkt wo sich der Polizist die Uniform überzieht, hat er sich professionell zu verhalten! Solch ein Vergehen sollte auch Konsequentzen für die Herren haben. Gewalt wird durch nichts gerechtfertigt, schon garnicht von Polizisten! Jemamden zu Prügeln der am Boden liegt ist unter aller Sau, wie auch die Beleidigungen und Drohungen! Wäre das mir passiert, dürften sich die beiden auf was freuen! Er wie auch die Polizei sollten Konsequentzen tragen und für die Fehler gerade stehen! "Eier beweisen!!!"
  • Raffaele Merminod 10.06.2015 11:25
    Highlight Highlight So tickt die Öffentlichkeit:
    Wenn man seine Kinder umbringt, weil die KESB einem die Kinder weggenommen hat bzw. wegnehmen will, dann ist die KESB daran schuld.
    Wenn man zum Raser wird, andere im Verkehr gefährdet, sich von der Polizei noch vermöbeln lässt, weil die Behörden einem ins Burnout und Konkurs getrieben hat, dann ist keine Behörde schuld. Man ist selber schuld daran.
    Wann hören wir auf, nur aufgrund eines Artikels und von Berichterstattungen solche Urteile zu fällen?
    • Charlie Brown 10.06.2015 13:48
      Highlight Highlight Behörden in der Schweiz haben in den seltensten Fällen ein Interesse daran, jemanden in ein Burnout und / oder in den Konkurs zu treiben.

      Natürlich bilde ich mir meine Meinung zum genannten Herrn und der Situation ausschliesslich aufgrund dessen, was ich aus einem durch watson zitierten Artikels aus dem Blick kenne. Das ist zugegebenermassen dünn. Trotzdem halte ich an meiner Einschätzung im ersten Abschnitt fest.
  • Against all odds 10.06.2015 09:03
    Highlight Highlight Das ist ja ein ganz Armer... jetzt geht er doch tatsächlich an die Öffentlichkeit und gibt den Behörden Schuld, unverständlich! Er bekommt von den Blick-Lesern sicher noch viel Mitleid und Unterstützung.
  • glüngi 10.06.2015 08:44
    Highlight Highlight Kein Geld für essen, lächerliche Ausrede... Nun eine Super Duke kann man für 7000-10000 Franken verkaufen. Wenigstens hat er Einsicht für die Verhaftung.
  • MaskedGaijin 10.06.2015 08:24
    Highlight Highlight Die Behörden sind schuld? Dann wird er sicher massenhaft unterstützung der Blick-Leser bekommen.
  • Anded 10.06.2015 08:03
    Highlight Highlight Der Töfffahrer hat nun selbst in den Youtube-Kommentaren eine ellenlange Stellungsnahme veröffentlicht...

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