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Israel bricht Kontakt zu UN-Generalsekretär Guterres ab

epa12018411 United Nations Secretary-General Antonio Guterres arrives to deliver a statement and talk to reporters about the ongoing humanitarian situation and fighting between Israel and Hamas in Gaz ...
Generalsekretariat der Vereinten Nationen António Guterres.Bild: keystone

Israel bricht Kontakt zu UN-Generalsekretär Guterres ab

28.05.2026, 20:5728.05.2026, 20:57

Die israelische UN-Vertretung in New York bricht ihren Kontakt mit dem Generalsekretariat der Vereinten Nationen unter António Guterres ab. «Die Entscheidung, Israel auf eine schwarze Liste zu setzen und uns vorzuwerfen, sexuelle Gewalt als Kriegswaffe einzusetzen, ist eine ungeheuerliche Entscheidung», begründete Botschafter Danny Danon die Entscheidung und sprach von einer «Kampagne» gegen sein Land. «Wir sind fertig mit diesem Generalsekretär!» schrieb Danon auf der Plattform X.

Laut dem israelischen Aussenministerium sind Einrichtungen des Landes in den Anhang eines alljährlichem vom Büro des Generalsekretärs erstellten Berichts über sexuelle Gewalt in Konflikten aufgenommen worden. Der Bericht ist noch nicht öffentlich. In der Vergangenheit enthielt er eine Liste mutmasslicher Verantwortlicher für sexuelle Gewalt in Kriegen – darunter waren für 2024 etwa die islamistische Hamas oder die IS-Miliz.

Generalsekretär gesprächsbereit

Der Sprecher des Generalsekretärs, Stéphane Dujarric, erklärte, man habe aus den sozialen Medien von der israelischen Entscheidung erfahren und sei jederzeit bereit für Gespräche. Über den Inhalt des Berichts konnte Dujarric keine Auskunft geben.

Guterres hatte bereits im vergangenen Report angekündigt, israelische Streit- und Sicherheitskräfte könnten wegen «erheblicher Bedenken hinsichtlich bestimmter Formen sexueller Gewalt, die von den Vereinten Nationen wiederholt dokumentiert wurden», in den kommenden Bericht aufgenommen werden. Konkret wurden damals für das Jahr 2024 «Verstösse gegen Palästinenser in mehreren Gefängnissen, einem Haftzentrum und auf einem Militärstützpunkt» genannt, darunter «Gewalt gegen die Genitalien, langanhaltende erzwungene Nacktheit sowie wiederholte Leibesvisitationen». (sda/dpa)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Panikmache und Doppelmoral
28.05.2026 22:33registriert Mai 2026
Wenn ein Regime aus Kriegsverbrechern den Kontakt mit dir abbricht, musst du verdammt gut sein.
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Eckhardt
28.05.2026 23:39registriert Juni 2024
Dieser Entscheid sagt mehr über Israel aus als über Guterres.
Und man kann nicht immer nur bei den anderen den Fehler suchen.
Ich frage mich, ob die israelische Regierung überhaupt kritikfähig ist. Sie sieht sich immer als Opfer.
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Karin Schwerzmann
29.05.2026 07:59registriert Oktober 2025
Die Welt sollte den Kontakt zu Israel abbrechen!
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