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Italien

Gebirgsjäger trafen sich in Rimini – über 100 Frauen sexuell belästigt

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75'000 italienische Gebirgsjäger trafen sich in Rimini – über 100 Frauen sexuell belästigt

11.05.2022, 11:0411.05.2022, 13:05

In Italien sorgen Berichte über Dutzende Fälle von sexueller Belästigung bei einer grossen Versammlung der italienischen Gebirgsjäger für Aufsehen und Empörung. Etwa 75 000 Alpini, Mitglieder einer Infanterieeinheit des Heeres, waren am Wochenende in Rimini zu ihrem jährlichen Treffen.

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In Online-Medien meldeten sich danach nach Angaben einer Aktivistinnengruppe mehr als 100 Frauen und gaben an, bei der Parade auf der Strasse oder in Bars und Hotels sexuell belästigt worden zu sein. Am Dienstagabend erstattete eine erste Frau Anzeige, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Es wird erwartet, dass weitere Frauen zur Polizei gehen.

«Die Vorfälle, von denen einige Frauen erzählen, sind sehr schlimm», sagte Verteidigungsminister Lorenzo Guerini. Diese müssten nun von den Behörden überprüft werden - «aber sie dürfen und werden nicht unterschätzt werden». Der Minister warnte davor, alle Soldaten über einen Kamm zu scheren. «Aber zugleich darf es da keine Toleranz geben: Belästigungen und Gewalt dürfen nie und in keiner Weise Rechtfertigungen finden und müssen ohne Zögern verurteilt werden.»

Insgesamt waren zu der dreitägigen Veranstaltung etwa 400 000 Menschen an den Ort an der Adria, darunter Touristen und Angehörige der Alpini, gekommen. Auf den Social-Media-Seiten der Aktivistinnen von «Non Una di Meno» wurden Berichte von Frauen gesammelt, die angaben, an dem Wochenende bedrängt und belästigt worden zu sein.

Der Alpini-Verband ANA distanzierte sich von den berichteten Vorfällen, «die sicherlich nicht mit den Traditionen und Werten vereinbar sind, für die wir schon immer stehen». (aeg/sda/dpa)

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