DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Protestierende zogen am Samstag durch die Westschweizer Stadt.
Protestierende zogen am Samstag durch die Westschweizer Stadt.
Bild: keystone

Demonstration gegen Polizeigewalt in Lausanne

25.09.2021, 18:5025.09.2021, 19:54

In Lausanne haben am Samstag zwischen 200 und 300 Personen protestiert, um ihr «Demonstrationsrecht» zu verteidigen. Sie prangerten zudem die Polizeigewalt an.

Das Kollektiv «Prenons la Rue!» hatte zur Kundgebung aufgerufen. Die Teilnehmenden kritisierten die Behörden vor allem für die «missbräuchlichen und einschüchternden» Praktiken der Polizei. Die Repression werde immer stärker, hiess es.

Junge Leute hinter einem Transparent, dass dazu auffordert, die Strassen zurückzuerobern.
Junge Leute hinter einem Transparent, dass dazu auffordert, die Strassen zurückzuerobern.
Bild: keystone

Die Demonstranten marschierten vom Bahnhofsvorplatz los, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Viele trugen Schutzmasken, Kopftücher oder Verkleidungen oder suchten unter Regenschirmen Schutz vor der Polizei. Entlang der Strecke wurden Reden gegen die Polizei, aber auch gegen die Justiz, die politischen Behörden und die Medien gehalten.

Tod eines 37-jährigen Schwarzen

Die Polizeipräsenz war zunächst diskret, nahm aber zu, als der Demonstrationszug sich der Place St-François und den Banken näherte. Etwa 30 Polizisten in Einsatzkleidung umstellten die Demonstranten. Trotz angespannter Situation kam es offenbar nicht zu körperlichen Auseinandersetzungen, obwohl einige Demonstranten Schäden anrichteten, indem sie zum Beispiel Schaufenster einschlugen.

Hintergrund der Proteste war unter anderem der Tod eines 37-jährigen Schwarzen Ende August am Bahnhof Morges VD. Er wurde bei einem Polizeieinsatz erschossen. Ein Polizist hatte sich durch den verwirrten Mann mit einem Messer in der Hand bedroht gefühlt. Die Beamten vor Ort wurden danach kritisiert, zu spät erste Hilfe geleistet zu haben. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

Trotz angespannter Situation kam es offenbar nicht zu Auseinandersetzungen, obwohl einige Demonstranten Schäden anrichteten, indem sie zum Beispiel Schaufenster einschlugen. Es sei aber nicht zu Festnahmen gekommen, hiess es am Abend auf Anfrage bei der Stadtpolizei Polizei Lausanne nach dem Ende der Kundgebung.

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mann verfolgt Frau (35) in Luzern und vergewaltigt sie

Ein Unbekannter hat am frühen Freitagmorgen in Luzern eine Frau verfolgt und vergewaltigt. Er packte sie und missbrauchte sie in einem Hauseingang. Dann ergriff er die Flucht. Die Polizei sucht Zeugen.

Zu der Tat kam es am Freitag um etwa 4.00 Uhr früh, wie die Kantonspolizei am Dienstag mitteilte. Die 35-jährige Frau war auf dem Heimweg über die Langensandbrücke und bog in die Neustadtstrasse ein. Dabei bemerkte sie ihren Verfolger, konnte ihm aber nicht entkommen.

Die Frau meldete sich bei der …

Artikel lesen
Link zum Artikel