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WM 2026: Donald Trump spricht über Fall Balogun und Infantino

FILE - President Donald Trump holds up a red card during a meeting with FIFA president Gianni Infantino in the Oval Office of the White House, Tuesday, Aug. 28, 2018, in Washington. (AP Photo/Evan Vuc ...
Eigentlich kurios, dass Trump nicht weiss, was eine Rote Karte bedeutet, schliesslich durfte er auch schon mit einer herumspielen.Bild: keystone

«Ich habe bei der FIFA darum gebeten»: Trump spricht über Telefonat mit Infantino

06.07.2026, 17:0806.07.2026, 18:34

Der Fall Balogun beschäftigt die Fussball- und Politikwelt weiterhin. Nachdem sich der belgische Fussballverband öffentlich über das Vorgehen der FIFA beschwert hat, giesst nun US-Präsident Donald Trump weiter Öl ins Feuer. Bei einer Medienkonferenz im Oval Office sprach Trump über die von der FIFA wieder zurückgezogene Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun.

«Und er hat ihm die Rote Karte gezeigt – ich wusste nicht einmal, was das bedeutet.»
Donald Trump

«Ich bin jemand, der Sport liebt und selbst ein guter Sportler war. Ich verstehe Sport wirklich gut, wirklich gut. Und das war kein Foul. Das war nicht einmal ein Regelverstoss», begann der US-Präsident seine Tirade. Die Aktion von Balogun – ein Tritt auf den Knöchel gegen Bosniens Tarik Muharemovic im WM-Sechzehntelfinal – seien einfach zwei Spieler gewesen, die zufällig zusammengestossen seien. Der 80-Jährige bezeichnete den Schiedsrichter der Partie, den Brasilianer Raphael Claus, als «verdächtig».

Video: watson/nina bürge

Trump fuhr fort: «Und er [Balogun] ist unser bester Spieler oder einer unserer besten Spieler. Und er hat ihm die Rote Karte gezeigt – ich wusste nicht einmal, was das bedeutet. Ich dachte, das kann nicht so wichtig sein.» Erst danach habe der US-Präsident erfahren, dass das bedeutete, dass Balogun im nächsten Spiel nicht für das US-Team auflaufen könne. «Und das ist gross», sagt Trump in seiner Tirade. «Wenn das bei sonst einem Spieler der Fall ist, ist das das eine. Aber wenn sie dem besten Spieler sagen, dass er nicht spielen kann, ist das sehr unfair.»

«Ich habe bei der FIFA darum gebeten, dass sie sich die Sache noch einmal anschaut.»
Donald Trump

Und dann bestätigte Trump, was bislang in Medienberichten noch unbestätigt war: Der US-Präsident hat sich persönlich bei FIFA-Präsident Gianni Infantino gemeldet. «Ich habe bei der FIFA darum gebeten, dass sie sich die Sache noch einmal anschauen. Ich habe mit einem Mann gesprochen, der hoch angesehen ist und dessen Ansehen sich zuletzt verzehnfacht hat», sagte Trump.

Danach schweift Trump ab und spricht davon, wie Infantino den Fussball in den USA gepusht habe und dass er verantwortlich dafür sei, dass die WM in den Vereinigten Staaten sei und nicht sein Vorgänger Joe Biden, der stattdessen am Schlafen gewesen sei.

Infantino: «So funktioniert das System»

Auch der von Trump angesprochene Infantino sah sich seither gezwungen, auf den Diskurs zu reagieren. «Ja, ich diskutiere regelmässig WM-Themen mit US-Präsident Donald Trump und habe auch zu diesem Thema ein Telefonat erhalten», bestätigt der Schweizer. Allerdings habe er ihm dabei nur erklärt, dass ein Prozess am Laufen sei und die Entscheidung vom unabhängigen FIFA-Rechtsinstanzen getroffen werde.

«Diese Gremien operieren und entscheiden unabhängig. So funktioniert das System der FIFA und das ist ein Prinzip, das ich stets aufrechterhalten werde», betont Infantino. Manchmal sei er mit den getroffenen Entscheidungen einverstanden, manchmal werde auch er überrascht. Aber er habe und werde die unabhängig getroffenen Entscheidungen immer respektieren: «Was ich davon halte, ist irrelevant.» (abu)

Diese Story wurde nachträglich mit dem Statement von FIFA-Präsident Gianni Infantino ergänzt.

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