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Thurgau

Brand in der Altstadt von Steckborn TG unter Kontrolle – 30 Personen verlieren ihr Hab und Gut

Der Brand in mehreren zusammengebauten Häusern brach kurz vor drei Uhr in der Nacht aus.
Der Brand in mehreren zusammengebauten Häusern brach kurz vor drei Uhr in der Nacht aus.
bild: newspictures

Brand in der Altstadt von Steckborn TG unter Kontrolle – 30 Personen verlieren ihr Hab und Gut

21.12.2015, 06:3921.12.2015, 11:29

In der Altstadt von Steckborn im Kanton Thurgau ist in der Nacht auf Montag ein Brand ausgebrochen, der inzwischen unter Kontrolle ist. Sechs Liegenschaften wurden teilweise zerstört, 30 Bewohner verloren ihr Hab und Gut. Drei Personen wurden leicht verletzt.

Drei Personen in einer Wohnung hätten den Brand bemerkt und sofort Alarm geschlagen, erklärte Roger Forrer, Stadtpräsident von Steckborn, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Deshalb hätten die rund 30 Bewohner die sechs Liegenschaften noch rechtzeitig verlassen können.

Seit halb neun Uhr sei der Brand unter Kontrolle, sagte Polizeisprecher Daniel Metzler. Nun würden die Gebäude mit Baumaschinen von oben her abgebrochen, um weitere Brandnester finden und löschen zu können. Die sechs Liegenschaften seien durch das Feuer teilweise zerstört. Im Einsatz sind die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld und Kreuzlingen.

Bisher mussten drei Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital. Der Stadtpräsident hofft nun, dass es dabei bleibt. Aufgrund der Einwohnerlisten könne er noch nicht bestätigen, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner gerettet seien.

Die Leute stünden noch unter Schock, schilderte er. Sie hätten in der Nacht ihr Hab und Gut verloren und seien teilweise nur in Trainerhosen geflüchtet. In der Nacht konnten sie im Gemeindehaus und in einem Restaurant untergebracht und betreut werden.

Es gebe bereits zahlreiche Hilfsangebote aus der Bevölkerung: Kleider oder Spielsachen würden vorbeigebracht, leere Wohnungen seien gemeldet worden. Wichtig sei nun, dass für die Leute eine neue Bleibe gefunden werde, sagte Forrer. Es sei bereits jetzt klar, dass es Monate bis Jahre dauern werde, bis die Häuser wieder bewohnt werden können.

Bei den Liegenschaften handle es sich um ältere Gebäude, die teilweise unter Denkmalschutz stünden. Der Brand sei zwar eine Katastrophe für Steckborn, aber es sehe bisher so aus, dass man auch Glück im Unglück gehabt habe, weil es nur drei leicht Verletzte gebe, fasste der Stadtpräsident zusammen. (sda)

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