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Mord an slowakischem Journalisten Kuciak offenbar geklärt



epa07385987 Thousands of people take part in a protest rally 'For decent Slovakia' on the first anniversary of the murder of Slovak journalist Jan Kuciak in Bratislava, Slovakia, 21 February 2019. Slovak journalist Jan Kuciak was shot dead together with his fiancee Martina Kusnirova in his home in Velka Maca, close to Bratislava, on 21 February 2018. The 27-year-old reporter was working for the Slovak news website actuality.sk and specializing on topics of tax evasion. Police suspected that the killing was linked to his investigations. Four people have been charged with the murder of an investigative journalist and his fiancee.  EPA/STRINGER

Bild: EPA/EPA

Ein umstrittener Unternehmer hat nach Dafürhalten der slowakischen Staatsanwaltschaft den Auftrag zur Ermordung des Journalisten Jan Kuciak vor einem Jahr erteilt. Die Staatsanwaltschaft für organisierte Kriminalität gab am Donnerstag bekannt, gegen den Mann eine formelle Anschuldigung erhoben zu haben. Das ist im slowakischen Strafrecht eine Vorstufe zur Anklage vor Gericht.

Damit bestätigte die Anklagebehörde schon lange in den Medien kursierende Spekulationen. Der ermordete Investigativjournalist Kuciak hatte immer wieder über zweifelhafte Geschäfte des Unternehmers geschrieben.

Dieser sitzt derzeit wegen eines vom Mord unabhängigen Betrugsdelikts in Haft. Schon im vergangenen Jahr waren die vier mutmasslichen Mörder verhaftet worden, nach ihrem Auftraggeber war bisher gesucht worden.

Der Journalist Jan Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova waren am 21. Februar 2018 in ihrem Haus im westslowakischen Dorf Velka Maca erschossen worden. Kuciak hatte zuvor über die Verfilzung von Politik und Geschäftemacherei recherchiert.

Seine unvollendete Reportage über mögliche Verbindungen italienischer Mafia-Clans zu slowakischen Regierungsmitarbeitern wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht. Sie löste Massendemonstrationen gegen Korruption und den Missbrauch von EU-Förderungen aus. Als Folge der Proteste traten die Regierung und der Polizeipräsident zurück. (aeg/sda/dpa)

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