Interview
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Anja Zeidler

Anja Zeidler und watson-Redaktor Nico Franzoni machen Yoga in Luzern. bild: watson

Interview

Influencerin Anja Zeidler: «Die Schönheit hat mich kaputt gemacht»

Influencerin Anja Zeidler will Menschen in ihrem Selbstbewusstsein stärken und gibt dabei fast alles von sich preis.

Céline graf / Schweiz am wochenende



Anja Zeidler ist Unternehmerin, Fitnesscoach und vor allem als digitale Influencerin bekannt. Ihrem Profil auf dem Fotoblog Instagram folgen über 300 000 Leute. Ihren Traum von Hollywood bezahlte die 25-Jährige in einer schweren körperlichen und psychischen Krise.

Warum ging es Ihnen in Los Angeles so schlecht, und warum sind Sie nun in Luzern wieder glücklich, wie Sie in Ihrer neuen Autobiografie schreiben?
Anja Zeidler: L. A. war auch eine gute Erfahrung, aber der Druck ist wahnsinnig gross dort. Ich war damals der Meinung, dass du dich zum Glücklichsein stetig verbessern musst, immer etwas Neues und noch Tolleres brauchst. Aber ich merkte, dass diese Spirale nie aufhört. Ich habe in dieser ganzen Sucht nach Perfektion mich selbst verloren. Ich musste wieder zu meinen Wurzeln zurück, zu meiner Familie und meinen Freunden. Luzern ist unkompliziert und für mich die schönste Stadt der Welt. Ich fühle mich hier wohler als in L. A. oder Zürich mit all den perfekt gestylten Menschen.

Anja Zeidler: «Jemand wollte meinen Natursekt kaufen»

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Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer

Woher kamen Ihr übertriebener Ehrgeiz und das Gefühl, nicht zu genügen – was schliesslich in Suchtstörungen mündete?
Ich war eigentlich ein fröhliches und selbstbewusstes Kind. Als Jugendliche ging das plötzlich verloren. Die Selbstzweifel begannen vor allem mit dem Modeln. Du vergleichst dich immer mit den anderen Frauen auf den Covers. Fotografen sagen dir, noch ein, zwei Kilo weniger wären toll. Und es hatte, wie ich heute weiss, auch einen Zusammenhang mit Männern. Dass ich immer enttäuscht, verletzt, betrogen worden bin. Als ich mich in einen Fitnesstrainer verliebte, kam zum «ich bin nicht gut genug» noch das «ich bin nicht fit genug». Ab da trainierte ich mindestens einmal pro Tag. Ich ahnte irgendwann, dass ich ein Problem hatte, verdrängte es aber trotz Warnungen meiner Eltern und Kollegen.

Was brachte Sie zur Vernunft?
Ein Erlebnis mit einer meiner besten Freundinnen aus der Kindheit. Sie kam mich in L. A. besuchen und hatte mich lange nicht gesehen. Schockiert sagte sie, ich sehe brutal aus und sei nicht die Anja, die sie kenne. Von ihr konnte ich es annehmen, sie war weder zu weit weg noch zu nah.

«Meine Selbstzweifel hatten, wie ich heute weiss, einen Zusammenhang mit Männern.»

An wen ist Ihr Buch «Sei glücklich, nicht perfekt» gerichtet? Dem Cover nach vor allem an Mädchen und junge Frauen.
Nicht nur, es hat viele universelle Themen drin: Liebesbeziehungen, Trennungen, Motivation, Zielsetzung, sicheres Auftreten, Mobbing. Gemeint sind alle, denen es schwerfällt, sich selbst zu lieben, oder die vielleicht noch nicht wissen, wer sie sind. Aber klar, in erster Linie schon junge Frauen. Sie machen auch den Hauptanteil meiner Follower aus.

Wie alt sind Ihre Followerinnen und Follower auf Instagram?
Die meisten sind zwischen 18 und 25 Jahre alt. Aber es sind auch Jüngere und Ältere dabei. Kürzlich hat mir eine zweifache Mutter gedankt, die das Buch gelesen hat: Sie sei neun Jahre älter als ich, und ich hätte schon ganz viele Sachen geschrieben und verstanden, mit denen sie heute noch kämpfe.

Woran liegt es, dass besonders Jugendliche Schönsein mit Glücklichsein verwechseln?
Gerade auf Instagram sind überall perfekte Körper und Gesichter zu sehen. Viele Junge sind unzufrieden mit ihren Haaren, Kurven oder was auch immer an ihrem Aussehen, weil sie sich an den Schönheitsidealen aus der Werbung orientieren. Diese Ideale hat es natürlich schon immer gegeben, heute hat man aber über das Smartphone permanent Zugang dazu. Das macht es schon krasser. So bin auch ich den falschen Vorbildern verfallen und war wiederum selbst eines für andere.

Können Models Ihrer Logik nach nicht glücklich sein, weil sie von Berufs wegen übers Aussehen definiert werden?
Was mich viele Leute fragen: Anja, du bist ja wunderschön, wenn ich so aussehen würde wie du, wäre ich auch glücklich. Dass ich mich eben wegen der Schönheit kaputtgemacht habe, beweist genau das Gegenteil. Aber natürlich können Models glücklich sein, weil das aus meiner Sicht primär mit der Einstellung zu sich selbst zu tun hat.

Sie verdienen immer noch einen Teil Ihres Einkommens mit Ihrem Aussehen, mit Fotos von sich. Wie passt das zu Ihrem neuen Lebensmotto «innere Werte zählen»?
Ich fragte mich, ob ich meine Profile auf Instagram und Youtube löschen sollte. Stattdessen habe ich eine Gegenbewegung gestartet und lasse die Leute an meinem Wandel teilhaben. Jetzt poste ich auch einmal Dehnungsstreifen, damit alle sehen, dass das normal ist. Zudem mache ich vermehrt auf andere Themen aufmerksam, die mir wichtig sind, zum Beispiel Tierrechte.

Oder Antibiotika. Jenen Beitrag illustrierten Sie allerdings mit einem Bild von sich in Unterwäsche. Finden Sie das glaubwürdig?
Das eine muss nichts mit dem anderen zu tun haben. Meine Kernbotschaft ist ja Selbstliebe. Zeig dich, wenn du dich wohlfühlst. Manchmal habe ich halt grad eine Jacke an, manchmal daheim nur Unterwäsche.

Sie finden es nicht komisch, eine politische Botschaft beinahe nackt zu vermitteln?
Nein, warum? Der Social-Media-Nutzer kann selbst entscheiden, was er damit anfängt. Wieso soll ich mich eingehüllt zeigen, um glaubwürdig zu sein?

«Ich finde es wichtig, zu zeigen, dass man sich für seinen Körper nicht genieren sollte.»

Von eingehüllt redet niemand, man könnte ja einfach in einem T-Shirt dasitzen.
Könnte man. Für mich zählen aber der Mensch dahinter und die Botschaft. Ich finde den Körper etwas Schönes, und meiner Meinung nach kommt es darauf an, ob es ein sinnliches, ästhetisches Bild oder ein billiges ist.

Sie könnten Mädchen aber ein Frauenbild vermitteln, wonach es Anerkennung bringt, sich öffentlich sexy vor der Kamera zu räkeln.
Ich finde es wichtig, zu zeigen, dass man sich für seinen Körper nicht genieren sollte. Aber ich möchte kein bestimmtes Frauenbild vermitteln oder unterstützen. Und wenn jemand findet, ich sehe sexy aus, nehme ich das als Kompliment.

Wenn Sie sagen, es gibt Wichtigeres im Leben als das Aussehen, warum posten Sie denn fast nur Fotos von sich selbst?
Mein Account ist nun mal die Anja-Zeidler-Show, es geht um mich. Wenn ich einen Baum poste, denken die Leute, schade, ich würde lieber Anja sehen. Und ich habe einen zweiten Account, wo ich Sprüche oder Memes veröffentliche, die mir gefallen.

Influencerinnen und Influencer wie Sie machen Werbung für Produkte in den sozialen Medien. Wie gehen Sie vor, wenn Sie zum Beispiel ein Müesli verkaufen müssen?
Grundsätzlich: Anja Zeidler ist keine Verkäuferin. Ich bekomme zwar unzählige Anfragen, aber 99 Prozent lehne ich ab. Ich kooperiere mit Firmen, die die gleiche Philosophie haben wie ich. Vegan und ohne Tierversuche bei Schminke etwa. Mich stört an der Influencer-Welt, dass viele ein Produkt in die Kamera halten, zu dem sie keinen Bezug haben.

Wie viel verdienen Sie mit Ihrer Firma Anja Zeidler GmbH?
Das möchte ich privat halten.​

Auf einer Skala von 1 bis 10, wie gut läuft das Geschäft?
10.

Ist Anja geschäftlich respektive öffentlich dieselbe wie Anja privat? Sind Sie anders, wenn Ihnen niemand zuschaut?
(lacht) Nein, mir sagen alle, die mich auf Social Media verfolgen und dann in echt kennen lernen, ich sei wirklich genau so.

Sie meinen also alles ehrlich und ernst, das Sie posten?
Ja. Ich möchte keine Schauspielerin sein, die ein Image verkauft, sondern mache aus meiner Persönlichkeit eine Marke. Das hat natürlich auch den Nachteil, dass ich als Privatperson total greifbar bin. Es gibt nur wenige Sachen, die ich nicht teilen möchte. Das ist etwas, das vielleicht nicht jeder verstehen kann.

Was behalten Sie für sich neben den Finanzen?
Nach Erfahrungen habe ich mich entschieden, dass ich aktuelle oder künftige Liebesbeziehungen privat halte. Für den Moment zumindest.

Ihre Mutter macht viele der Fotos von Ihnen. Wie ist Sie zu Ihrer Privatfotografin avanciert?
Mein Mami hat schon immer gerne hobbymässig fotografiert, in den Ferien und so. Einmal kam sie zu mir und sagte, sie möchte Menschen fotografieren, ich solle mal posieren. Ich sagte: «Mama, echt?», aber tat ihr den Gefallen – und war beeindruckt, wie Hammer die Fotos wurden. Mittlerweile ist das Fotografieren ein Nebenjob von ihr geworden. Meine Bekanntheit hat dabei geholfen, was mich freut.

Lassen Sie ab und zu Ihr Handy zu Hause, wie Sie es Ihren Lesern und Followern empfehlen?
Ja, ich mache viele Sachen offline. Ich liebe Yoga, Wandern, Snowboarden und Malen. Es gibt Tage, an denen ich es geniesse, nicht erreichbar zu sein.

Wirklich?
Ja, ist das so verwunderlich?

Weil Sie jeden Tag etwas posten, auch über Ihre Hobbys! Und weil Sie eine Tendenz zur Sucht haben. Beim Handy haben Sie diese also im Griff?
Manchmal bereite ich Beiträge vor für die nächsten Tage. Klar, ich bin sehr viel am Handy, es ist mein wichtigstes Arbeitsinstrument. Aber süchtig bin ich zum Glück nicht, sonst wäre ich in diesem Job verloren.

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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • e4rlybird 29.04.2019 00:11
    Highlight Highlight Solange sich Frau Anja Selbstliebe Zeidler die Lippen aufspritzen lässt, kaufe ich ihr nicht ab, dass man seinen Körper so lieben soll wie er ist.
  • LifeIsAPitch 28.04.2019 14:42
    Highlight Highlight Ich finde es super, dass es Influencer gibt und die davon leben, sich lächerlich zu machen. Bedeutet automatisch eine Entlastung unserer Sozialwerke.
  • Spirulina 28.04.2019 10:28
    Highlight Highlight Leider hat sie noch überhaupt nicht begriffen, um was es geht. Sie setzt sich genauso in Szene wie vorher und hat das fürchterliche Bedürfnis, von allen eine positive Rückmeldung für ihren “Wandel” zu bekommen. Deshalb: zurück auf Feld Eins und sich vielleicht mal wirklich wichtigen Dingen zuwenden als Muskeln und / oder Dehnungsstreifen!
  • Eh Doch 28.04.2019 10:14
    Highlight Highlight Die heutige Schönheit und ihre Handhabung bedeutet meistens pure Exklusion
  • MacB 28.04.2019 09:41
    Highlight Highlight Autobiographie mit 25, momol 👍
  • Sibesiech 28.04.2019 09:16
    Highlight Highlight Ein kritisches Auseinandersetzen mit solchen Themen ist sicher wichtig. Aber genauso wichtig ist es, nicht blindlinks und einseitig auf jemanden einzuprügeln. Was hätte sie tun sollen? In ein Kloster eintreten und hoffen, dass sie irgendwann vom SRF für ein Interview ausgegraben wird? Wenn man genug lange sucht, versllgemeinert und aus der Allerheiligen Perspektive argumentiert, findet man bei jedem Widersprüche und Fehler. Instagram ist ihr Beruf. Wenn plötzlich alle sagen würden, Pferde reiten sei Tierquälerei, kann man trotzdem nicht zum Pferdeflüsterer werden und davon leben.
    • Gawayn 28.04.2019 12:13
      Highlight Highlight Influencer als Beruf zu bezeichnen, finde ich schon mal grenzwertig.

      Wer sagt das sie irgendwas tun sollte, ausser einem richtigen Job nachgehen?

      Nicht jede(r) Hinz und Kunz muss berühmt werden.
      Aber wer dermassen verzweifelt, alles tut um in die Medien zu kommen, sollte auch entsprechend mit Kritik rechnen.

      Vor allem wenn keinerlei Talent noch Substanz vorhanden ist.

      Ich frage mich, warum man in Zeitungen überhaupt Influencern eine Plattform gibt.
      Insta und FB reicht doch.
      Dort kann jeder gucken folgen der will.
      Hier ist es unnötig...
    • Sibesiech 28.04.2019 17:11
      Highlight Highlight Ob man das als Job bezeichnen will oder nicht, sei jedem selber überlassen. Fakt ist, dass man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Fussballer haben auch einen Job. Wenn auch mit vielen Risiken verbunden. Es gibt Leute, die ihr Einkommen nicht mal über "substanzloses Talent" erwirtschaften, sondern über Renditen von Vermögen. Also im Grunde vom "Nichtstun", wenn man böse sein will. Mir gefällt es auch nicht, dass Promis dermassen glorifiziert werden. Aber wenigstens versucht Frau Ziedler mit ihrer Reichweite auch Positives zu bewirken und nicht nur zu meckern.
    • Barsukas 28.04.2019 19:27
      Highlight Highlight Reiten ist Tierquälerei. Vor allem dieser Sattel. Auf ein Pferd gehört kein Sattel. Auf ein Ross gehört Kräuterbutter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ichwillauchwassagenbitte 28.04.2019 08:38
    Highlight Highlight Ich erinnere mich an meine Kindheit und Jugend, als man noch als Spiegelaffe bezeichnet wurde, wenn man dauernd vor dem Spiegel stand. Eitelkeit wurde entmutigt, ebenso wie allzu grosse Selbstbezogenheit. Aussehen war wichtig insofern als eine Dame gepflegt und gut gekleidet sein sollte, aber jede Übertreibung war tabu. Schönheit war etwas, das man geschenkt bekommen hat und das man gewürdigt hat, aber nichts worauf man stolz sein konnte.
    Als Leitfaden war das wohl doch nicht so schlecht wie ich es immer empfunden habe.
    • Henzo 28.04.2019 10:34
      Highlight Highlight Ich denke mir, dass man sehr wohl stolz auf sein aussehen sein darf. Oft kommt schönheit von hartem training und gesundem lebensstil ...was beides disziplin braucht.
    • Ichwillauchwassagenbitte 28.04.2019 17:26
      Highlight Highlight Stolz - ich weiss nicht. Zufrieden finde ich gut genug. Disziplin ist eine Tugend, aber stolz darauf zu sein, im Sinn des Wortes, hat schon wieder etwas von Hybris. Und davon gibt’s ja nun echt genug. Geht ja alles auch ohne dass grosse Worte zum Einsatz gebracht werden müssen.
  • CheGue 28.04.2019 08:03
    Highlight Highlight Frag mich grad, wieso ich überhaupt schreibe?!🤔
    Ob all dem Widerspruch, welcher die Dame in 23 Fragen/Antworten von sich gibt oder viel mehr darum, dass sie mit Ihren Aussagen vielen Mädchen und jungen Frauen ein falsches Wahrnehmungsbild vermittelt und idealisiert....
    „finde es wichtig, dass man sich für seinen Körper nicht genieren muss...“
    Natürlich, Frau Zeidler.(Schliesslich ist jede Frau von Natur aus wie sie, oder hat/will die Möglichkeit jeden Tag mehrere Stunden zu trainieren).
    Und ja, es zählen „nur“ der Mensch dahinter (🤔) und die Botschaft (🤔).
  • Remo Robbiani 28.04.2019 07:29
    Highlight Highlight Ich hoffe Anja lies die meist 💜 Kommentare. Von denen kann Sie mehr lernen als andere von Ihrem "Ratgeber"
  • 2fel 28.04.2019 05:50
    Highlight Highlight klar kapitalisiert diese frau hart. aber mir erscheint sie dann doch noch als eine der eher glaubhafteren gestalten auf instagram & co

    was auch immer das nun heissen mag 😄
  • Bla Bla ohne News 28.04.2019 01:59
    Highlight Highlight Es geht doch nichts über Yoga in einer schönen Wohlfühl-Oase, wie zum Beispiel den Luzerner Bahnhof 🙄
  • sambeat 28.04.2019 00:04
    Highlight Highlight Hrmpf!!
    Hirn: „Oh Gott, schon wieder ein Beitrag von/über Zeindler! Fuck, interessiert das überhaupt jemanden?? Da will ich nichts damit zu tun haben, nächste Story!“

    Finger auf dem Tablet zu Hirn: „Ha ha!“

  • Charlie Runkle 27.04.2019 23:54
    Highlight Highlight Müsste man nicht schön sein um behaupten zu können das die schönheit einem kaputt gemacht hatt?
    • Ichwillauchwassagenbitte 28.04.2019 09:19
      Highlight Highlight Dass die Schönheit sie kaputt gemacht hat ist ja leider ein logischer Trugschluss. Oder ein schamloses Kokettieren. Beides offenbart charakterliche Schwächen mit denen man nicht auch noch Hausieren gehen sollte. Dafür darf der Leser sich fremdschämen 🥴
  • BigMic 27.04.2019 22:43
    Highlight Highlight Die Dame kann man echt nicht ernst nehmen. Sie widerspricht sich ja die ganze Zeit und ist absolut unglaubwürdig.
  • Me:ish 27.04.2019 21:03
    Highlight Highlight Wir würden auch Tage geniessen, an denen sie nicht erreichbar ist...
  • /dev/null 27.04.2019 20:17
    Highlight Highlight Wenn sie doch so zu ihrer Vergangenheit steht - wieso wurde das „Porsche-Video“ denn aus allen Plattformen entfernt?
  • Greententacle 27.04.2019 20:16
    Highlight Highlight Ein weiterer "Influencer"-Prototyp, einfach nur unspannend & pure Bit-Verschwendung.
  • Zeit_Genosse 27.04.2019 20:08
    Highlight Highlight Aus dem Interview kam für mich eine Frau rüber, die ihre Probleme über Social Media multipliziert und dann Lebenshilfe für genau diese Probleme in einem käuflich zu erwerbenden Ratgeber für junge Menschen bietet. Sie ist nur Business (eine 10) mit einer unechten (etwas perfiden) Autentizitätsmasche. Alles wirkt unstimmig. Auch die Antworten im Interview sind widersprüchlich. Schade um die Folower die sich das auf der Suche nach sich selbst das antun und diesen Umweg gehen um sich zu finden. Ich kenne Anja Zeidler nicht persönlich und kann nur die mediale Wirkung beurteilen.
  • Phrosch 27.04.2019 19:47
    Highlight Highlight So lange sie findet, „die Schönheit hat mich kaputt gemacht, hat sie noch nichts verstanden. Sie hat sich selbst kaputt gemacht, weil sie ungesunden Trends und Idealen nachgelebt hat.
  • egemek 27.04.2019 19:22
    Highlight Highlight Ich hatte das Vergnügen bei einer Büssi-Show direkt vor ihr zu sitzen.

    Sie ist im Real Life tatsächlich wie in den Social Media, man musste sich regelrecht fremdschämen... Selbstdarstellerin triffts ziemlich auf den Kopf.
  • The Count 27.04.2019 18:38
    Highlight Highlight Ein kostenloser Ratgeber von mir wird heute veröffentlicht. Er umfasst ein Verhaltens-Tipp der aus 5 Wörtern besteht, welche bei Einhaltung ein erfolgreiches Leben versprechen:

    Lies Anja Zeidlers Ratgeber nicht!
    • the Wanderer 27.04.2019 20:08
      Highlight Highlight kann man deinen Ratgeber auch kaufen? 😁😂
    • The Count 27.04.2019 21:06
      Highlight Highlight Diesen nicht, der ist komplett kostenlos. Ich arbeite jedoch an einer Fortsetzung mit sieben (!) Wörtern und zwei Satzzeichen. Der Titel von Anjas zweitem "Buch", welches sie beim Armdrücken geschrieben hat lautet "Nicht ohne meine Mutter". Nur schon der Titel hat Potential. Meins heisst "Ganja mit Anja".
    • DichterLenz 28.04.2019 13:39
      Highlight Highlight Als führende Abrating-Agentur rate ich von Rageber-Literatur allgemein ab, ausser:

      Benutzer Bild
  • Patrick Lang 27.04.2019 18:20
    Highlight Highlight «Sei glücklich, nicht perfekt» ? ... oder vielleicht eher «Bleib gelassen, anstatt dem Glück und der sogenannten Perfektion nachzurennen» ?
    Es ist natürlich toll für sie, dass sie damit ihr Geschäftsmodell retten konnte, dazu gratuliere ich.
    Aber, hmm, ich find's schon ein Bitzeli dürftig, inhaltlich. Und glaube eigentlich nicht wirklich daran, dass sie damit ihren Followern eine "gesündere" Alternative zur Lebensbewältigung anbieten kann. Aber s'is scho nett, dass sie sich jetzt auch für's Tierwohl begeistert!
  • Peter R. 27.04.2019 18:04
    Highlight Highlight Das kommt davon, wenn man sich nur auf das Aeussere konzentriert!
  • Calvin Whatison 27.04.2019 17:58
    Highlight Highlight Was für eine Selbstdarstellerin. 🤦🏻‍♂️ 🤣
  • Pana 27.04.2019 17:54
    Highlight Highlight Passt.
    Benutzer Bild
  • Boogie 27.04.2019 17:42
    Highlight Highlight Diese Frau ist so lächerlich. Versucht mit allen Mitteln berühmt zu werden und wiederspricht sich permanent. Jetzt veröffentlicht sie auch noch einen nutzlosen Ratgeber mit Unterwäsche-Bildli drin. Tut uns einen Gefallen Medien und lasst die Berichte sein. Ihr solltet lieber intelligenten Menschen, die zur Lösung echter Probleme beitragen, eine Plattform geben. "Stop making stupid people famous"
    • BigMic 27.04.2019 22:47
      Highlight Highlight GANZ GENAU Boogie. Applaus Applaus!
  • Im Diskurs Versunken 27.04.2019 17:26
    Highlight Highlight Es fällt mir wahnsinnig schwer bei diesem tief narzisstischen Leiden zuzusehen. Eigentlich ist es genau falsch ihr dafür eine Plattform zur Selbstdarstellung zu geben.
  • Nausicaä 27.04.2019 17:06
    Highlight Highlight Da will sie ein Vorbild für junge Mädchen und Frauen sein und verwendet das Wort "billig". Wenigstens hat ihr die Interviewerin ein bisschen auf den Zahn gefühlt.
    Dass Thema des zunehmenden Perfektionsstreben ist ein wichtiges, ich hätte aber gerne, dass das jemand angeht, der ein bisschen mehr Weitblick hat als Anja Zeidler.
  • Therealmonti 27.04.2019 16:58
    Highlight Highlight Nicht wirklich glaubwürdig, die junge Dame.
  • alessandro 27.04.2019 16:36
    Highlight Highlight Ach, ein Durchschnittsmädchen aus der kleinen Schweiz träumt vom Ferrari, geht nach LA und kommt mit dem Pace nicht zschlag, also zurück in die Schweiz eine Autobiografie über ein bislang kurzes Leben schreiben in dem man keine Wege gefunden, sondern sich nur einmal verfahren hat.

    Wenn das Buch auch noch mittelmässig herauskommt ist es wenigstens konsequent.
  • Füdlifingerfritz 27.04.2019 16:36
    Highlight Highlight Klingt alles reichlich widersprüchlich.
    • River 27.04.2019 16:39
      Highlight Highlight Ich glaub kein Wort
    • Pisti 27.04.2019 17:02
      Highlight Highlight Sie ist ja auch Veganerin und gönnt sich Muscheln. 😉
    • Al Paka (#HockeyFightsCancer) 28.04.2019 00:21
      Highlight Highlight @Pisti
      Muscheln sind doch Früchte? 🤔
      Also Meeresfrüchte. 🙃
  • thatstheshit 27.04.2019 16:35
    Highlight Highlight Kann mir nicht helfen... diese Frau ist so komisch!
  • Burdleferin 27.04.2019 16:34
    Highlight Highlight Eine furchtbare Person. Ich verstehe nicht, warum sie so viel Aufmerksamkeit in den Medien erhält.
    • Laurel 27.04.2019 16:50
      Highlight Highlight Schein erfolgreiche Idee zu sein; "fur… Person = viel Aufmerksamkeit in den Medien".
      Benutzer Bild
  • Ohniznachtisbett 27.04.2019 16:29
    Highlight Highlight Hahaha... Ein Ratgeber von Anja Zeidler... Tipps wie du mit Problemen umgehst, die du erst gar nicht bekommen hättes, wenn man nicht Leuten wie Anja Zeidler followen oder liken würde...
    • Laurel 27.04.2019 16:51
      Highlight Highlight 🙈ja und ich Depp lese auch noch dieses Interview… und kommentiere Kommentare…
    • Peter Pulverschnee 28.04.2019 01:37
      Highlight Highlight Ist doch eigentlich ein ganz gutes Geschäftsmodell. Zunächst die Leute krank machen und anschliessend das „Heilmittel“ teuer verkaufen. Die Dame ist ganz schön gerissen.
  • mostlyharmless 27.04.2019 16:28
    Highlight Highlight Ein Kompliment der Interviewerin, die Fragen haben mehr Substanz als die Antworten.
  • Laurel 27.04.2019 16:27
    Highlight Highlight Ich akzeptiere, dass sie Ihr Bröötchen weiterhin im Business verdient, das profitiert auf "übertriebener Ehrgeiz und das Gefühl, nicht zu genügen"… Sie nimmt in Kauf, dass andere Frauen die selbe Erfahrung wie sie machen; es ist ihr Business Modell. Ist auch ok; aber sie soll bitte auch dazu stehen.

    NB: Der/Die Betrachter/in entscheidet was ein "sinnliches, ästhetisches Bild" ist.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Paul_Rubens
    Benutzer Bild
  • Xonic 27.04.2019 16:25
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 27.04.2019 16:24
    Highlight Highlight "Sie könnten Mädchen aber ein Frauenbild vermitteln, wonach es Anerkennung bringt, sich öffentlich sexy vor der Kamera zu räkeln."
    Ja, dass ist eine von hoffentlich vielen Möglichkeit als Frau Anerkennung zu bekommen, wo ist das Problem?
    Zum Problem wird das erst, wenn es der einzige Weg ist oder frau abgewertet wird, wenn sie es nicht macht.
  • Clife 27.04.2019 16:22
    Highlight Highlight Ihre Schönheit hat ihr Leben kaputt gemacht, ihre Arroganz hat aber ihre (innere) Schönheit kaputtgemacht die ihr Leben kaputt gemacht hat. Aber wenn mans nicht merkt 🤷‍♂️
    • Ichwillauchwassagenbitte 28.04.2019 08:44
      Highlight Highlight Nicht zu vergessen: die Männer sind auch schuld. Weil die was gesagt haben... wegen dem Kilo weniger. Da könnte man auch noch ein Buch drüber schreiben.
    • Karoon 29.04.2019 13:55
      Highlight Highlight Es ist lustig: Die Schönen und Attraktiven lassen sich immer mit A...loch-Männern (Betrüger, Belüger etc.) und wundern sich dann, wenn sie (die Frauen) auf die Schnauze fallen. Dies wird sich wohl - ob Influencerin oder nicht - nie aufhören zu wiederholen.
  • Amadeus 27.04.2019 16:22
    Highlight Highlight Irgendwie tue ich mich ein bisschen schwer.
    Erst modeln, dann Fitness, dann Hollywood und immer schön die Kamera dabei. Geiles Leben, geile Zeit, geiler Porsche...
    Dann die grosse Einsicht, dass das alles nix war und einen Lebensratgeber rausgeben (mit 25)...und natürlich ist wieder die Kamera dabei, weil so ganz ohne influencing gehts dann doch nicht.
    • Citation Needed 28.04.2019 09:27
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Andererseits kann es nicht schaden, dass eine Person, die lange als mehr oder weniger makelloses Abbild eines Lifestyles herumgereicht wurde (und die dieses Bild fleissig selbst herumreicht), hinter die Fassade blicken lässt und ihre Unsicherheiten und Krämpfe thematisiert.
      Natürlich hat sie nun das Bild noch besser vermarktbar gemacht, weil sie durch den Seelen-Striptease authentischer wirkt. Dennoch dürften viele Fans jetzt eher davon absehen, z.B. persönliche Probleme als Fehler zu werten und sich deshalb fertigzumachen, und das ist schonmal was.
    • Gawayn 29.04.2019 06:36
      Highlight Highlight @Amadeus
      Jede(r) hat sein Päckchen zu tragen.
      Es gibt kaum jemand der nur Friede Freude Eierkuchen kennt.

      Mit seinen persönlichen Problemen hausieren gehen, um Aufmerksamkeit zu heischen, ist bestenfalls peinlich.
      Schlimmeren Falls kindisch.

      Wer denkt mit 25 seine Memoiren zu schreiben, wie sie auf der ganzen Linie bisher versagt hat, dabei noch ein Ratgeber zum Verkauf anbieten auch.

      Der aber hier noch eine Plattform bieten...
      Das nervt einfach nur!

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Ein Stapel Geschirr, abgewaschen und zum Trocknen hingelegt. Das zeigt das Foto der jungen Amerikanerin Brittany Ernsperger, das sie Anfang Juli auf Facebook lud. Das Bild wirkt auf den ersten Blick nicht aussergewöhnlich.

Doch der dazu geschriebene Text der jungen Frau bewegte Tausende von Facebook-Usern. In einem längeren Text beschreibt die Mutter, wie sie täglich gegen die psychische Krankheit ankämpft. Folgend der ganze Text übersetzt:

Ernsperger erhielt auf ihren Post tausende Reaktionen. …

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