Was macht Roger Federer eigentlich am Australian Open?
Mit den Australian Open wird ab Sonntag die neue Tennis-Saison so richtig lanciert. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres beginnt am Sonntag. Dabei sind Stan Wawrinka, Belinda Bencic, Viktorija Golubic und Simona Waltert.
Doch schon vor dem ersten offiziellen Spiel in Melbourne wird ein Schweizer einen grossen Auftritt haben: Roger Federer. Der sechsfache Australian-Open-Sieger wird bei der Eröffnungszeremonie am Samstagabend (Ortszeit) nämlich auf den Platz zurückkehren. Wie die Organisatoren ankündigten, wird der 44-Jährige gemeinsam mit Andre Agassi sowie den Australiern Patrick Rafter und Lleyton Hewitt ein Exhibition-Match spielen. Ein Doppel mit Agassi gegen die beiden Lokalmatadoren scheint am wahrscheinlichsten. Alle vier standen einst auf Platz 1 der ATP-Weltrangliste.
«Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, seit ich den Begriff ‹Happy Slam› für die Australian Open erfunden habe», liess sich Federer zitieren und fügte an: «Ich muss immer noch lächeln, wenn ich an alle Momente denke, die ich hier erlebt habe. Ich habe hier so viele Emotionen erlebt.» Insbesondere die beiden Titel in den Jahren 2017 und 2018 – seine Grand-Slam-Titel Nummer 18 und 20 – seien für ihn ganz besondere Erinnerungen. «Ich kann es nicht erwarten, zurück ans Australian Open zu kommen und weitere fantastische Momente mit den ‹Aussie-Fans› zu kreieren.»
An diesem Wochenende wird der Beginn der Australian Open zum ersten Mal mit einer Eröffnungszeremonie zelebriert. Turnierdirektor Craig Tiley zeigt sich begeistert über die Premiere. «Ich kann es kaum erwarten, Roger zusammen mit anderen Grössen des Sports wieder in der Rod Laver Arena zu sehen.»
Geht es nach dem siebenfachen Grand-Slam-Sieger und Eurosport-Experten Mats Wilander, würden wir Federer aber nicht nur für einen Kurzauftritt wieder im Tenniszirkus sehen. Der 61-jährige Schwede hält den 20-fachen Grand-Slam-Sieger für den perfekten Trainer für Carlos Alcaraz. Federer könne dem Spanier nämlich bei «dem Spiel helfen, mit dem er sich nicht so wohlfühlt». Als realistischer sieht Wilander jedoch, dass sich die Weltnummer 1 nach der Trennung von Juan Carlos Ferrero wieder für einen spanischen oder zumindest spanischsprachigen Spieler entscheiden wird. (nih)
