USA
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Sie tun zu wenig: Kein G20-Staat beim Klimaschutz auf 1,5-Grad-Kurs



Für vier Fünftel des weltweiten Treibhausgas-Ausstosses sind die G20-Staaten verantwortlich. Im Kampf gegen die Erderhitzung spielen sie deswegen eine Schlüsselrolle. Vor der Uno-Klimakonferenz haben Experten die Entwicklung in diesen Ländern bewertet.

epa07679067 A handout image made available by the G20 organizing host shows Leaders of the G20 Summit during the Digital Economy event on the sidelines of the G20 summit in Osaka, Japan, 28 June 2019. It is the first time Japan will host a G20 summit. The summit gathers leaders from 19 countries and the European Union to discuss topics such as global economy, trade and investment, innovation and employment.  EPA/G20 HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Wichtige Teilnehmer des G20-Gipfels im Juni in Osaka. Bild: EPA

Die G20-Staaten tun einer internationalen Untersuchung zufolge weiterhin zu wenig, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Der Treibhausgas-Ausstoss der 19 Industrie- und Schwellenländer und der Europäischen Union steige weiter, heisst es im «Brown to Green»-Report, den das Netzwerk Climate Transparency am Montag veröffentlichte – drei Wochen vor Beginn der Uno-Klimakonferenz in Madrid. Im vergangenen Jahr nahmen die Emissionen demnach um 1,8 Prozent zu.

Die führenden Industrie- und Schwellenländer der G20 sind für 80 Prozent des Treibhausgas-Ausstosses verantwortlich. Auf Kurs für das 1,5-Grad-Ziel ist dem Bericht zufolge kein Land der Gruppe.

Auch eine optimistische Botschaft

Die Wissenschaftler und Umweltschützer haben auch eine optimistische Botschaft: Rund die Hälfte der G20, darunter die EU, dürfte ihre bisherigen, selbst gesetzten Klimaziele übererfüllen. Damit könnten sie wie im Pariser Klimaabkommen vorgesehen im Jahr 2020 neue, ehrgeizigere Ziele vorlegen.

In dem Abkommen haben sich fast alle Länder der Welt vorgenommen, die Erderhitzung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen – viele Staaten und Experten halten das 1,5-Grad-Ziel für notwendig. Um knapp ein Grad hat sich die Erde schon erwärmt. Wenn die Staaten nur ihre aktuellen Klimaschutz-Zusagen erfüllen, dürften es Klimaforschern zufolge bis Ende des Jahrhunderts 3 Grad werden – mit katastrophalen Folgen für Gletscher und Polareis, Korallenriffe, Artenvielfalt – und auch für die Menschheit.

Im Jahr 1986 (links) noch ein stolzer Gletscher, nun ist er offiziell

Das Gletschersterben ist bereits Wirklichkeit. Bild: AP NASA

Der Klimawandel lässt das Risiko für extreme Hitze- und Kältewellen, Dürren, schwere Stürme und Starkregen schon jetzt steigen. Extreme Wetterereignisse kosten in den G20-Staaten dem Report zufolge jährlich rund 16'000 Menschenleben und führen zu wirtschaftlichen Einbussen von 142 Milliarden US-Dollar.

Nach den Massstäben des 1,5-Grad-Berichts des Uno-Klimarats müssten die G20-Staaten ihren Treibhausgas-Ausstoss bis 2030 um mindestens 45 Prozent im Vergleich zu 2010 reduzieren, wie die Experten im «Brown to Green»-Report erläutern. Bis 2070 dürften sie unterm Strich keine Treibhausgase mehr ausstossen. Das bedeutet, dass alle verbleibenden Emissionen ausgeglichen werden müssten.

Verbrauch müsste drastisch sinken

Dafür müsste der Verbrauch von Erdöl, Kohle und Erdgas drastisch sinken. Derzeit beziehen die G20-Länder 82 Prozent ihrer Energie – nicht nur für Strom, sondern auch für Verkehr und Heizungen – aus solchen fossilen Quellen. Und der Energiebedarf steigt.

Die OPEC wird die Ölförderung wohl auch in Zukunft bewusst drosseln. (Archivbild)

Fossile Energie ist bei den meisten G20-Ländern noch Hauptenergielieferant. Bild: AP

«Der neue »Brown to Green«-Report zeigt, dass es in allen relevanten Bereichen Vorreiter unter den G20-Staaten gibt, die den Wandel zur Emissionsfreiheit vorantreiben», so Jan Burck von der Nichtregierungsorganisation Germanwatch, der zu den Autoren des Reports gehört. «Allerdings geschieht dies bisher nur in Teilbereichen und bezogen auf die gesamte G20 noch deutlich zu langsam.»

Climate Transparency wird unter anderen von der Weltbank unterstützt. Der «Brown to Green»-Report stellt seit 2015 jedes Jahr dar, wie die G20 im Klimaschutz vorankommen. Das sind Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei, die USA und die Europäische Union. (mim/sda/dpa)

Faktencheck: Die 9 beliebtesten Aussagen der Klimaskeptiker

Wenn umweltbewusstes Verhalten für Empörung sorgen würde...

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

Link zum Artikel

Trumps Brigade nimmt Zürcher Tower in Beschlag

Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

Trumps Brigade nimmt Zürcher Tower in Beschlag

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

102
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Siehst du öfters diesen Vogel? Das hat einen bestimmten Grund

75
Link zum Artikel

Teenie-Idol Billie Eilish (18!) macht Bond-Song. And WHY NOT? Könnte geil werden

73
Link zum Artikel

Weshalb sich Experten nach dem Freispruch der Klimaaktivisten an den Kopf fassen

470
Link zum Artikel

Der lange Weg des Daniele Sette zu seinen ersten Weltcup-Punkten – mit 27 Jahren

3
Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Kreditkarten – so schützen uns die Karten-Detektive

30
Link zum Artikel

5 idiotische Menschentypen, die es im Leben einfacher haben als du

60
Link zum Artikel

Das Wahljahr hat begonnen und Donald Trump steht ziemlich gut da

90
Link zum Artikel

«Warum können viele Männer nicht mit einem Korb umgehen?»

326
Link zum Artikel

Grün wie die Hoffnung – hier kommt das erste Quizz den Huber im 2020!

71
Link zum Artikel

Déjà-vu für die Queen: Als eine geschiedene Amerikanerin den Briten ihren König stahl

28
Link zum Artikel

So viele Ordnungsbussen werden in Basel verteilt – und das sind die häufigsten Vergehen

171
Link zum Artikel

Trumps Brigade nimmt Zürcher Tower in Beschlag

20
Link zum Artikel

«Habe versucht, so cool wie möglich zu tun» – die Stimmen zu Rinnes rarem Goalie-Goal

7
Link zum Artikel

Sie war Junkie, Kult und Bitch – jetzt ist Elizabeth Wurtzel gestorben

9
Link zum Artikel

Ulrich Tilgner: «Die Amerikaner schiessen im Nahen Osten gerade Eigentor um Eigentor»

102
Link zum Artikel

Ein Shitstorm entlädt sich über Roger Federer – und Greta Thunberg ist mitschuldig

363
Link zum Artikel

Besser extra zu spät als nie: PICDUMP!

131
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dirk Leinher 11.11.2019 15:47
    Highlight Highlight China hat eine grosse Fläche die Wüste war mit Bäumen bepflanzt und so die Wüstenfläche des Landes erheblich reduziert. Man spricht von über 60 Milliarden!! Bäumen die gepflanzt wurden. So gesehen hat wohl kein westliches Land pro Einwohner mehr Bäume gepflanzt als China. Diese Info passt einfach nicht in die Nachrichten, da China ja als Beispiel fürs negative herhalten soll. Wer es nicht glaubt googelt mal nach "grüne Mauer China"
  • PurpleWasabi 11.11.2019 10:58
    Highlight Highlight Den Treibhauseffekt gibt es beim Klima gar nicht, herrgottnochmal. Das war ein Irrtum in den Achtzigern, wo irgendsoein Schwedischer (oder so ...) Wissenschaftler ein Theorie aufgestellt hat, die überhaupt nicht stimmt. Die Presse führte diese Theorie dann in unsere Fresse.
    Sooo ... "Fakten vs Klimahysteriker" Stein Zeit TV .... da wird viel erklärt und zwar richtig. Auf youtube.
    • Kaspar Floigen 11.11.2019 15:48
      Highlight Highlight Youtube find ich toll. Da finde ich immer für alles eine Bestätigung.

Ein Paar in Brasilien pflanzte 20 Jahre lang Bäume – und lebt jetzt in einem Wald

Es ist eines der grössten Aufforstungsprojekte der Welt: Das Ehepaar Salgado pflanzte in 20 Jahren einen 68 Millionen Quadratmeter grossen Wald. Sie haben bewiesen, dass der Klimawandel nicht nur gestoppt, sondern auch rückgängig gemacht werden kann.

Anfang der 90er-Jahre wurde der brasilianische Fotografjournalist Sebastiao Ribeiro Salgado nach Ruanda geschickt, um über den schrecklichen Völkermord zu berichten. Das vor Ort Erlebte traumatisierte ihn schwer. 1994 kehrte Salgado in seine Heimat zurück. Er hoffte zu Hause in Minas Gerais, wo er von einem üppigen Wald umgeben aufgewachsen war, Ruhe und Erholung zu finden.

Statt des Waldes aber fand er kilometerweit staubiges und karges Land vor. In wenigen Jahren fand in seiner Heimatstadt …

Artikel lesen
Link zum Artikel