DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Die Spieler des SC Rapperswil-Jona Lakers feiern ihren 3-0 Sieg im Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und den ZSC Lions am Freitag, 17. Januar 2020, in Rapperswil. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Der SC Rapperswil feiert seinen 3:0 Sieg gegen den ZSC Lions. Bild: KEYSTONE

Erfolgreiche Berner Klubs im Strichkampf – Rapperswil feiert Jubiläum mit Sieg

Im Strichkampf der National League jubelten am Freitag gleich alle drei Berner Teams. Zug löste dank einem 3:1 gegen Ambri-Piotta die ZSC Lions von der Tabellenspitze ab, die Zürcher verloren auswärts gegen die Rapperswil-Jona Lakers 0:3.



Bern – Lausanne

Meister Bern findet gegen Lausanne nach einem 0:2-Rückstand einen Weg zum Sieg. Dank einem Treffer von Jubilar Calle Andersson nach 34 Sekunden der Verlängerung setzt sich der SCB mit 4:3 durch.

Vor der Partie wurde Beat Gerber für sein 933. Spiel im Trikot des SCB geehrt. Der Verteidiger ist nun der alleinige Rekordspieler des Klubs. Am Ende feierten die Berner aber einen anderen Jubilar. In seinem 200. NL-Spiel sicherte Calle Andersson seiner Mannschaft den Zusatzpunkt und damit zwei wichtige Zähler im Kampf um die Playoff-Plätze.

Berns Andrew Ebbett, Mitte rechts, gegen Lausannes Fabian Heldner, Mitte links, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem SC Bern und dem Lausanne HC, am Freitag, 17. Januar 2020, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Daniel Teuscher).

Berns Andrew Ebbett (Mitte) setzt sich gegen Lausannes Fabian Heldner durch (links). Bild: KEYSTONE

Bern tat sich auch gegen Lausanne schwer. Seit Tomi Karhunen vor dem Tor steht, funktioniert im Spiel der Berner die Defensive. Umso schwerer tut sich der Titelverteidiger dafür im Spiel nach vorne. Das zeigte sich nicht zuletzt im mittleren Abschnitt, in dem die Berner während drei Powerplays nur zu wenig nennenswerten Aktionen kamen.

Seit der 34. Minute und Treffer von Josh Jooris und Yannick Herren lag Bern 0:2 zurück. Mit viel Aufwand wandelte das Team von Kari Jalonen den Rückstand in eine 3:2-Führung um. Sinnbildlich für den Kampf war das 3:2 von Thomas Rüfenacht, der zuvor neun Partien nicht mehr getroffen hatte. Im Fallen und im direkten Zweikampf drückte er den Puck über die Linie.

Lausanne rettete sich dank dem Ausgleich knapp drei Minuten vor dem Ende durch Cory Emmerton immerhin in die Verlängerung. Am Ende aber verloren die ambitionierten Waadtländer ihren zweiten Strichkampf in Folge, nachdem sie zuletzt in Freiburg bereits eine 1:3-Niederlage kassiert hatten.

Biel – Servette

Dem EHC Biel gelingt im Heimspiel gegen Genf-Servette der Befreiungsschlag. Die Bieler fegen Genf trotz frühem Rückstand (0:1) und dank vier Goals im Schlussabschnitt mit 7:3 vom Eis.

Die Bieler feierten den ersten Drei-Punkte-Sieg seit dem 1. Dezember und dem 3:2-Heimsieg über die Lakers. Seither folgten nur in der Meisterschaft neun Niederlagen in zehn Spielen, einzig beim 6:5 nach Verlängerung gegen Zug vor einer Woche setzte es ein Erfolgserlebnis ab.

Biels Luca Cunti, links, feiert vor Servettes Torhueter Robert Mayer den Treffer zum 1:1 im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EHC Biel und Genf Servette HC, am Freitag, 17. Januar 2020, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Peter Schneider).

Biels Luca Cunti feiert vor Servettes Torhüter robert Mayer den Treffer zum 1:1. Bild: KEYSTONE

Für den erfolgreichen Bieler Sturmlauf gab es Gründe. Zum ersten Mal in der gesamten Saison konnte Biel in Bestbesetzung auflaufen. Die Seeländer dominierten die Partie, dennoch führte der EHC nach 41 Minuten nur 3:2. Das 4:2 des Österreichers Peter Schneider und das 5:2 durch Verteidiger Janis Moser nur 73 Sekunden später öffnete alle Bieler Schleusen. Anton Gustafsson traf daraufhin sogar in Unterzahl zum 6:2. Und Luca Cunti setzte in der 59. Minute den Schlusspunkt.

Servette stellte vor dem Auswärtsspiel in Biel als Folge auf das dienstägliche 0:2 daheim gegen Lugano sämtliche Angriffsformationen um. Die Servettiens erzielten zwar diesmal wieder drei Tore, blieben aber dennoch chancenlos, weil Goalie Robert Mayer (18 Paraden, 7 Gegentore) einen weniger guten Tag einzog.

Davos – Fribourg

Völlig unspannend verläuft die Partie zwischen Davos und Freiburg. Davos führt schon nach fünfeinhalb Minuten mit 4:0 und setzte sich 7:2 durch.

Das Bündner Startfurioso wurde beinahe eines für die Geschichtsbücher. Erst einmal führte in der National League (oder früher Nationalliga A) ein Team noch schneller mit 4:0. Am 1. Oktober 1991 führte Lugano ebenfalls gegen Fribourg nach 5:29 Minuten mit 4:0 und siegte am Ende 9:0.

Trauerstimmung hinter der Bande nach dem 5:0 Rueckstand bei den Coaches, Headcoach und Sportdirektor Christian Dube, links und Coach Advisor Sean Simpson, rechts und Fribourgs Adrian Lauper, sitzend auf der Bande, mag schon gar nicht mehr auf das Eis sehen, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem HC Fribourg-Gotteron, am Freitag, 17. Januar 2020, im Eisstadion in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Trauerstimmung hinter der Bande nach dem 5:0 Rückstand bei den Gottéron-Coaches. Bild: KEYSTONE

Spätestens das 5:0 durch Marc Wieser nach 15 Minuten bedeutete mehr als eine Vorentscheidung. Gottéron verkürzte im zweiten Abschnitt zwar auf 2:5, ein Umschwung stand dennoch nie zur Diskussion. Davos gewann vor und nach dem völlig misslungenen Spengler Cup sieben der letzten neun Meisterschaftsspiele.

Bei Gottéron lief am Freitagabend der Goalie-Poker schief: Die Freiburger liessen Stammkeeper Reto Berra zuhause, damit sich dieser in aller Ruhe auf das samstägliche Derby gegen Bern vorbereiten konnte. Die Nummer 2 Ludovic Waeber wurde nach dem 0:4 ausgewechselt und für den zweiten Abschnitt wieder eingewechselt. Dazwischen hütete während gut 14 Minuten Joel Aebi das Freiburger Tor.

Lugano – SCL Tigers

Zum vierten Mal in dieser Saison haben die SCL Tigers gegen ihren Lieblingsgegner Lugano gewonnen. Die Emmentaler wandelten im letzten Drittel einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Sieg um und überholten in der Tabelle ihren Gegner.

Aus Sicht von Lugano war die Niederlage unnötig. Gut zwei Drittel lang hatten sie die Partie mehrheitlich im Griff, obwohl sie nur mit einem Treffer Vorsprung führten. Dann scheiterte zuerst Jani Lajunen mit einem Penalty am einmal mehr starken Langnauer Keeper Ivars Punnenovs (43.), dann leistete sich Raffaele Sannitz in der Offensivzone ein unnötiges Foul (47.). Das war der Auftakt zur Wende in diesem Spiel.

From left, Lugano's goalkeeper Sandro Zurkirchen, Tiger's player Harri Pesonen and Lugano?s player Thomas Wellinger, during the preliminary round game of National League A (NLA) Swiss Championship 2019/20 between HC HC Lugano and SCL Tigers at the ice stadium Corner Arena in Lugano, Switzerland, Friday, January, 17, 2020. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Luganos Goalie Sandro Zurkirchen gegen SCL-Spieler Thomas Wellinger. Bild: KEYSTONE/Ti-Press

Im Powerplay erzielte Julian Schmutz den Ausgleich für Langnau. Eineinhalb Minuten später schoss Ben Maxwell die Langnauer mit seinem 14. Saisontor in Führung. Die Entscheidung gelang PostFinance-Topskorer Harri Pesonen acht Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor.

Die SCL Tigers kehrten nach vier Niederlagen zum Siegen zurück und feierten in Lugano einen ihrer mittlerweile zur Gewohnheit gewordenen Siege. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren verloren sie in der Resega nicht mehr. In dieser Saison haben sie alle vier Duelle gegen Lugano für sich entschieden. (sda)

Rapperswil-Jona Lakers – ZSC Lions

Die Eishalle am Rapperswiler Lido geriet am Freitagabend zur Festhütte: Der SC Rapperswil-Jona besiegte am Tag seines 75-Jahr-Jubiläums die als Leader angereisten ZSC Lions mit 3:0.

Die Lakers erzielten schon in der ersten Minute das erste Tor, welches aber annulliert wurde, weil die Rapperswiler zu ungestüm und zu früh in die Zürcher Zone eingedrungen waren. Dennoch erwies sich die Szene als bezeichnend für das Spiel: Die Rapperswil-Jona Lakers stürmten mit Leidenschaft vorwärts. Juraj Simek brachte das Heimteam in der 13. Minute in Führung. Und zu Beginn des Schlussabschnitts stellten Andrew Rowe und Roman Cervenka mit Goals innerhalb von 120 Sekunden vom 1:0 zum 3:0 den Sieg sicher.

ZSC Lions Verteidiger Christian Marti (#54) und seine Mitspieler auf dem Weg in die Garderobe nach der 3-0 Niederlage im Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und den ZSC Lions am Freitag, 17. Januar 2020, in Rapperswil. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Niedergeschlagene ZSC-Spieler nach der 3:0 Niederlage. Bild: KEYSTONE

Die Rapperswiler Helden waren Melvin Nyffeler, der mit 35 Paraden zum vierten Shutout in dieser Saison kam (Leader in der National League), und Roman Cervenka, der mit einem Tor und einem Assist seine brillante Leistung krönte.

Als einziger Wermutstropfen blieb, dass die Lakers ihr Jubiläumsspiel nicht ausverkaufen konnten. 5891 Zuschauer kamen in die 6100 Fans fassende Arena. Womöglich hatten die Fans nicht mit einem spektakulären Sieg gerechnet: Die letzten Jubiläums-Partien – nach 50 Jahren gegen Davos und nach 70 Jahren gegen Gottéron – waren jeweils in der Overtime verloren gegangen. Die Rapperswil-Jona Lakers bestritten das Jubiläumsspiel in werbefreien Retro-Shirts aus den 60er-Jahren.

Zug – Ambri

Mit drei verhältnismässig einfach gewonnenen Punkten gegen Ambri-Piotta hat sich der EV Zug zurück an die Spitze der Tabelle geschossen. 3:1 setzten sich die Zentralschweizer gegen die harmlosen Leventiner durch.

Zug ist seit zwei Monaten das konstanteste Team der Liga. Seit Mitte November holte die Mannschaft von Trainer Dan Tangnes in 17 Partien nur einmal keine Punkte. Auch wenn die Equipe mit angezogener Handbremse spielt, reicht es oftmals zu Siegen. So auch gegen Ambri, das nie wirklich eine Chance auf den Sieg hatte.

Zugs Carl Klingberg, Ambris Brian Flynn, Zugs Jan Kovar, Ambris Torhueter Daniel Manzato und Zugs Gregory Hofmann, von links, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem EV Zug und dem HC Ambri-Piotta, am Freitag, 17. Dezember 2020 in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Action vor dem Tor von Amris Goalie Daniel Manzato. Bild: KEYSTONE

Den einzigen Aussetzer leistete sich Jan Kovar in der 35. Minute, als er zu unentschlossen agierte und so Ambri den einzigen Treffer durch Noele Trisconi ermöglichte. Ansonsten aber hatte Zug Spiel und Gegner jederzeit im Griff. Zwölf Sekunden vor der ersten Pause schoss Erik Thorell die Zuger in Führung. Johan Morant zum 2:0 (28.) und mit seinem zwölften Saisontreffer Carl Klingberg zum 3:1 (47.) sorgten mit ihren Treffern für die Entscheidung. Den Vorsprung verwaltete Zug geschickt, Ambri konnte nicht mehr reagieren und musste die sechste Niederlage aus den letzten sieben Partien einstecken.

Die Tabelle

(sar/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003

1 / 21
Alle NL-Topskorer der Qualifikation seit 2002/2003
quelle: keystone / urs flueeler
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das Büro steht Kopf, wir sind im Playoff-Fieber

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

«Abstürzende Adler» – die besten Schweizer seit 1998 sind gescheitert

Ist es Leichtsinn? Ist es gar Hybris? Nein, es ist eine Laune der Hockeygötter. Die Schweizer verlieren einen WM-Viertelfinal gegen Deutschland nach Penaltys (2:3), den sie nie hätten verlieren dürfen. Weltmeister werden wir wieder nicht. Aber wir sind die Dramakönige der Hockeygeschichte.

Ach, es wäre so schön gewesen. Nur 43 Sekunden fehlten für den Halbfinal. Um zu zeigen, wie schmal der Grat zwischen Triumph und sportlicher Tragödie sein kann und wie gut die Schweizer bei dieser WM und in diesem Viertelfinal-Drama waren, machen wir hier kurz ein Gedankenspiel. Nach dem Motto: Was wäre wenn?

Also; hätten wir gewonnen, so wäre hier nun zu lesen:

«Unser Eishockey, unser Sieg, unser Halbfinal: Die Schweiz besiegt in einer der besten WM-Partien der Neuzeit Deutschland. Die Deutschen …

Artikel lesen
Link zum Artikel