Iran
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Hat der Iran wirklich den Öl-Tanker gesprengt? Experten sind da nicht so sicher



An oil tanker is on fire in the sea of Oman, Thursday, June 13, 2019. Two oil tankers near the strategic Strait of Hormuz were reportedly attacked on Thursday, an assault that left one ablaze and adrift as sailors were evacuated from both vessels and the U.S. Navy rushed to assist amid heightened tensions between Washington and Tehran. (AP Photo/ISNA)

Bild: AP/Iranian Students' News Agency, ISNA

Nach den mutmasslichen Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman halten sich Experten mit schnellen Schuldzuweisungen zurück. Die Darstellung der US-Regierung, der Iran stecke hinter den Attacken, müsse möglichst unabhängig überprüft werden, erklärten mehrere Fachleute der Nachrichtenagentur DPA.

Dass nun mehrfach zivile Schiffe in Zwischenfälle verwickelt worden seien, erschwere dabei die Untersuchung. «Es gibt auf Handelsschiffen für so gut wie jede Art von Zwischenfällen Regeln, wie die Crews an Bord damit umgehen sollen - zum Beispiel bei einem Feuer», sagte ein Fachmann aus der Seeschifffahrt in Hamburg.

«Zivile Schiffe sind im Normalfall aber nicht für solche Angriffe gerüstet, wie wir sie jetzt im Golf von Oman erleben. Angriff und Verteidigung sind Kategorien des Militärs, nicht der Handelsschifffahrt.»

Das vom US-Militär veröffentlichte Video, das iranische Kräfte beim Abbau einer nicht explodierten Haftmine von der Bordwand eines attackierten und dann von der Mannschaft verlassenen Schiffes zeigen soll, müsse erst durch weitere Details belegt werden, sagte ein anderer Experte. «Sind das Iraner, ist es das Schiff? Das kann ich nicht sagen.»

Die frühere Untersuchung der Angriffe auf Handelsschiffe in dem Seegebiet vor vier Wochen sei insgesamt unbefriedigend geblieben, weil keine klare Schuldzuweisung möglich gewesen sei, hiess es aus Sicherheitskreisen. «Man ist nicht schlauer zurückgekommen.»

Aussagen von Seeleuten der Handelsschiffe seien grundsätzlich nur bedingt zur Aufklärung geeignet, sagte ein Spezialist. «400 Meter Stahl und 20 Mann Besatzung. Wenn es knallt, laufen alle durcheinander oder bringen sich in Sicherheit. Auf einem Schiff der Marine würde es sofort eine Schadensanalyse geben.»

Die Uno-Schifffahrtsorganisation Imo kündigte an, die Aufklärung der jüngsten Zwischenfälle zu begleiten. «Ich werde die Ergebnisse der Untersuchung sorgfältig überprüfen, sobald sie fertig sind, und in Betracht ziehen, ob weitere Schritte der Imo angezeigt sind», erklärte Imo-Generalsekretär Kitack Lim.

epa07647113 A handout powerpoint slide made available on 14 June 2019 by US Central Command shows damage from an explosion (L) and an object claimed by the US military to likely be a limpet mine on the hull of the civilian vessel M/V Kokuka Courageous in the Gulf of Oman, 13 June 2019, as the guided-missile destroyer USS Bainbridge (DDG 96) (not pictured) approaches the damaged ship. According to media reports, two oil tankers, Japan's Kokuka Courageous and Norway's Front Altair, were damaged in the Gulf of Oman after allegedly being attacked in the early morning of 13 June between the UAE and Iran  EPA/US CENTRAL COMMAND / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bild: EPA/US CENTRAL COMMAND

Das sei der richtige Ansatz, sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Reeder in Hamburg. «Wenn die Staaten jetzt in der Strasse von Hormus den Schutz der Handelsschiffe nicht mit diplomatischen oder auch militärischen Mitteln gewährleisten können, dann würde das möglicherweise nicht nur für deutsche Reeder Konsequenzen bis hin zu einer Umleitung des Schiffsverkehrs haben.» (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Midnight 15.06.2019 08:44
    Highlight Highlight Also die Manipulationen, die der Iran in letzter Zeit angeblich so bewerkstelligt haben soll, spielen den Amis schon ziemlich in die Hände.

    Ein Schelm, wer böses denkt...
  • Adumdum 15.06.2019 01:31
    Highlight Highlight Was ich nicht verstehe: wer hat das Farb- Foto vom Tanker mit "Damage" und "likely mine" gemacht? Gibt's dazu Informationen? Vom Winkel her muss das von einem Boot aus gemacht sein.

    Hat man dann die Schiffsbesatzung gewarnt? Oder Iran angerufen um die Mine wieder zu entfernen??

    Dazu muss es dich sicher Infos geben. Nicht allerdings wenn das alles per Photoshop gemacht wurde...
  • S B 14.06.2019 23:43
    Highlight Highlight Wieso sollte auch ausgerechnet der Iran ein Schiff unter Japanischer Flagge angreifen, wenn doch gerade der Japanische Premier in Teheran verweilt?! Schon seit Wochen wurde ab und zu ein Schiff beschossen. Die Amis überreagieren verdächtig stark. Es erinnert an Vietnam, Kubakriese, Irakkrieg, 911 (?) ect.
    Fragt man sich, wer von einer Eskalation profitieren würde, wird schnell klar, wer/was dahinter steckt.

    @watson danke für die kritische Berichterstattung und fürs nicht blinde abdrucken transatlantischer Quellen!
    Weiter so!
    • Ueli Blocher 15.06.2019 14:19
      Highlight Highlight S B
      Und warum sollten Iraner ein Deutschen Schiff angreifen wenn die ja intensive Versuchen das Abkommen zu retten?
      Für mich klingt alles nach Fals Flag. Die dachten sich, greifen wir ein Deutschen Schiff an dan kehrt sich die Meinung in Deutschland und die Unterstützen uns dann beim Angriff. Nur Doof das es für den Iran gar keinen Grund gibt genau die anzugreifen die sie selber Unterstützen.
  • Wenzel der Faule 14.06.2019 21:26
    Highlight Highlight Haben die ned geschaut wohin das Bötchen fährt?
  • Dirk Leinher 14.06.2019 20:54
    Highlight Highlight Iran will die Sanktionen loswerden und keinen Krieg. Daher halten sie sich auch nach wie vor an den Deal. Es kann eigentlich nur jemand gewesen sein, der von einem Krieg provitieren könnte. Die Waffenlobby ist sicher an erster Stelle zu verdächtigen.
    • T13 15.06.2019 01:08
      Highlight Highlight Oder der mossad die organisation und das offensichtliche hinlenken auf den iran mit video trägt schon ein wenig deren handschrift.
    • Dirk Leinher 15.06.2019 14:38
      Highlight Highlight Mossad grhört für mich zur Waffenlobby
  • Darkside 14.06.2019 17:06
    Highlight Highlight Wäre ja nicht sehr überraschend wenn sich bald, oder auch erst in ein paar Jahren nach einem allfälligen Krieg rausstellt, dass die Amis das ganze inszeniert haben oder?
    • Sharkdiver 15.06.2019 09:14
      Highlight Highlight Ja Gäll so wie 9/11🙈 juhuuu die nächste Verschwörung im Köcher. Trallalalalala ich mach mir die Welt wie ich sie mir vorstell trallalalalala
    • Darkside 15.06.2019 10:44
      Highlight Highlight Nein eher so wie Vietnam oder im Irak, aber ja, mach Du Dir Deine Welt wie es Dir gefällt...
    • Sharkdiver 15.06.2019 13:05
      Highlight Highlight Irak 2 ok, Irak 1 nein. Und Vietnam War Krieg Nord (China) gegen Süd Vietnam. Der Süden hatte die USA um Hilfe gebeten. Macht die schandtaten der USA in diesem Krieg nicht besser aber um die USA gibt es so viele Verschörungen, das ist shit. Man muss der Wahrheit nachgehen und nicht die Geschichte nach Gutdünken frisieren
  • EinfachJemand 14.06.2019 16:57
    Highlight Highlight Endlich mal eine Meldung der US-Propagandamaschinerie, die nicht sofort von allen westlichen Medien übernommen wird.
  • woezzl 14.06.2019 16:46
    Highlight Highlight Ich weiss ja nicht, was verräterischer sein soll: ein Beweisstück am Tatort liegen lassen, oder dieses mit einem 15m langen Boot nach der Tat "unauffällig" mit ca. 10 Mann am Tatort wieder abzuholen.
  • WID 14.06.2019 16:38
    Highlight Highlight Die grösste Schweinerei sind die Umweltschäden die in Kauf genommen werden. Egal von wem.
  • roger.schmid 14.06.2019 16:17
    Highlight Highlight Der japanische Besitzer des Öltankers widerspricht der amerikanischen Darstellung bereits: https://www.nbcnews.com/news/world/japanese-tanker-owner-contradict-u-s-officials-over-explosives-used-n1017556
    • Dirk Leinher 15.06.2019 14:40
      Highlight Highlight Danke für den Link.
  • peasbo 14.06.2019 16:11
    Highlight Highlight Klar waren es die iraner... Die saudis haben nie schuld... *Hustkashoggi husthust*

7-Jähriger liefert sich Tanz-Battle mit Polizisten

Ein ziemlich cooles Tanz-Battle lieferten sich kürzlich der 7-jährige Jayden und ein Polizist aus Denver.

Der Junge wollte eigentlich nur ein Bild des Motorrads machen, doch der Polizist fordert den Jungen kurzerhand zu einem Battle heraus. Der Vater des 7-Jährigen filmte dabei mit seinem Handy – und stellte den unterhaltsamen Tanzwettbewerb darauf ins Netz. Das war begeistert – von den Tanzkünsten Jaydens und natürlich auch jenen des Polizisten.

(ohe)

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