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Emma Amour

Sechs Dinge, die am Frausein scheisse sind

Neulich sitze ich mit Sophie und Cleo auf dem Balkon. Während wir hart an unseren tan lines arbeiten, reden wir über Fakten, bei denen Mother – Nature Pardon – in die Schissi griff.
29.07.2021, 09:1830.07.2021, 15:52

Ich bin immer noch beflügelt. Vom Date/Sex mit Suff-SMS-Sandro. Und weil das so ist, haben wir die letzten Tage/Nächte biz nachgelegt und nachgevögelt, was wir die letzten Monate nicht so gevögelt haben.

Wir sind jetzt auch an einem Punkt angekommen, wo es okay ist, nach dem Sex zu bleiben. Und zu kuscheln. Und das voll easy zu finden.

Bin also maximal gut drauf zurzeit.

Ganz im Gegensatz zu Cleo. Die findet das Leben das Letzte. Ihr wurde das Herz zwei Mal hintereinander gebrochen. Ausserdem sind, sagt sie, ihre Hüften im Umfang gewachsen, während ihre Brüste geschrumpft sein sollen. Sophie und ich sehen davon nix. Als gute Freundinnen leiden wir dennoch mit.

Auswandern oder heiraten, das ist hier die Frage!

Sophie übrigens ist auch gerade nicht so zen. Sie weiss nicht, ob sie heiraten oder lieber alleine ans andere Ende der Welt auswandern will, wo sie eine Auffangstation für Faultiere aufmachen könnte.

So sitzen wir also den ganzen Tag auf meinem Balkon an der Sonne, reden, singen, hassen und lachen. Und weil Cleo findet, dass wir den Hass aufschreiben sollen, um ihn dann zu eliminieren, habe ich genau das getan. Hier also ein Ausschnitt unsere Liste von Dingen, die wir am Frausein scheisse finden. Die Reihenfolge ist purer Zufall.

1. Umkleidekabinen
Es ist egal, in welchem Laden du bist. Die Umkleide ist immer Feind. Die Gründe sind simpel: Da gibt es stets diese gottverdammten Spiegel, die dir eine 360-Grad-Ansicht aufdrängen. Unser Leben war tipptopp, bevor wir wussten, wie wir von der Seite und von hinten aussehen. Next-Level-Hate hier: Bikini-Anprobe und Umkleide. Nuff said.

2. Die latente Angst
Wenn wir nachts alleine nach Hause laufen, schwingt da immer ein bisschen ein ungutes Gefühl mit. Einfach so easy gechillt spazieren und Sound losen? Keine Chance. Wir sind zu sehr damit beschäftigt abzuchecken, dass da keine Gefahr lauert, uns niemand hinterherläuft und/oder dumm anmacht. Am Ende ist es simpel: Wir sind körperlich das schwächere Geschlecht. Und das nervt manchmal.

3. Das Altern
Sophie findet es fies, dass Männer im Alter attraktiver, weiser und spannender werden, während Frauen vor allem in der Blüte ihrer Jugend schön, sexy und eine Sünde wert sind. Sophie hat Schiss, dass sie irgendwann durch eine enorm viel jüngere Frau ersetzt wird. Eine, deren Brüste und Po noch straff sind. Und das, ohne dass sie sich beim Sport einen abrackern muss.

4. Die Menstruationstasse
In unserem Umfeld sind Tampons verpönt. Braucht ja keine mehr. Nicht gut für die Umwelt. Bla Bla. Alle haben eine Menstruationstasse. Wir haben eine solche auch ausprobiert. Sophie hat beim Auswaschen ihrer Tasse ein öffentliches WC in eine Szene wie aus einem Splatter-Movie verwandelt. Alle konnten ihr dabei zusehen. Cleo hat bei ihrer Tasse das Vakuum nicht lösen können. Sie wollte schon zum Notgynäkologen, als es dann doch noch mit sehr viel Ach und Krach klappte. Meine Menstruationstassenerfahrung ist auch nicht schampar lässig: Sie hält einfach nicht, was sie verspricht. Oder ich schnalls einfach nicht.

5. Die Löhne
Es ist super simpel. Gleiche Arbeit gehört gleich entlöhnt. Scheissegal, ob sie von einer Frau oder einem Mann ausgeübt wird. In meinem Kreis verdienen die Männer allesamt mehr als ihre Kolleginnen. Es gibt keinen einzigen Grund, der diese Umstände rechtfertigt. Auch der Fakt nicht, dass «Frauen ja mehr Trinkgeld bekommen, weil sie Frauen sind».

6. Hormonsausen
Neulich haben wir den SRF-«Reporter» «Schluss mit Perioden-Scham» geschaut. Ist ja schliesslich super, dass wir über die Mens reden. Dass im Film echtes Perioden-Blut gezeigt wird, kann man machen, muss man aber, finden wir unisono, nicht. Wir würden uns wünschen, wir würden mehr über Hormone als über das Blut reden. Das Blut ist schliesslich das eine. Das Krasse. Viel krasser aber sind die monatlichen Hormon-Sausen, die uns während eines Zyklus gerne mal an den Rand des Wahnsinns treiben. Melancholie während PMS, Weltschmerz während der Mens und Antriebslosigkeit danach. Das sind die Hormone. Da wünschen wir uns mehr Verständnis und Aufklärung!

Wir haben uns überlegt, ob wir «Kartoffeln zur Welt bringen» auch auf die Liste nehmen sollen. Wir haben uns dagegen entschieden. Wir wissen alle nicht, wie es ist, ein Kind aus sich rauszupressen. Wir glauben aber alle daran, dass es eine wunderbare Gabe ist, eine Kartoffel gebären zu können. Auch wenns glaubs (Haha!) biz weh tut.

So. Cleo und Sophie geht es jetzt biz besser. Mir gehts sowieso gut. Bin ja immer noch im Suff-SMS-Sandro-Hoch.

Cleo sagt, ich soll schreiben, dass die watson-LeserInnen unsere Liste ergänzen sollen. «Dann drucken wir alles aus, verbrennen die ganze Scheisse und tanzen feierlich ums Feuer.»

Sophie derweil will wissen, was Männer am Männersein kacke finden.

Ich im Hormon-Hoch derweil will den Spiess umdrehen: Was ist das Tolle am Frausein? Was das Geile am Typsein?

Adieu,

PS: Emma Amour gibt es jetzt auch als Buch!
«EMMA AMOUR UND KID CLEO – Liebe, Sex und andere Eskapaden»
Emma und Cleo gibt es als Buch! >>

Sexpannen, Liebeskummer und verrückte Dates: Niemand erzählt in der Schweiz so authentisch und unverblümt wie Emma Amour. Seit Januar 2018 lässt die Zürcherin die watson-User an ihrem Leben teilhaben. Wenn sie eine Auszeit nimmt, springt ihre beste Freundin Cleo ein.

Emma und Cleo könnten unterschiedlicher nicht sein, was sie jedoch verbindet: ein zeitweise fantastisches, zeitweise frustrierendes, aber nie langweiliges Liebes- und Sexleben.

Hier kannst du das neue Buch bestellen >>

Informationen zum Buch
Herausgeberin: watson
Erscheinungstermin: 12.02.2021
ISBN: 978-3-03902-124-6
Einband: Broschur mit Klappe
Umfang: 160 Seiten, 8 Illustrationen
Format: 13,5 x 21

Buchpreis
CHF 18.00 (CH)
EUR 18.00 (D)
EUR 19,00 (A)

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… Stadtmensch, Single, Mitte 30 – und watsons Bloggerin, die nicht nur unverfroren aus ihrem Liebesleben berichtet, sondern sich auch deiner Fragen annimmt. Und keine Sorge: Du wirst mit deinen Fragen anonym bleiben – so wie auch Emma. Madame Amour ist es nämlich sehr wichtig, auch weiterhin undercover in Trainerhosen schnell zum Inder über die Strasse hoppeln zu können.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
Das bin nicht ich, aber so würde ich als Illustration aussehen. Öppe.
bild: watson
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