Sport kompakt
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

French Open

Djokovic erteilt Tsonga eine heftige Lehrstunde – Murray gewinnt Vier-Stunden-Drama



Andy Murray hat den am Samstag beim Stand von 3:6, 6:3, 6:3, 4:6, 7:7 wegen Dunkelheit abgebrochenen Drittrundenmarathon gegen Philipp Kohlschreiber gewonnen. Der Schotte, der in der Nacht kaum schlafen konnte, musste gegen den Deutschen aber auch heute hart kämpfen. 

Britain's Andy Murray celebrates winning the third round match of the French Open tennis tournament against Germany's Philipp Kohlschreiber at the Roland Garros stadium, in Paris, France, Sunday, June 1, 2014. Murray won in five sets 3-6, 6-3, 6-3, 4-6, 12-10. (AP Photo/Darko Vojinovic)

Murray steht die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Bild: Darko Vojinovic/AP/KEYSTONE

Kohlschreiber konnte Murrays ersten Matchball beim Stand von 8:9 abwehren und hatte wenig später die Chance, der Weltnummer 8 den Aufschlag abzunehmen. Doch Murray befreite sich aus der Situation und verwertete schliesslich nach 4:07 Stunden seinen zweiten Matchball zum 12:10. «Das war hart. Jetzt muss ich mich so gut wie möglich erholen», sagte der sichtlich erschöpfte Olympiasieger nach der Partie.

Wesentlich souveränerer bewältigt Novak Djokovic seine Aufgabe. Der Serbe fegt im Kracher des Tages Lokalmatador Jo-Wilfried Tsonga in drei Sätzen mit 6:1, 6:4, 6:1 vom Court. Für diese Machtdemonstration benötigt der 27-Jährige lediglich 1:29 Stunden. Damit meldet er seine Ansprüche auf den letzten noch fehlenden Grand-Slam-Titel in seiner Sammlung deutlich an. Im Viertelfinal trifft der Djoker auf Milos Raonic. Dieser entledigte sich seinem Gegner Marcel Granollers ebenfalls mühelos mit 6:3, 6:3, 6:3. 

France's Jo-Wilfried Tsonga gestures during a break of his French tennis Open round of sixteen match against Serbia's Novak Djokovic at the Roland Garros stadium in Paris on June 1, 2014. AFP PHOTO / MIGUEL MEDINA

Da schmerzt der Kopf: Jo-Wilfried Tsonga werden die Bälle nur so um die Ohren geschlagen. Bild: AFP

Tomas Berdych wartet im Viertelfinal der French Open auf den Ernests Gulbis. Die tschechische Weltnumer 6 schlägt US-Aufschlagshüne John Isner 6:4, 6:4, 6:4. «Mein Plan ist aufgegangen. Ich bin sehr glücklich, dass ich hier in drei Sätzen gewonnen habe», freut sich Berdych, der in Roland Garros erst einmal den Halbfinal erreicht hat (2010).

Eugenie Bouchard hat bei den Frauen ebenfalls die Viertelfinals erreicht. Die 20-jährige Kanadierin besiegte die Deutsche Angelique Kerber in nur 51 Minuten 6:1, 6:2.

Bouchard zeigte eine überrgende Leistung. Nach 16 Minuten stand es bereits 0:5, erst dann gelang Kerber der erste Spielgewinn. Nach nur 22 Minuten war der erste Satz weg. Mit ihren aggressiven Returns brachte sie ihre Gegnerin immer wieder arg in Bedrängnis. Und auch der Aufschlag funktionierte besser als noch in den ersten drei Runden.

Eugenie Bouchard of Canada reacts during her women's singles match against Angelique Kerber of Germany at the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium in Paris June 1, 2014.      REUTERS/Gonzalo Fuentes (FRANCE  - Tags: SPORT TENNIS)

Eugenie Bouchard steigert sich von Runde zu Runde.  Bild: GONZALO FUENTES/REUTERS

Bouchard gilt nach dem Favoritinnensterben neben der Rumänin Simona Halep als grosse Anwärterin auf den zweiten Grand-Slam-Titel des Jahres. Eine Woche vor den French Open gewann sie in Nürnberg ihren ersten WTA-Titel. Beim Australian Open stand die Juniorinnensiegerin von Wimbledon von 2012 erstmals im Hauptfeld eines Majors und erreichte sogleich den Halbfinal. (pre)

French Open, Achtelfinals und 3. Runde

T. Berdych – J. Isner 6:4, 6:4, 6:4

E. Bouchard – A. Kerber 6:1, 6:2

F. Verdasco – R. Gasquet 6:3, 6:2, 6:3

A. Murray – P. Kohlschreiber 3:6, 6:3, 6:3, 4:6, 12:10

M. Raonic – M. Granollers 6:3 6:3 6:3

N. Djokovic – J. Tsonga 6:1 6:4 6:1

M. Scharapowa – S. Stosur 3:6 6:4 6:0

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Unvergessen

Marc Rosset holt sich an Federers 11. Geburtstag sensationell Olympiagold

8. August 1992: Marc Rosset siegt im Olympia-Final gegen Lokalmatador Jordi Arrese und gewinnt in Barcelona Gold. Mit dem überraschenden Coup hält der Genfer als einziger Medaillengewinner auch die Schweizer Fahne hoch.

Noch einmal nimmt Marc Rosset Mass, noch einmal drückt er die Filzkugel mit Topspin ins Feld, noch einmal degradiert er den Spanier Jordi Arrese zum Zuschauer. Dann: Jubelpose im Sand, Hände über dem Kopf zusammenschlagen, der ungläubige Blick auf die Anzeigetafel. 7:6, 6:4, 3:6, 4:6, 8:6 steht da geschrieben.

Marc Rosset läuft zum Netz, umarmt den glücklosen Lokalmatador. Der Schlaks und sein Gegner, es sieht aus wie bei Vater und Sohn, etwas unbeholfen und fremd. Aber der «Vater» ist …

Artikel lesen
Link zum Artikel