Plötzlich geht es schnell – so entsteht ein «Flashover»
Die Walliser Behörden sprechen von einem plötzlichen Brand in der Silvesternacht in einer Bar von Crans-Montana, einem so genannten Flashover. Dieses sich plötzlich ausbreitende Feuer habe eine oder mehrere Explosionen ausgelöst.
Doch was ist ein Flashover überhaupt?
Unter einem Flashover kann der schlagartige Übergang von einem lokal begrenzten Feuer zu einem Vollbrand verstanden werden. Ein Brand kann beispielsweise bei einem Gerät in einem Raum beginnen.
Staut sich Hitze an der Decke eines Raumes, breiten sich Rauchgase im Raum aus, und es wird sehr schnell mehrere hundert Grad heiss.
Ein Video zeigt den Brand in der Bar:
Das kann dazu führen, dass schlagartig weitere brennbare Gegenstände gleichzeitig zu brennen beginnen und sich die Flammen rasend schnell ausbreiten. Ab einer gewissen Hitze beginnen plötzlich auch Gegenstände zu brennen, die zuvor nur erhitzt wurden. Wenn es so weit ist, spricht man von einem Flashover.
Für Laien sind die Anzeichen kaum erkennbar. Doch dunkler Rauch und eine stark ansteigende Hitze können auf einen Flashover hindeuten.
Entsteht ein Brand bewegen sich die Temperaturen zunächst noch unter 300 Grad. Kommt es zu einem Flashover steigen sie schnell auf bis zu 500 oder gar 1000 Grad an.
Ist es soweit, ist ein Überleben kaum noch möglich. Die Situation ist auch für ausgerüstete Feuerwehrleute lebensgefährlich.
Dieses Video aus den USA zeigt, wie ein Flashover entstehen und wie schnell es plötzlich gehen kann:
Eine Brandursache haben die Behörden bis jetzt noch nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen laufen. (cma/sda)
