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Medienkonferenz in Malaysia

Keine Überlebende bei MH370: Regierung gibt am Dienstag mehr Details bekannt



Liveticker: MH370 Medienkonferenz

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Spur von MH370 endet im indischen Ozean
Laut der malaysischen Regierung soll die Spur der vermissten Maschine im südlichen, indischen Ozean geendet haben. Sie will sich dabei auf Analysen des britischen Satellitenbetreibers Inmarsat gestützt haben. Allerdings wurden bisher kaum Details bekannt, wie diese Berechnung genau vonstatten ging. Der malaysische Premier sagte lediglich: Inmarsat habe eine Art Analyse verwendet, die bei solchen Untersuchungen bisher noch nie verwendet worden sei.
Folgt man den Aussagen der malaysischen Behörden, müsste sich die Spur von MH370 nach aktuellsten Erkenntnissen ungefähr hier verloren haben:

Malaysia Airlines informierte nicht nur per SMS
Nach der Veröffentlichung der SMS, welche die Fluggesellschaft den Familienangehörigen geschickt hatte, meldeten sich Kritiker zu Wort. Sie fanden diese Art der Kommunikation pietätlos. Offenbar hat Malaysia Airlines eine Mehrheit der Angehörigen persönlich oder via Telefon benachrichtigt.
Komplette Passagierliste veröffentlicht
Das «Wall Street Journal» hat die komplette Passagierliste der Malaysia Airlines veröffentlicht. Inklusive der 12 Crew-Mitglieder.


Delegation der Familienangehörigen äussert seinen Unmut
Vertreter der chinesischen Angehörigen von Flug MH370 kritisieren die malaysische Regierung wegen absichtlichen Verzögerungen und Vertuschungen.

BEIJING, CHINA - MARCH 24:   Representatives of relatives of passengers on Malaysia Airlines flight MH370 make a statement  at Lido Hotel on March 24, 2014 in Beijing, China. Malaysian Prime Minister announced that Flight MH370 crashed Into Southern Indian Ocean, citing analysis of satellite data.  (Photo by Lintao Zhang/Getty Images)
Bild: Getty Images AsiaPac
Bergung mit deutschem U-Boot «Abyss»?
Für eine Bergung oder Suchmission mehrere Tausend Meter unterhalb des Meeresspiegels kommen nur wenige Möglichkeiten in Betracht. Eine davon könnte eine deutsche U-Boot-Firma bieten. Das Geomar-Helmholt-Zentrum für Ozeanforschung rechnet mit einem Suchauftrag sollten der Fund von Trümmerteilen bestätigt werden. Der Einsatz des U-Boots müsste jedoch mehrere Monate lang vorbereitet werden. Es ist eines von nur drei U-Booten weltweit, die fähig sind in eine Tiefe von 6000 Metern vorzudringen.
Electrical engineer Lars Triebe inspects the Autonomous Underwater Vehicle (AUV) 'Abyss' in preparation for operational service, at the Helmholtz Centre for Ocean Research Kiel (GEOMAR) in Kiel March 24, 2014. The 'Abyss', one of only three worldwide unmanned deep sea search submarines, may join the hunt for the missing Malaysia Airlines flight MH370. The submarine is designed to perform hydrographic reconnaissance in all parts of the ocean in depths up to 6000 meters and can stay submerged for up to 22 hours.   REUTERS/Fabian Bimmer (GERMANY - Tags: DISASTER MARITIME POLITICS SCIENCE TECHNOLOGY TPX IMAGES OF THE DAY) - RTR3IDIG
Bild: © Fabian Bimmer / Reuters/REUTERS
Mehr Klarheit am Dienstag
Morgen Dienstag soll es endlich Klarheit geben. Der malaysische Premierminister hatte heute angekündigt, am Dienstag mehr Details zum Unglück rund um Flug MH370 bekanntzugeben. Zudem soll in wenigen Stunden ein Schiff der australischen Marine den Ort erreichen, an dem ein Suchflugzeug zwei Teile entdeckt hatte.
Warum uns das Verschwinden von Flug MH370 so fasziniert
Ein interessanter Kommentar auf Slate.com erläutert, warum die Öffentlichkeit die Entwicklungen um Flug MH370 geradezu obsessiv verfolgt. In einer Welt der konstanten Überwachung könne es einfach nicht sein, dass ein Flugzeug mit 239 Menschen einfach so – ohne Spuren zu hinterlassen – verschwinde, schreibt Emily Yoffe.
Könnte Sauerstoffmangel der Grund für den Absturz sein?
Die malaysischen Böherden bestätigten heute, dass die Maschine wohl vor Australien im indischen Ozean abstürzte. Unklar bleibt weiterhin die Absturzursache. Laut «Aargauer Zeitung» könnte der Grund ein plötzlicher Durckabfall in der Kabine sein, der mit einem akuten Sauerstoffmangel im Körper, einer Hypoxie, verbunden ist.

Etwas Ähnliches spielte sich im Dezember 2005 auf dem Flug 522 der griechischen Helios Airways nach Prag ab. Wegen eines Druckabfalls im Cockpit wurden die Piloten bewusstlos. Über eine Stunde lang flog das Flugzeug per Autopilot Warteschleifen über dem Athener Flughafen. Als dem Flugzeug das Benzin ausging, prallte es gegen einen Berg. Alle 115 Passagiere und die sechs Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
Reaktionen der Angehörigen: Zwischen Tumult und Trauer
Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht zu den Reaktionen der Familienangehörien auf die Medienkonferenz des malaysischen Premierministers.
Angehörige brechen nach Medienkonferenz zusammen - andere twittern herzzerreissende Botschaften
Eine Angehörige des Flugs MH370 wird auf einer Barre aus dem Hotel gebracht. Viele andere Angehörige brechen weinend zusammen.
BEIJING, CHINA - MARCH 24:   A family member of a passenger from the missing Malaysia Airlines flight MH370 is cared for after fainting at Lido Hotel on March 24, 2014 in Beijing, China. Malaysian Prime Minister announced that Flight MH370 crashed Into Southern Indian Ocean, citing analysis of satellite data.  (Photo by Lintao Zhang/Getty Images)
Bild: Getty Images AsiaPac
epa04139022 Relatives of passengers of the missing Malaysia Airlines flight MH370 react after watching a news broadcast from Kuala Lumpur, at hotel in Beijing, China, 24 March 2014. Malaysian Prime Minister Najib Razak announced that Malaysian missing airlines MH370 has ended in south Indian Ocean. The Beijing-bound Malaysian Airlines flight MH 370, a Boeing 777-200 carrying 239 people on board, disappeared from the radar on 08 March after it took off from the Kuala Lumpur International Airport.  EPA/ROLEX DELA PENA
Bild: ROLEX DELA PENA/EPA/KEYSTONE
Maira Nari, die Tochter des Chef-Stewards an Bord von Flug MH370, twitterte noch während der Medienkonferenz eine Nachricht, bestimmt für ihren Papa.

Tumulte nach Medienkonferenz
Die chinesischen Familienangehörigen des Flugzeugs der Malaysia Airlines nahmen die Nachricht vom Absturz mit Wut und Erschütterung auf. Im Pekinger Lido Hotel, wo sie am Montag informiert wurden, dass niemand überlebt habe, kam es zu Tumulten. Wütende Angehörige gingen auf wartende Medienvertreter los. Diese hatten den Saal belagert, in dem die Familien die Informationen erhalten hatten und trauerten.
Der malaysische Premiermenister hatte kurz zuvor an einer Medienkonferenz berichtet, dass das letzte Signal der Boeing 777 westlich der westaustralischen Stadt Perth im indischen Ozean abgefangen wurde. Es sei eine abgelegene Region, weit fort von jeder Landemöglichkeit. Dies hätten neueste eindeutige Analysen des Satellitenbetreibers Inmarsat und der britischen Untersuchungsbehörde für Luftunfälle (AAIB) ergeben. Das Wort Absturz wurde von den malaysischen Behörden nicht in den Mund genommen. Jedoch wurde mitgeteilt, dass man nicht mehr mit Überlebenden rechne. Unklar bleibt, weshalb die vermisste Maschine abgestürzt ist, sie ihren Kurs änderte und warum alle Kommunikationsinstrumente an Bord allmählich ausfielen. Die Polizei in Malaysia ermittelt wegen Sabotage, Entführung und Terrorismus. Die Ermittler haben aber einen technischen Fehler an Bord nicht ausgeschlossen. Weil die wahrscheinliche Absturzstelle in internationalen Gewässern liegt, wird Malaysia als Heimatstaat des Flugzeugs die weiteren Ermittlungen leiten. (tvr/sda)
Hier wurde der Unglücksort festgestellt
Ein BBC-Korrespondent zeigt eine Innenaufnahme des Satellitenbetreibers Inmarsat, wo die Daten zu Flug MH370 analysiert und der letzte Aufenthaltsort der Maschine westlich von Australien verifiziert wurde.


Mögliche Bergung im indischen Ozean könnte schwierig werden
Eine Bergung in den Tiefen des indischen Ozeans könnnte äusserst anspruchsvoll werden. Dies zeigt die untenstehende Grafik.

Fluggesellschaft drückt auf Webseite Beileid aus
Die Fluggesellschaft spricht auf ihrer Website den Angehörigen von Crew und Passagieren ihr Beileid aus. Es gebe keine Worte, welche die Schmerzen lindern könnten, heisst es in der Mitteilung. Malaysia Airlines werde die Angehörigen weiter unterstützen. Die Suche nach der Maschine werde fortgesetzt, in der Hoffnung Antworten zu finden. (sda)
Screenshot eines SMS an Angehörige aufgetaucht
Wie bereits berichtet, hat die Malaysia Airlines an die Angehörigen der vermissten Maschine eine SMS geschickt. Nun ist ein Screenshot davon auf Twitter aufgetaucht.


Flugzeug stürzte laut Malaysias Premier im Indischen Ozean ab
Die seit mehr als zwei Wochen verschollene malaysische Passagiermaschine mit der Flugnummer MH370 ist nach Angaben der Regierung in Kuala Lumpur in den Indischen Ozean gestürzt. Das erklärte Regierungschef Najib Razak am Montag vor den Medien.

Das letzte Signal sei von einer Region westlich von Perth in Australien aufgefangen worden, weitab von jeder Landemöglichkeit, sagte Najib am Montag vor der Presse in Kuala Lumpur. «Mit Bedauern und Betroffenheit muss ich sagen (...), dass Flug MH370 über dem südlichen Indischen Ozean geendet hat», sagte der Premier.

Die neue Analyse stamme von der Satellitenfirma Inmarsat, welche die letzten elektronischen Signale der Boeing mit 239 Menschen an Bord aufgefangen hatte, sagte Najib. Zuvor hatte die Besatzung eines australischen Flugzeugs rund 2500 Kilometer südwestlich von Perth weitere verdächtige Trümmerteile im Meer entdeckt.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 8. März mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Später stellte sich heraus, dass Flug MH370 noch stundenlang mit geänderter Route weitergeflogen sein muss. (sda/dpa/afp)
Medienkonferenz in Bewegtbild
BBC veröffentlicht gesamte Ansprache
Das ganze Statement des malaysischen Premierministers Mohd Najib Tun Razak gemäss «BBC» im Wortlaut:

«This evening I was briefed by representatives from the UK Air Accidents Investigation Branch (AAIB). They informed me that Inmarsat, the UK company that provided the satellite data which indicated the northern and southern corridors, has been performing further calculations on the data. Using a type of analysis never before used in an investigation of this sort, they have been able to shed more light on MH370's flight path.
Based on their new analysis, Inmarsat and the AAIB have concluded that MH370 flew along the southern corridor, and that its last position was in the middle of the Indian Ocean, west of Perth.
This is a remote location, far from any possible landing sites. It is therefore with deep sadness and regret that I must inform you that, according to this new data, flight MH370 ended in the southern Indian Ocean.
We will be holding a press conference tomorrow with further details. In the meantime, we wanted to inform you of this new development at the earliest opportunity. We share this information out of a commitment to openness and respect for the families, two principles which have guided this investigation.
Malaysia Airlines have already spoken to the families of the passengers and crew to inform them of this development. For them, the past few weeks have been heartbreaking; I know this news must be harder still. I urge the media to respect their privacy, and to allow them the space they need at this difficult time.»
Suche nach dem Wrack geht weiter
Flug MH370 oder deren Trümmerteile sind aber noch nicht gefunden. Die Suche nach dem Wrack geht weiter. Die Aussagen des malaysischen Premiers basieren auf umfassenden Analysen von Satellitenbildern. Zwei Flugzeuge entdecken heute in den frühen Morgenstunden (MEZ) im Meer treibende Gegenstände, bei denen es sich um Wrackteile handeln könnte. Eins der Objekte ist demnach grau oder grün und rund, das andere ist orangefarben und rechteckig. Ein Schiff der australischen Marine, die «HMAS Success», steuerte die Region an. Es soll Dienstagmorgen (MEZ) vor Ort sein. (sda)
Aufwändige Berechnungen
Aufwändige, erstmals ausgeführte Berechnungen, die von Inmarsat und der britischen AAIB durchgeführt wurden, lassen kaum mehr Zweifel daran, dass die Unglücksmaschine im südlichen indischen Ozean abgestürzt ist.
Ausführlichere Informationen am Dienstag
Die äusserst kurze Mitteilung des malaysischen Premiers wird morgen an einer ausführlichen Medienkonferenz konkretisiert.
Offene Fragen
Weder zum konkreten Absturzgrund, noch zur Frage, warum sich die Maschine ausgerechnet Richtung Süden begab, machte der Premierminister Angaben. Zur Erinnerung: Die ursprüngliche Flugroute war vom malaysischen Kuala Lumpur Richtung Peking.
Letzte bekannte Position vor Perth, Australien
Laut dem Premierminister gibt es neue Analysen von Satellitenaufnahmen. Flug MH370 soll in den südlichen der beiden grossen Suchkorridore geflogen sein. Die letzte bekannte Position habe sich im indischen Ozean südlich der westaustralischen Stadt Perth befunden.
Angehörige werden nach Australien gebracht
Laut chinesischen Medienberichten sollen die Angehörigen der vermissten Maschine schnellstmöglich nach Australien gebracht werden. Dies ist offenbar die geografisch nächstliegende Stelle mit Festland zum Unglücksort.
Flug MH370 im südlichen indischen Ozean verschollen
Das Flugzeug muss gemäss Text also im südlichen Teil des indischen Ozeans abgestürzt sein.
SMS an Angehörige
Gemäss der «BBC» wurde von der Malaysia Airlines an die Angehörige eine Kurznachricht mit folgendem Inhalt gesandt:

«Malaysia Airlines deeply regrets that we have to assume beyond any reasonable doubt that MH370 has been lost and that none of those on board survived. As you will hear in the next hour from Malaysia's Prime Minister, we must now accept all evidence suggests the plane went down in the Southern Indian Ocean.»
Der malaysische Premierminister Mohd Najib Tun Razak hatte die Medienkonferenz sehr kurzfristig anberaumt

Nur kurzes Statement
Die kurzfristig einberaumte Medienkonferenz ist bereits vorbei.
Bekannt wurde, dass die Behörden sich ziemlich sicher sind, dass alle Passagiere und Crew tot sind.
Medienkonferenz zu MH370
Der malaysische Premierminister spricht.
Die letzte Position ist weit weg von der ursprünglichen geglaubten.
Der Sprecher will den Angehörigen der Passagiere und Crew sein Beileid aussprechen.
Die zwei letzten Wochen waren herzzerreisend.
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