Wie aus zwei Fremden ein Team für das Champions-League-Finale wurde
Die Jagd nach dem goldenen Couvert
Dafür wurden in Zürich 10 goldene Couverts versteckt. Wer eines davon fand, hatte jedoch noch lange nicht gewonnen. Das Couvert war lediglich die Eintrittskarte zur nächsten Runde. Denn die eigentliche Herausforderung begann erst danach: Die Teilnehmenden erhielten 30 Minuten Zeit, um einen Fussball-Look-alike zu finden. Also jemanden, der einem bekannten Fussballstar möglichst ähnlich sieht. Klingt zunächst machbar. Doch es gab einen entscheidenden Haken.
Kein Freund, keine Bekannte, sondern eine fremde Person
Die gesuchte Person durfte weder ein Freund noch eine Bekannte sein. Gesucht wurde jemand völlig Fremdes. Plötzlich wurde Zürich zur Casting-Bühne. Menschen wurden angesprochen, Gesichter verglichen und potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten genauer unter die Lupe genommen. Wer erinnert ein wenig an Jude Bellingham? Wer könnte als Harry Kane durchgehen? Und vor allem: Wer wäre offen genug, sich auf eine ziemlich verrückte Idee einzulassen?
Denn am Ende wartete mehr als nur ein lustiges Erinnerungsfoto. Die Person mit dem überzeugendsten Fussball-Doppelgänger würde gemeinsam mit dieser fremden Person und Gabirano nach Budapest reisen – inklusive Besuch des UEFA Champions League Finals.
Die eigentliche Challenge hatte wenig mit Doppelgängern zu tun
Natürlich ging es bei der Challenge nicht wirklich um Doppelgänger. Die eigentliche Frage war eine andere: Kann eine gemeinsame Leidenschaft Menschen tatsächlich so schnell zusammenbringen, wie wir es immer behaupten? Immerhin entstehen viele Begegnungen heute digital. Gleichzeitig geben immer mehr Menschen an, dass ihnen echte soziale Kontakte fehlen.
Umso spannender ist die Frage, warum manche Menschen innerhalb weniger Minuten miteinander ins Gespräch kommen, obwohl sie sich zuvor noch nie begegnet sind. Fussball scheint dabei eine besondere Rolle zu spielen.
Wenn aus Fans plötzlich Bekanntschaften werden
Aktuelle Zahlen zeigen, dass drei von vier Fans durch ihre Leidenschaft bereits neue Menschen kennengelernt haben. Fast 60 Prozent sagen sogar, dass daraus einige ihrer engsten Freundschaften entstanden sind.
Fussball gehört dabei zu den stärksten sozialen Verbindern überhaupt. Oft spielt es keine Rolle, welche Sprache jemand spricht, woher die Person kommt oder welchen Hintergrund sie hat. Die gemeinsame Begeisterung reicht aus, um ein Gespräch zu starten. Genau das wurde auch in Zürich sichtbar.
Fremde Menschen kamen miteinander ins Gespräch, lachten gemeinsam über die Herausforderung und tauschten sich über Fussball aus. Was als Wettbewerb begann, entwickelte sich immer wieder zu echten Begegnungen.
Das Ticket nach Budapest
Am Ende entschied Gabirano, welches Duo ihn am meisten überzeugte. Seine Wahl fiel auf zwei Menschen, die sich vor der Challenge noch nie begegnet waren und innerhalb kürzester Zeit zu einem Team wurden. Eine Woche später standen sie gemeinsam in Budapest und erlebten eines der grössten Fussballereignisse des Jahres aus nächster Nähe.
Was mit einem versteckten Couvert in Zürich begonnen hatte, endete beim UEFA Champions League Finale.
Vielleicht haben Fans tatsächlich mehr Freunde
Die neue Heineken-Kampagne trägt den Namen «Fans Have More Friends».
Die Idee dahinter ist simpel: Gemeinsame Leidenschaften machen es einfacher, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Nach diesem Experiment wirkt das weniger wie ein Werbeslogan und mehr wie eine ziemlich treffende Beschreibung dessen, was passiert, wenn Menschen ihre Leidenschaft teilen.
Manchmal reicht dafür ein Fussballspiel. Manchmal ein Trikot. Und manchmal ein erstaunlich guter Fussball-Doppelgänger.
