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Mehr als 50 Tote und über 200 Verletzte durch Schüsse in Las Vegas



Bei dem Angriff auf ein Freiluftkonzert in Las Vegas sind nach neuen Angaben mehr als 50 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Der nach dem Angriff von der Polizei getötete Schütze wurde als der 64 Jahre alte Stephen Paddock identifiziert.

«Wir glauben, dass es ein Einzeltäter ist. Ein einsamer Wolf», sagte Bezirkssheriff Joe Lombardo. Es ist damit das tödlichste derartige Verbrechen in der US-Kriminalgeschichte.

Die Schüsse auf das Country-Music-Konzert waren aus dem 32. Stockwerk des Casino-Hotels Mandala Bay abgegeben worden. Wie Lombardo weiter sagte, wurden in dem Hotelzimmer, von dem aus der Schütze auf Konzertbesucher feuerte, mehrere Waffen gefunden. Die Begleiterin des Täters sei gefunden worden.

Der Schütze hatte am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf die Besucher eines Konzerts im Rahmen des Country-Music-Festivals Route 91 Harvest geschossen. Augenzeugen berichteten von Hunderten Schüssen bei dem Konzert mit rund 30'000 Besuchern.

Dabei schien es sich um Schüsse aus einer automatischen Waffe zu handeln. Auf Bildern vom Angriffsort waren flüchtende Konzertbesucher zu sehen sowie auf dem Boden liegende Menschen.

Keine Information über Schweizer Opfer

Über allfällige Schweizer Opfer liegen derzeit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) keine Informationen vor, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mitteilte. Abklärungen dazu seien im Gang. Das EDA stehe im Kontakt mit den lokalen Behörden.

Die Polizei rief die Bevölkerung per Twitter dazu auf, die Gegend nahe der Meile voller riesiger Casinos sowie dem Flughafen zu meiden. Sie schrieb auch, dass einige Flüge zum nahe gelegenen Flughafen der Stadt umgeleitet worden seien. Der bekannte Boulevard der Metropole, der sogenannte Strip, sei gesperrt worden.

Die Polizei ermahnte die Menschen während des Einsatzes, keine Livestreams von dem laufenden Polizeieinsatz ins Internet zu stellen. Dies könnte die Einsatzkräfte in Gefahr bringen, twitterte die Behörde. Die Polizei ging im Laufe der Fahndung davon aus, dass keine weiteren Täter beteiligt waren.

Countryband flüchtet von Bühne

Die tödlichen Schüsse fielen während eines Auftritts von Countrysänger Jason Aldean. Er und seine Band flüchteten von der Bühne und blieben unversehrt, wie Aldean selbst wenige Stunden nach dem Blutbad mitteilte.

«Heute Nacht war mehr als schrecklich», schrieb der Künstler. «Mir fehlen immer noch die Worte, aber ich wollte euch wissen lassen, dass ich und meine Crew in Sicherheit sind. Meine Gedanken und Gebete gelten allen, die heute betroffen wurden.»

Es schmerze ihn zutiefst, fuhr der Sänger fort, dass dies Menschen zugestossen sei, «die gekommen sind, um Freude zu haben». Es hätte, so Aldean, «eine Nacht mit Spass sein sollen».

Der Gouverneur von Nevada, Brian Sandoval, sprach auf Twitter von einer tragischen und abscheulichen Gewalttat. «Unsere Gebete gelten allen, die von diesem feigen Akt betroffen sind.» (sda/afp/dpa)

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