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Iran fordert «Zusicherungen» von Unterzeichnern des Atomabkommens

14.05.18, 10:24


Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif hat von den nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen verbliebenen Vertragspartnern «Zusicherungen» gefordert. Bei Sarifs Besuch in Moskau sicherte Russland seine Unterstützung zu.

Ziel seiner derzeitigen Reise sei es, «Zusicherungen» zu erlangen, «dass die Interessen der iranischen Nation verteidigt werden», sagte Sarif bei einer gemeinsamen Medienkonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Moskau am Montag.

Sarif besucht derzeit als Teil einer diplomatischen Offensive des Iran alle verbliebenen Vertragspartner des Atomabkommens von 2015. Am Dienstag wird der iranische Aussenminister in Brüssel erwartet, am Sonntag hatte er bereits seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi in Peking getroffen.

Russlands Aussenminister Lawrow erklärte vor den Medien, Russland und Europa müssten «gemeinsam ihre rechtmässigen Interessen» bezüglich des Atomabkommens verteidigen. Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, aus der Vereinbarung auszusteigen, habe eine Krisensituation geschaffen, sagte Lawrow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

60 Tage

Der Iran setzte der Europäischen Union eine Frist von 60 Tagen, um die Umsetzung des Atomabkommens auch nach dem Ausstieg der USA zu garantieren. Das sei bei einem Treffen am Sonntag festgelegt worden, an dem der iranische Vize-Aussenminister Abbas Araghchi teilnahm, berichtete das Internetportal des Parlaments in Teheran.

Nach Informationen aus Teheran verlangt das EU-Trio Deutschland, Frankreich und Grossbritannien aber 90 Tage. Das Thema solle deshalb beim Treffen der Aussenminister am Dienstag in Brüssel erörtert werden.

US-Präsident Donald Trump hatte am vergangenen Dienstag den Ausstieg seines Landes aus dem Atomabkommen verkündet, das die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland 2015 nach jahrelangen Verhandlungen mit dem Iran geschlossen hatten. Trump leitete zugleich die Rückkehr zu Sanktionen gegen den Iran ein, die auch europäische Unternehmen treffen könnten, die weiter mit dem Iran Geschäfte machen wollen. (sda/afp/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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