International
Frankreich

Weihnachtsmarkt in Nizza nach schlechtem Scherz geräumt

Weihnachtsmarkt in Nizza nach schlechtem Scherz geräumt

23.12.2019, 13:1723.12.2019, 13:33
Visitors gather around market booths during the Christmas market "Noel aux Bastions" in the Parc des Bastions, in Geneva, Switzerland, Sunday, December 22, 2019. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi ...
Bild: KEYSTONE

Ein schlechter Scherz hat zur Räumung des Weihnachtsmarktes in Nizza geführt. Ein Mann flüsterte einem Sicherheitsbeamten zu, er werde sich eine Bombe besorgen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in der französischen Mittelmeerstadt am Sonntagabend mitteilte.

Daraufhin liess die Polizei die rund 3500 Besucher des Weihnachtsmarktes in Sicherheit bringen. Der Mann wurde anhand von Aufnahmen einer Überwachungskamera identifiziert und festgenommen, als er ein nahegelegenes Kaufhaus betreten wollte. Er räumte gegenüber der Polizei ein, dass er nur einen Witz habe machen wollen. Ihm droht nun eine Strafanzeige wegen des Fehlalarms.

Der Weihnachtsmarkt wurde von einem Bombenspürdienst durchsucht und zwei Stunden später wieder eröffnet. Der Markt ist aus Furcht vor Anschlägen gesichert und kann nur durch Sicherheitsscanner betreten werden.

In Nizza hatte sich am 14. Juli 2016 einer der schwersten islamistischen Anschläge in Frankreich ereignet. Damals raste ein Tunesier in einem Lastwagen in eine Menge und tötete 86 Menschen und verletzte 450 weitere.

Die Berliner Polizei hatte am Samstagabend den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz geräumt, wo der Attentäter Anis Amri im Dezember 2016 bei dem Anschlag mit einem Lkw zwölf Menschen tötete. Hinweise auf einen verdächtigen Gegenstand bewahrheiteten sich aber nicht. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Nizza am Tag danach
1 / 17
Nizza am Tag danach
Der Morgen nach der Terrornacht: Bestürzung und Konsternation bei den Einwohnern von Nizza.
quelle: x00102 / eric gaillard
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Etliche verlassen wegen Netanjahus Rede bei UN-Generalversammlung den Raum
Kein Einlenken bei Gaza, keine Zweifel am Vorgehen gegen den Iran: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei den Vereinten Nationen seinen Kurs mit Nachdruck verteidigt. Internationale Vorwürfe gegen sein Land wies er zurück und griff zugleich seine Kritiker an. «Israel des Völkermords zu bezichtigen, ist die grösste Lüge des Jahrhunderts», sagte er in New York.
Zur Story