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Trotz Warnung: Die Leipziger Buchmesse ist ein Publikumserfolg. Bild: EPA/DPA

Geistige Nahrung

«Woran du erkennst, dass deine Katze deinen Tod plant»

Wer sagt denn, Bücher lesen sei nicht mehr populär. Die Leipziger Buchmesse wurde von Besuchern nahezu überrannt. Dabei wurden auch die ungewöhnlichsten Buchtitel gekürt. Und die Schweiz war Gastland.



Die Leipziger Buchmesse ist am Samstag von Besuchern nahezu überrannt worden. In den Hallen war kaum noch ein Vorwärtskommen. Die Verantwortlichen lenkten die Massen mit Einbahnstrassen-Regelungen durch die Gänge. Bei den Ausstellern sorgte der grosse Besucherandrang für gute Laune. Tanja Postpischil, Sprecherin des Suhrkamp Verlages, sagte, es gebe eine «enthusiasmierte Stimmung für das Buch».

Schweiz als Gastland

Die Schweiz ist in diesem Jahren Gastland der Messe. Sie war dementsprechend mit zahlreichen Autoren wie Martin Suter oder Lukas Bärfuss vertreten.

Doch diese machten nicht nur Werbung für ihre Bücher. Sie sahen sich vor allem genötigt, den Schatten des Schweizer Volksentscheids zur Begrenzung der Zuwanderung von der sonnigen Leipziger Buchmesse zu vertreiben. Über allem schwebt die Frage: Wieso nur haben die Schweizer so abgestimmt? Das Thema bestimmt etliche Diskussionsrunden des «Auftritts Schweiz» in Leipzig.

Die Schweiz war an der diesjährigen Leipziger Buchmesse Gastland. Bild: EPA/DPA

Buch über Hoeness

Weiteres aktuelles Thema war auch der tiefe Fall von FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness. Punktgenau zum Urteil gegen Uli Hoeness wurde bei der Leipziger Buchmesse ein neues Porträt des Fussball-Managers vorgestellt.

Unter dem Titel «Nachspiel» zeichnet der frühere «Stern»-Reporter Peter Bizer Aufstieg und Fall des FC-Bayern-Präsidenten nach. «Wer den Menschen Hoeness von früher Jugend kennt, konnte davon nicht überrascht sein. Gnadenlos ehrgeizig wurde Uli Hoeness zu einem oft zwiespältig gedeuteten Phänomen», hiess es in der Verlagsankündigung.

Unter dem Titel «Nachspiel» zeichnet der frühere «Stern»-Reporter Peter Bizer Aufstieg und Fall des FC-Bayern-Präsidenten nach.   Bild: EPA/DPA

Ungewöhnlichster Buchtitel gekürt

An der Messe wurde auch der ungewöhnlichste Buchtitel des Jahres gekürt. «Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals» erhielt die Auszeichnung für das Jahr 2013. Die Titel «Woran du erkennst, dass deine Katze deinen Tod plant» und «Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn, es ist zu schwierig» landeten auf den Plätzen zwei und drei. 

Für die Kür des ungewöhnlichsten Buchtitels wurden nach Angaben der Lese-Community WasLiestDu? 2500 Stimmen abgegeben. Der Preisträger wurde aus dem Abstimmungsergebnis und der Wahl einer Jury bestimmt.

(mit Material der sda)

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