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Unterstützer von Britney Spears in Los Angeles.
Unterstützer von Britney Spears in Los Angeles.
Bild: keystone

Britney Spears rechnet knallhart mit Fans und ihrer Familie ab: «Küsst meinen ...»

19.07.2021, 15:1919.07.2021, 16:34

Seit ihrem Nervenzusammenbruch im Jahr 2008 steht Ex-Pop-Star Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters. Die 39-Jährige geht vor Gericht dagegen vor und versucht, ihr Recht auf Selbstbestimmung wiederzuerlangen.

«Wenn du meinen kostbaren Arsch nicht in meinem Wohnzimmer tanzen sehen willst oder es nicht deinen Standards entspricht: Geh ein verdammtes Buch lesen.»

Jetzt hat sich Britney plötzlich mit einer Serie an Instagram-Posts zu Wort gemeldet. In diesen greift sie mit überraschend klaren Worten auch ihre Fans und Teile ihrer Familie an.

Ein Foto, das Spears auf ihrem Instagram-Kanal hochgeladen hatte, war ein Bild mit der Aufschrift: «Nehmt mich wie ich bin oder küsst meinen Arsch, fresst Scheisse und tretet auf Legos!»

Harsche Worte des ehemaligen Kinder-Stars, der sich auch gegen beleidigende Kommentare auf Instagram wendet. Die Sängerin hatte auf der Social-Media-Plattform in letzter Zeit einige Videoclips mit Tanzschritten aus ihrem Wohnzimmer gepostet.

«An diejenigen, die sich dafür entscheiden, meine Tanzvideos zu kritisieren ... Es ist so, dass ich in der nahen Zukunft nicht auf irgendwelchen Bühnen auftreten werde – mit meinem Vater, der bestimmt, was ich trage, sage, tue oder denke», schrieb Spears am Samstag.

Sie hätte nicht vor, wieder viel Make-up aufzutragen und auf einer Bühne zu proben, ohne eigene Remixes oder neue Musik in die Shows einbauen zu dürfen.

Spears habe vergeblich über einen langen Zeitraum dafür gekämpft, «für meine Fans». Aber all das Betteln sei vergeblich gewesen, deshalb habe sie aufgehört. Auch gegen ihre Schwester schiesst Britney in dem Text, der wie eine Generalabrechnung klingt. «Ich mag es nicht, dass meine Schwester bei einer Award-Show auftrat und meine Songs als Remixe gesungen hat.»

Mit der jüngeren Schwester des ehemaligen Superstars, Jamie Lynn Spears (30), deutet Britney ein tieferes Zerwürfnis an. «Es gibt nichts Schlimmeres als die Leute, die dir am nächsten stehen, die aber nie für dich da waren, Dinge über deine Situation posten, was auch immer es sein mag, und rechtschaffen über ihre Unterstützung sprechen. Es gibt nichts Schlimmeres als das», so der Pop-Star.

Gemeint ist damit wohl auch ein Post von Britney-Mama Lynn. Diese hatte zuvor ein Zitat aus dem Johannes-Evangelium gepostet. in dem es heisst: «Das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.»

Ihre Hoffnung auf ein Happy End will Britney Spears aber nicht aufgeben. Auch wenn der Streit vor Gericht anstrengend sei. «Alles, was ich habe, ist Hoffnung und Hoffnung ist das Einzige auf dieser Welt, das sehr schwer zu töten ist, auch wenn es die Leute immer noch versuchen.»

Die Pop-Sängerin äussert sich auch über verschiedene Dokumentationen, die ihren Aufstieg zum absoluten Superstar und ihren anschliessenden Abstieg behandeln. Zuletzt hatte die Dokumentation «Framing Britney Spears» für Aufsehen gesorgt.

«Mir hat es nicht gefallen, wie sie erniedrigende Momente aus der Vergangenheit aufgegriffen haben, da ich das alles schon lange hinter mir habe.»

Zum Ende des Textes wendet sich Spears nochmals klar und mit aller Deutlichkeit an ihre Kritiker. «Wenn du meinen kostbaren Arsch nicht in meinem Wohnzimmer tanzen sehen willst oder es nicht deinen Standards entspricht: Geh ein verdammtes Buch lesen.»

Die Menschen könnten sich glücklich schätzen, dass sie überhaupt etwas poste. Zuletzt hatte Spears laut US-Medien angekündigt, ihren Vater wegen Vormundschaftsmissbrauchs verklagen zu wollen. Sie sei bedroht worden und habe grosse Angst vor ihm.

(fgr)

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