Gesellschaft & Politik
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Statistiken registrieren eine grosse Zunahme von Arbeitsausfällen aufgrund von Burnout und Depressionen. bild: shutterstock

Nach dem Burnout verklagte sie ihren Chef und erhielt Recht – warum das Urteil wichtig ist

Eine Beamtin hat den Staat für ihr Burnout verantwortlich gemacht und jetzt vor Gericht einen Erfolg erzielt: Der Arbeitgeber muss ihr Schadenersatz zahlen. Das Urteil ist wegweisend für andere Fälle.

andreas maurer / ch media



Sie war die Frau mit den schlechten Neuigkeiten. Sie arbeitete ihr ganzes Berufsleben lang als Juristin für das Staatssekretariat für Migration und war zuständig dafür, Asylsuchende kurz zu befragen, anzuhören und sie dann auszuweisen. Positive Entscheide stellte sie keine aus. Diese gingen zur weiteren Prüfung an die nächste Stelle weiter. Vor ihr standen also verzweifelte Väter, Mütter, Jugendliche und Kinder, die alle Hoffnung in die Schweiz gesetzt hatten. In den kurzen Gesprächen erhielt die Hoffnung, kurz bevor sie platzte, ein Gesicht. Es war das Gesicht der Juristin, einer heute 59-jährigen Frau aus dem Kanton Solothurn.

Die Tristesse der negativen Urteile war allerdings nicht das eigentliche Problem. Das Problem war, dass sich die Migrationsexpertin für ihre Urteile zu wenig Zeit nehmen konnte. Die Frau stellte ständig neue sogenannte Nichteintretensentscheide aus, doch der Stapel auf ihrem Pult wurde dadurch nicht kleiner. Wenn sie von den Ferien zurückkam, hatte er sogar das Ausmass eines Berges angenommen. Eine Ferienvertretung gab es nicht.

Hinzu kam, dass sie die Arbeit ständig unterbrechen musste. Per Telefon und Mail erhielt sie regelmässig Anfragen, bei denen jede Minute zählte. Wenn zum Beispiel am Flughafen Zürich ein Ausländer landete, gegen den ein Einreiseverbot verhängt worden war, musste sie sofort entscheiden, ob er mit dem nächsten Flugzeug wieder das Land zu verlassen hat oder nicht.

Das Staatssekretariat schickte der Frau die Kündigung, nachdem sich die gesundheitlichen Probleme verschlimmert hatten und eine Wiedereingliederung gescheitert war.

Dokumentiert ist, dass die Frau ihren Chef bei den Personalgesprächen drei Mal in Folge auf ihre Probleme hingewiesen hat. Im ersten Jahr sagte sie, dass sie die Belastung auf Dauer nicht ertragen werde und deshalb zum Arzt gehe. Ein Jahr später sagte sie, dass sie sich deswegen immer noch in ärztlicher Behandlung befinde. Im dritten Jahr sagte sie ausserdem, dass sie Antidepressiva einnehme und nur wegen der Medikamente überhaupt noch in der Lage sei, weiterzuarbeiten. In den Personalakten steht ferner, dass die Juristin in dieser Zeit 66 Tage krank geschrieben war und 70 Mal während der Arbeitszeit beim Arzt war.

Stress gehört zu diesem Job dazu, meinte der Chef

Der Chef hielt im Personalgespräch fest, dass die zu hohe Geschäftslast und die fehlenden Ressourcen bekannt seien und tatsächlich Handlungsbedarf bestehe. Alle Mitarbeiter in diesem Bereich hätten zu viel zu tun. Der Chef fand aber auch, die Belastung gehöre grundsätzlich zu diesem Job dazu. Es handle sich um «anspruchsvolle Aufgaben in einem politisch und gesellschaftlich spannungsgeladenen Umfeld». Für das stressbedingte Burnout, das die Juristin schliesslich erlitten habe, könne das Staatssekretariat deshalb nicht verantwortlich gemacht werden. Das Staatssekretariat schickte der Frau die Kündigung, nachdem sich die gesundheitlichen Probleme verschlimmert hatten und eine Wiedereingliederung gescheitert war.

Die Frau erhält seither eine volle IV-Rente. Es dürfte sich um einen grösseren Betrag handeln, da eine Juristin beim Bund bis zu 11'000 Franken pro Monat verdient. Bis zu ihrer Pensionierung bekommt sie aber dennoch weniger Geld, als wenn sie arbeiten würde. Insgesamt beträgt der Verlust 360'000 Franken, wie sie ausgerechnet hat. Diesen Betrag fordert die ehemalige Staatsangestellte als Schadenersatz vom Staat. Sie hat Klage gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber eingereicht und macht ihn dafür verantwortlich, dass ihre Gesundheit ruiniert ist. Es ist ein langer Prozess. Er dauert schon mehr als fünf Jahre, in denen der Fall zwischen Ämtern und Richtern hin und her gereicht wurde.

Jetzt ist ein wegweisender Zwischenentscheid gefallen. Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, dass das Staatssekretariat für Migration seine Fürsorgepflicht verletzt habe und eine «haftungsbegründende Widerrechtlichkeit» vorliege. Das bedeutet, dass der Staat die Haftung für den Gesundheitsschaden übernehmen muss.

Noch offen ist, wie viel Geld die Frau erhält. Im weiteren Verfahren müssen nun die Ursachen des Burnouts aufgeschlüsselt werden: Welche Rolle spielte die Arbeit, welche das Privatleben? Der Arbeitgeber hat bisher argumentiert, die Gründe für die Depression seien allein im Privaten zu suchen. Diese Behauptung greife zu kurz, findet das Gericht.

Das Urteil ist wegweisend für Burnout-Patienten. Es handelt sich um den ersten erfolgreichen Schadenersatzprozess in einem Arbeitskonflikt vor einem Bundesgericht, in dem es explizit um den Begriff Burnout geht. Das ist speziell, weil es sich weder um eine medizinische Diagnose noch um eine anerkannte Krankheit handelt. Normalerweise sprechen Ärzte von einer Erschöpfungsdepression. Wenn die arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen nun unter dem Begriff Burnout statt Depression geführt werden, verlagert sich der Fokus. Die Ursachen des Problems werden damit vermehrt beim Arbeitgeber statt beim Arbeitnehmer gesucht.

Rekord an Burnout-Fällen

Statistiken der Versicherungen Swica und PK Rück, die hunderttausende Arbeitnehmer betreuen, registrieren eine grosse Zunahme von Arbeitsausfällen aufgrund von Burnout und Depressionen. Die Absenzen haben in sieben Jahren um 50 bis 70 Prozent zugenommen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Sie zitiert Swica-Direk­tionsmitglied Roger Ritler: «Noch immer investieren viele Firmen zu wenig in die Prävention und Betreuung von Betroffenen.» Die Folgen sind teuer. Vor 25 Jahren wurde nur jede dritte neue IV-Rente wegen einer psychischen Krankheit nötig. Inzwischen ist es jede zweite. (mau)

Politische Folgen: Burnout als Berufskrankheit?

Noch nie hat ein Bundesgericht die Frage geklärt, welche Mitteilungspflichten ein Arbeitnehmer in einem derartigen Fall hat. Wie deutlich muss ein Angestellter auf seine Probleme aufmerksam machen? Im Urteil heisst es nun, die Frau habe mit den erwähnten Aussagen in ihren Personalgesprächen genügend deutlich auf ihre Gesundheitsgefährdung aufmerksam gemacht. Die Arbeitgeberin hätte deshalb arbeitsmedizinische Abklärungen und Schutzmassnahmen treffen müssen.

Das Urteil könnte nicht nur juristisch, sondern auch politisch wegweisend sein. Kürzlich diskutierte und verwarf der Nationalrat die Idee, Burnout als Berufskrankheit anzuerkennen.

Das Staatssekretariat für Migration hat vor Gericht mehrere Massnahmen aufgezählt, die es in diesem Fall getroffen hat. So erlaubte es Arztbesuche während der Arbeitszeit, schuf zwei weitere Stellen im betroffenen Bereich und der Chef zeigte seine Anteilnahme mit einem Krankenbesuch. Die Massnahmen klingen gut, doch sie hatten gemäss Gericht eines gemeinsam: Sie führten nicht zu einer tieferen Arbeitsbelastung.

Das Urteil könnte nicht nur juristisch, sondern auch politisch wegweisend sein. Kürzlich diskutierte und verwarf der Nationalrat die Idee, Burnout als Berufskrankheit anzuerkennen. Dann könnten Betroffene besser behandelt werden, weil die Unfall- und nicht die Krankenversicherung zuständig wäre. In der Debatte hiess es, dass in der Schweiz noch nie eine psychische Krankheit als berufsbedingt anerkannt worden sei. Wenn dies Gerichte nun in Einzelfällen tun, könnte das künftige Debatten prägen.

Mit einer Klagewelle ist allerdings nicht zu rechnen. Das Urteil zeigt zwar, wie man als Burnout-Opfer zu Geld kommen kann. Man macht in den Personalgesprächen regelmässig auf gesundheitliche Probleme aufmerksam, fordert Massnahmen und führt über all die Jahre detailliert Buch darüber, was versucht wurde und was nicht. Wenn es dann zum Prozess kommt, braucht es aber aussergewöhnliches Durchhaltevermögen.

Eine tragische Heldin, die ihre Berufung zu spät gefunden hat

Im aktuellen Fall ist die Migrationsexpertin bereits dreimal vor das Bundesverwaltungsgericht gegangen. Mit dem ersten Urteil 2015 erkämpfte sie sich eine Abgangsentschädigung. Mit dem zweiten Urteil 2017 erstritt sie sich die Feststellung, dass die Behörden abklären müssen, ob sie die Fürsorgepflicht verletzt haben. Mit dem nun vorliegenden dritten Urteil erhält sie die Bestätigung, dass diese Fürsorgepflicht verletzt wurde und grundsätzlich ein Haftpflichtfall vorliegt.

Der schwierige Teil kommt erst noch: die Aushandlung der Schadenssumme. Dafür muss die Frau ihrem ehemaligen Arbeitgeber Einblick in ihre Krankenakte geben. Das Vorgehen ist kompliziert, aber nicht komplizierter als in anderen arbeitsrechtlichen Schadenersatzprozessen wegen Gesundheitsschäden. Wenn man zum Beispiel einen Rückenschaden hat, ist es genauso aufwendig nachzuweisen, welcher Anteil davon mit der Arbeit und mit dem Privatleben erklärt werden kann.

Die Frau kämpfte allein für ihre Rechte. Sie hat sich keinen Anwalt genommen. Die Gegenseite stellt das stärkere Team, es handelt sich um den Rechtsdienst des Eidgenössischen Finanzdepartements von SVP-Bundesrat Ueli Maurer. Doch bisher steht es in diesem Kampf drei zu null für die entlassene Juristin.

Der Gerichtsstreit offenbart das juristische Talent der Frau, das sie in den kurzen Asylprozessen nicht ausleben konnte. Darin verbirgt sich die Tragik dieses Falls. Sie wollte ihre Arbeit gründlich machen, hatte aber erst richtig die Gelegenheit dazu, nachdem ihre Karriere gescheitert war.

Das Bundesverwaltungsgerichtsurteil hat die Nummer A-6750/2018.

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149Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Johnny Guitar 27.01.2020 15:14
    Highlight Highlight Ich wünsche dieser tapferen Frau, dass sie eine saftige Schadensumme zugesprochen erhält, die ihrem unverantwortlichen ehemaligen Arbeitgeber weh tut, aber so richtig.
  • fidget 27.01.2020 14:07
    Highlight Highlight Nachvollziehbar, dass ihre Tätigkeit zu einem Burnout führte. Extreme Arbeitsbelastung und jeder Tag ist geprägt von negativen Begegnungen. Es sollte dringendst ernst genommen werden, wenn ein Arbeitnehmer das so deutlich mitteilt.
    Aus Spargründen werden vakante Stellen nicht mehr neu besetzt und die Arbeit wird auf die restliche Belegschaft abgewälzt. Irgendwann geht es nicht mehr ohne dass der Mensch oder die Qualität darunter leidet.
  • Thinkdeeper 27.01.2020 13:01
    Highlight Highlight Chapeau dass sie den Mut und die Energie aufgebracht hat, sind doch unsere Gerichte korrupt und durch und durch Arbeitgeber freundlich.

    Es ist an der Zeit, dass die mit dem Performance Wahn einhergehende Aussortierung und systematische Überbelastung der Mitarbeiter zwecks Gewinnsteigerung und Kostensenkung zu spürbaren Konsequenzen für die Arbeitgeber und Führungspersonen führt und diese sich nicht hinter Privaten Ursachen verschanzen können.

    Hat eine Führungsperson eine 2 stellige direkte Führungsspanne, so sollte das Unternehmen verwarnt und gebüsst werden.
  • ravendark 27.01.2020 11:04
    Highlight Highlight Jaja, wo Menschlichkeit am Arbeitsplatz fehlt, geht die Energie ganz schnell flöten.
    Erschreckend, wie der Kindergarten-Chef das organisiert.
    Kein Support, keine Wertschätzung, keine Menschenkenntnisse (das sieht man doch, wenn jemand bergab geht) ... ein Ego-Volldepp!
    Anstatt 550 Menus brauchen wir am Mi 1500. "Schaffst du das alleine?" "Nein, gib mir noch 2 Profis" "Ok, machen wir so. Viel Spass und gutes Gelingen." "Danke, Chef!" ... easy, oder??!!
  • Racoonmoon 27.01.2020 10:16
    Highlight Highlight Spannend auch aus der ärztlichen Perspektive.
  • CalibriLight 27.01.2020 09:15
    Highlight Highlight Was für ein elender Job, den die Frau da ausführte. Da würde ich auch ohne Arbeitsüberlastung ein Burnout kriegen.
    Guter Entscheid des Gerichts, aber bei mir bleibt ein übler Nachgeschmack wegen der Art der Arbeit, die sie machte, hängen.
  • Spargel 27.01.2020 08:47
    Highlight Highlight Das wird die Krankenversicherer freuen. Regress
  • Vecchia 27.01.2020 08:22
    Highlight Highlight "...wenig Zeit nehmen konnte...doch der Stapel auf ihrem Pult wurde dadurch nicht kleiner. ... Eine Ferienvertretung gab es nicht..."

    Ich kenne aktuell gerade mehrere solche Fälle in öffentlich-rechtlichen Verwaltungen (Gmde/Kt).
    Die einen arbeiten mit Medis, andere sind krank geschrieben und eine ist mit 56 arbeitslos, weil sie sich schriftlich gewehrt hat.

    Sparwut und die Tatsache, dass Entscheidungsträger (u.a.Politiker) von der "Front" keine Ahnung haben, sind ein Problem. Dass man sich ü50 mehr gefallen lassen muss, um nicht in der Altersarmut zu landen, ein weiteres.
  • Skeptischer Optimist 27.01.2020 07:42
    Highlight Highlight Generell müssen die Arbeitgeber bei psychischen Krankheiten in die Pflicht genommen werden können.

    Schlechte Chefs sind die häufigste Ursache für Ausfälle aus psychischen Gründen.

    Es kann nicht angehen, dass das Problem auf die Betroffenen und Sozialversicherungen abgewälzt wird.
  • TZL 27.01.2020 07:17
    Highlight Highlight Burn out kommt nicht von heute auf morgen, sondern ist ein schleichender Prozess dem klare Warnsignale des Körpers vorausgehen. Zu oft werden diese ignoriert oder schlecht umgegangen damit. Bei aller Verantwortung der Vorgesetzten und Arbeitgebern ist die Eigenverantwortung trotzdem zu erwarten, denn jeder spürt sich selber am Besten.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 27.01.2020 12:21
      Highlight Highlight Sorry, aber die Dame ist mehrfach beim Chef vorstellig geworden, und hat glasklar kommuniziert, dass es zu viel für eine Person sei.
      Andere Leute, die einfache Angestellte sind, bekommen zwei Möglichkeiten wenn sie das so melden: 1. Einfach weiter zu machen, oder
      2. Zu gehen.
      Denk drüber nach.
    • TZL 27.01.2020 17:45
      Highlight Highlight Und wie ich darüber nachdenke. Aber wenn ich merke, dass mein Chef unfähig ist zu reagieren, dann ziehe ich die Reissleine und schaue für mich. Zumal als Juristin die Jobmöglichkeiten sicher vorhanden wären. Und ja, zu gehen ist eine wählbare Möglichkeit die ich dem körperlichen Kollaps vorziehen würde.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.01.2020 08:07
      Highlight Highlight Und dein nächster Denkfehler.
      Du schliesst von dir auf andere, was auch nicht funktionieren kann.
  • Name_nicht_relevant 27.01.2020 06:46
    Highlight Highlight Dieses Urteil geht in die Geschichte und wird vielen Opfern helfen, es kann nicht sein das man sich zu tode arbeitet und nur ein Psychologe uns davor Schützen kann.
  • Dominik Treier 27.01.2020 01:43
    Highlight Highlight Immer mehr fordern und immer weniger bieten. So stellen sich das die Arbeitgeber in Zeiten des Neoliberalismus und bürgerlicher Politik vor und gerade im Zuge dessen und des von jenen Bürgerlichen immerwährend aufgesetzten Spardruckes, nach dem der Staat nicht kosten darf was er für seine Aufgaben benötigt, sondern nur was die Geldelite zahlen will vor sie wegrennt, macht das natürlich auch dort nicht halt. Meinen Respekt an die Frau, die trotz ihres Zustandes irgendwie die Kraft fand den heilige Shareholdervalue in die Schwanken zu weisen, die Möglichkeit haben aber die Wenigsten...
  • Heini Hemmi 26.01.2020 23:43
    Highlight Highlight Sie hätte sich wohl besser rechtzeitig einen Job gesucht, bei dem sie ihr juristisches Talent hätte ausleben können. Dann wäre sie jetzt noch gesund und zufrieden.
    • ZEWA Wisch und Weg 27.01.2020 10:58
      Highlight Highlight oft ist das einfacher gesagt als getan... dazu kommt auch der selbstzweifel erst später realisiert man, dass es nicht nur an der person liegt.
      ich z.b. habe einen grossen fehler gemacht: ich habe wegen einer erschöpfungsdepression mein pensum auf 50% reduziert mit der hoffnug mich so wieder erholen zu können. falsch gemacht... es hat mich trotzem ausgeknockt und dann hatte 80% von einem 50% lohn als taggeld. für mich als alleinerziehende mutter war das der weg ins finanzielle desaster... aus dem ich wahrscheinlich noch lange nicht herauskomme obwohl ich wieder 100% arbeite... 1/2
    • ZEWA Wisch und Weg 27.01.2020 11:08
      Highlight Highlight ... nun habe ich ein existenzminimum von 3900 ( 1erwachsener & 1 teenager). ich kann meine intensiven psychiatrischen behandlungen nicht bezahlen... das sozamt hat mich ausgelacht und di iv hat mich belächelt. das rav und die iv unterstützen mich nicht bei einer umschulung.
      das rav meinte sogar: wir haben hier lehrermangel, der kanton hat ihnen vor 25 jahren nicht die ausbildung finanziert damit sie nun schlapp machen.
      somit arbeite ich wieder in meinem beruf bis ich wieder zusammenbreche. mein leben besteht zur zeit nur aus arbeit und schlafen. denn ich bin jeden abend total erschöpft...
    • ravendark 27.01.2020 11:08
      Highlight Highlight Schwierig, Mitte 50. Mit dem Gehalt. Da überlegt man es sich 4 Mal. Ausserdem glaube ich, das diese tolle Juristin für Asylsuchende, eine ebenso tolle soziale Ader hat.
      Schwierig. Tolle Frau !!!
      Wünsche ihr gute Gesundheit und ein glückliches Leben (ihnen auch Heini Hemmi Slalom-Ass)
    Weitere Antworten anzeigen
  • FloBer 26.01.2020 23:09
    Highlight Highlight „So erlaubte es Arztbesuche während der Arbeitszeit...“

    Kurzabsenzen während der Arbeitszeit (u.a. Arztbesuche) sind im OR geregelt. Die Erlaubnis eines Arbeitgeber ist nicht erforderlich wenn man einen Arzt aufsuchen muss. Das finde ich sehr heuchlerisch wenn man sowas als besonders Grosszügig darstellen möchte. Weil es ist nicht der Verdienst des Arbeitgebers, dass man das Kurzabsenzen wahrnehmen kann.

    • PlayaGua 27.01.2020 08:52
      Highlight Highlight Ein Arbeitgeber kann aber verlangen, dass Arztbesuche wenn möglich ausserhalb der Arbeitszeit stattfinden.
    • Phrosch 27.01.2020 09:33
      Highlight Highlight FloBer, viele Betriebe (und teilweise sogar Ämter) haben inzwischen so flexible Arbeitszeiten, dass Arztbesuche in der Regel nicht mehr Arbeitszeit sind, auch wenn sie mitten am Tag erfolgen.
  • Mr. Wayne 26.01.2020 22:36
    Highlight Highlight Dieses Urteil zeigt einmal mehr meine Einstellung. Wenn wieder zu viel gewollt wird, das Tempo beibehalten. Zwischendurch mehr arbeiten aber nicht zu lange. Diese Überzeit selber kompensieren oder mal einen Tag "krank" sein.
    Es sagt dir niemand Danke wenn man durchdreht. Und wenns die Bosse nicht schnallen, sind sie so oder so deppen.
  • paule 26.01.2020 22:07
    Highlight Highlight Hatte fast 40 Jahre einen Kleinbetrieb, einem Burnout konnte ich nur verhindern, indem ich einen relativ extremen Sport ausgeübt habe, und zwar sehr konsequent 2 x die Woche der mir jedes mal ein komplettes Reset bescherte. Aber dazu braucht es auch der Wille das durch zu ziehen. Das kann aber schlicht und einfach nicht Jede/r.
    Ich betreibe diesen Sport jetzt nach fast 50 Jahren immer noch.
    • Butch Cassidy & Sundance Kid 27.01.2020 08:26
      Highlight Highlight Schön das Sie einen solchen Ausgleich für sich gefunden haben. Aber was wollen Sie uns genau damit sagen?
    • wintergrün 27.01.2020 10:33
      Highlight Highlight Würdest Du dem Migrationsamt im Ernst bei der nächsten Reorg Extremsport empfehlen?!
    • ravendark 27.01.2020 11:11
      Highlight Highlight Sport ist ein weltbekanntes Ventil.
      Verstehe ich sehr gut.
      Die Blitzer der Ahnungslosen aber nicht.
      Du hast Dir selbst geholfen und aus der Misere gelenkt. Hut ab - gut gemacht, Paule !
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 26.01.2020 21:51
    Highlight Highlight Erst dachte ich: oh nee, dann kann ja jetzt jeder klagen der persönliche Probleme hat und diese dem Arbeitgeber zuschieben will.

    Aber nach Lesen des Artikels: was ein Scheissjob - wieso lässt man eine Person all die Absagen machen??! Das kann doch nicht gut gehen.
  • bierbauchjohann 26.01.2020 21:20
    Highlight Highlight Sie erhält eine volle IV-Rente und hat dennoch die Kraft zu prozessieren. Passt nicht zusammen, denn dann könnte sie auch einfach das Pensum reduzieren.
    • Aglaya 26.01.2020 22:37
      Highlight Highlight Bei einem Gerichtsverfahren schreibt man ein, zwei Mal eine Eingabe und dazwischen passiert für die Parteien wochen- bis monatelang gar nichts. Das entspricht einer Arbeitsbelastung von wenigen Stunden (da sie ihren eigenen Fall ja in- und auswendig kennt und nicht erst noch ordnerweise Akten studieren muss) auf Monate oder sogar Jahre verteilt.
    • Asmodeus 26.01.2020 22:46
      Highlight Highlight Vor Allem wird die meiste Arbeit von den Anwälten erledigt. Es ist trotzdem ein extremer Stress der der Gesundung nicht dienlich ist.

      Aber leider hat man oft keine andere Wahl.
    • ravendark 27.01.2020 11:15
      Highlight Highlight Mein Vater hat mir mal eine wichtige Lektion gelehrt:
      "Wenn du weisst, dass du im Recht bist ...
      dann bekommst du so eine ... magische Energie, die dir sagt: Das Leben ist auf deiner Seite.Und dann bekämpfe Unrecht."
      Diese tolle Frau nimmt das auf sich, weil sie eben weiss, dass sie im Recht ist. Super gemacht!
  • Locutus70 26.01.2020 21:06
    Highlight Highlight Ich bin dafür Burnout als Berufskrankheit anzuerkennen. Vielleicht würde dann mal für alle erkennbar, was wir uns mit dieser schnelllebigen, immer nur auf Effizienz und Perfektion getrimmten Arbeitswelt eigentlich antun.
    • Zing1973 26.01.2020 22:31
      Highlight Highlight Es ist fraglich, dass die SUVA dies als Berufserkrankung anerkennt, denn zum jetzigen Zeitpunkt klassifiziert sie diese als berufsbedingte assoziierte Gesundheitsstörung, abgekürzt BAGS.
  • wolge 26.01.2020 20:56
    Highlight Highlight Es ist dringendst notwendig, dass Arbeitgeber stärker in die Pflicht genommen werden...

    Gerade bei Arbeitgebern mit einer „schlechten“ Kultur werden sich die Arbeitnehmer aus Existenzängsten wohl kaum getrauen ernsthaft für ihre Rechte zu kämpfen...
  • news2read 26.01.2020 20:09
    Highlight Highlight Sehr gut, doch warum müssen die meisten mit psychischen Problemen und Krankheiten immer wieder vor der Revision zittern und diese Anwältin kann den Lohnausfall bis zur Pension geltend machen?
    • P. Silie 26.01.2020 22:27
      Highlight Highlight ..weil es tatsächlich solch gemeine Leute geben soll, die psychische Probleme vortäuschen könnten?
      Reden Sie mal mit einem Angestellten bei einer Krankenkasse der Betrugsfälle bearbeiten muss.. Sie würden staunen was sich die Leute alles einfallen lassen um nicht mehr arbeiten zu müssen.
    • news2read 27.01.2020 07:38
      Highlight Highlight @P.Sillie
      Das mag ja sein, ist jedoch keine Antwort und gilt doch scheinbar nicht bei dieser Frau. Diese Frau hat oder hatte zwar ein Burnout, jedoch dennoch die Kraft alleine einen Prozess über Jahre zu führen. Da gibt es andere welche diese Kraft nicht aufbringen und sich dennoch vor eben solchen Angestellten fürchten müssen welche glauben bessere Ahnung als die Ärzte zu haben. Scheinbar gibt es bei dieser Juristin keine Zweifel auch wenn diese über so viel Energie verfügt und wie Sie selber sagt, die Arbeit gründlich machen zu was Sie früher keine Möglichkeit hatte.
    • So oder so 27.01.2020 10:12
      Highlight Highlight P. Silie hat noch Nie mit einem Angestellten bei einer Krankenkasse der Betrugsfälle bearbeitet geredet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 26.01.2020 19:58
    Highlight Highlight Burnout beim Staat? Zum Glück arbeitete sie nicht in der Privatwirtschaft!
    • Hierundjetzt 26.01.2020 23:17
      Highlight Highlight 99,9% der Schweizer haben nie Kontakt mit der 1 Verwaltungsebene (Eidgenossenschaft), daher meine Frage: warst Du angeklagt von der BA?

      Ansonsten: sorry. Keine Ahnung.

      Was Du meinst sind Gemeindeangestellte aus Deinem Dorf, das sind Welten zur Eidgenossenschaft.
  • Motz.Arella 26.01.2020 19:55
    Highlight Highlight Vor ein paar Monaten bin ich aufgrund unhaltbarer Zustände in der Abteilung ebenfalls krankgeschrieben worden (Depression) und erhielt daraufhin die Kündigung. Als ich gegenüber dem RAV und einer "juristischen Beratungsstelle" äusserte, dass ich rechtlich dagegen vorgehen will, wurde bloss müde gelächelt: "keine Chance". Zudem wurde die Schuld bei mir gesucht ("waren Sie denn nicht schon vorher depressiv?"). Dem Arbeitgeber bietet leider niemand die Stirn, ausser man tut es selbst - Hochachtung vor dem Mut und der Kraft dieser Frau!
    • ravendark 27.01.2020 11:23
      Highlight Highlight @Liebe(r) Motz.Arella
      Depressionen haben mich zum Glück geführt und das Leben besser verstehen lassen.
      Am meisten geholfen hat mir das Buch; "Scheiss schlau" von Dr. D. Perlmutter. Dabei geht es um unsere Darmbakterien (80% unseres Immunsystems sind im Darm). Der Darm beeinflusst nicht nur unser Gehirn (Denken usw.) sondern auch unsere Energie, Aussehen etc. Durch Probiotika (mind. 10 versch. Stämme) und dem Buch, habe ich heute soooo viel Energie und Lebensfreude und einen besseren Durchblick im Leben.
      Viel Freude und Erfolg !
    • Motz.Arella 27.01.2020 17:22
      Highlight Highlight @ravendark: danke für den Tipp. Aber kacken war definitiv nicht die Ursache des Problems.
  • murrayB 26.01.2020 19:46
    Highlight Highlight Gut, das heisst dass der Arbeitgeber einfach viel früher kündigen muss - der Entscheid mag für die Juristin gut sein, aber nicht für alle anderen Arbeitnehmer in vergleichbarer Lage...
    • dan2016 27.01.2020 09:52
      Highlight Highlight hören wir nicht gern und blitzen. Und es wird trotzdem genau so kommen. Kondi, ist, wie wir letzte Woche gesehen haben, ein Scheissjob. Und jeder Call Center angestellte hat +- die gleichen Herausforderungen wie die Juristin hier, einfach mit 1/3 des Lohnes. Natürlich bin ich auch froh, wenn ich weniger Druck, weniger Stress, mehr Zeit habe. Entsprechend verhalte ich mich, arbeite Teilzeit, suche mir rechtzeitig einen geeigneteren Job und nehme ein meiner Produktivität angepasstes Gehalt und Pension in Kauf.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 27.01.2020 18:29
      Highlight Highlight Nope.
      Weils einfach totaler Schwachsinn ist und die Ursache trotzdem nicht beseitigt. Zusätzlich wird das irgendwann dermaßen auffällig, dass sich kein Arbeitgeber mehr aus diesen missbräuchlichen Kündigungen herausreden kann. Und dann wirds erst recht teuer für die Arbeitgeber.
  • poltergeist 26.01.2020 19:44
    Highlight Highlight Harter Job, ich hätte jetzt eher gekündigt und was interessanteres gesucht. Sie verlangt ja lediglich den Lohnausgleich, von dem her ist der Entscheid sicher ok.
  • Süffu 26.01.2020 19:20
    Highlight Highlight Und der Arzt, der sie weiterarbeiten liess hat nichts zu befürchten?
  • Asmodeus 26.01.2020 19:18
    Highlight Highlight "Die Frau erhält seither eine volle IV-Rente. Es dürfte sich um einen grösseren Betrag handeln, da eine Juristin beim Bund bis zu 11'000 Franken pro Monat verdient."

    Das heißt sie erhält von der IV die Maximalrente bei Krankheit. Ca 2500 CHF im Monat.

    Informiert Euch bitte bevor Ihr mutmaßt.
    • kettcar #lina4weindoch 26.01.2020 21:54
      Highlight Highlight Naja, das kommt doch sehr auf die PK an. Bei mir würde aktuell bei einer Vollrente ca. 80k/J ausgezahlt.
    • Asmodeus 27.01.2020 06:54
      Highlight Highlight Die PK ist aber nicht die IV.

      Die IV-Rente ist per se weit unter dem Existenzminimum und das ist eine Schweinerei.
    • kettcar #lina4weindoch 27.01.2020 11:47
      Highlight Highlight Trotzdem wird die PK bei Bestimmung der Schadensumme dazugerechnet.
  • ursus3000 26.01.2020 19:17
    Highlight Highlight in 3 Jahren 66 Tage krank und 70x beim Arzt und sich beklagen wegen zuviel Arbeit ? Wenn man nicht immer krank ist wärs ein normales Pensum . Ist sehr motivierend fürs Team das die Leistung bringt ( die Arbeit muss ja gemacht werden , wenn nicht sie ein anderer)
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 27.01.2020 08:09
      Highlight Highlight Wenn du ein Burnout hast, sind sie Symptome und Folgen nicht alleine psychischer Natur.
      Das Immunsystem schaltet sich teilweise ab, was erhöhte Risiken anderer Erkrankungen mit sich bringt. Die Verdauung gerät vollkommen durcheinander.
      Nur um mal zwei zu nennen.
      Das Herzkreislaufsystem ist eben so betroffen davon.
    • fidget 27.01.2020 14:37
      Highlight Highlight Und genau diese Einstellung führt zu solchen Zuständen. Die Frau war psychisch stark belastet, weil sie nur Asylanträge ablehnen und dies den Betroffenen direkt mitteilen musste. Erschwerend kam hinzu, dass sich die Arbeit häufte und sie sie kaum bewältigen konnte. Auf Dauer geht das nicht gut. Wir sind immer noch Menschen und keine Maschinen.
  • el perro 26.01.2020 19:11
    Highlight Highlight Ohh, eine volle IV-Rente beim ersten Burnout?! Ich erhole mich gerade vom zweiten Burnout und muss mir jetzt wieder einen 100%-Job suchen. Nix von IV-Rente.
    • Pablo Escobar 27.01.2020 12:17
      Highlight Highlight Du armer Tropf
  • Lisbon 26.01.2020 19:10
    Highlight Highlight Endlich! Ich hatte das gegenteilige Problem, ein Boreout. Ausser am Morgen PC anknipsen und am Abend wieder ausknipsen hatte ich vielleicht 30 Minuten "Arbeit". Sämtliche Gespräche haben nichts genützt. Mein Chef hat sich alle Arbeit gekrallt, bevor man selber von irgendwelcher Arbeit erfahren hat, da er für die Verteilung zuständig war. So konnte er sich profilieren. Nach 4 Jahren habe ich gekündigt und war 2/3 der Kündigungsfrist krankgeschrieben.
  • Chääschueche 26.01.2020 19:06
    Highlight Highlight Grundsatzfrage:
    Wenn ich persönlich merken würde, dass meine Arbeit mich krank macht und mein Arbeitgeber nichts machen würde was ide Situation verbessert, so würde ich persönlich künden.

    Wieso hat die Frau dies nicht gemacht? Gerade als Juristin sollte es nicht so ein Problem zu sein eine neue Arbeit zu finden.
    • a-minoro 27.01.2020 07:41
      Highlight Highlight Diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Wahrscheinlich ist die Antwort darauf sehr individuell. Für mich persönlich hat das Arbeitsleben keinen hohen Stellenwert. Wenn es mir nicht mehr passt oder ich darunter leide, dann kündige ich eben und bin bereit, mit weniger Geld auszukommen. Andere Leute sehen das möglicherweise komplett anders, betrachten ihre Arbeit als Statussymbol, wollen rasch die Karriereleiter hochklettern oder möchten sich darin selber verwirklichen. So vermute ich, dass es dann schon mal vorkommen kann, dass man im 'Film' ist und nicht mehr wirklich durchblickt.
    • Vecchia 27.01.2020 08:03
      Highlight Highlight "Wenn ich persönlich merken würde, dass meine Arbeit mich krank macht und mein Arbeitgeber nichts machen würde was ide Situation verbessert, so würde ich persönlich künden."

      Mit 30 sofort, mit 40 auch, wenn man über 50 ist, dann geht man mit der Kündigung das Risiko ein, langzeitarbeitslos zu werden und evtl. sogar in die Sozialhilfe abzurutschen.
  • Dirk Leinher 26.01.2020 19:00
    Highlight Highlight Psychopharmaka können keine Probleme lösen. Das Problem hätte am Anfang gelöst wedden sollen.
    • ChlyklassSFI 27.01.2020 08:19
      Highlight Highlight Mit Scientology-Methoden oder wie?
  • Pafeld 26.01.2020 18:37
    Highlight Highlight Wird Zeit, dass Arbeitnehmer endlich haftbar für die psychischen Folgen eines minderwertigen Arbeitsumfeldes werden. Wenn beim Schreiben der Bescheide Asbest auf die Juristin runterrieseln würde, wäre der Chef bereits vor der ersten Meldung voll haftbar. Wenn er sie durch ein minderwertiges Umfeld systematisch in die Psychiatrie treibt, pfff, sie könnte sich ja einen neuen Job suchen. Wir Zeit, dass diesem verantwortungslosen Zynismus endlich ein Riegel geschoben wird.
    • el perro 26.01.2020 19:14
      Highlight Highlight Stimme dir fast zu... Nur meinst du doch bestimmt Arbeitgeber, nicht nehmer ;-)
    • Pafeld 27.01.2020 01:37
      Highlight Highlight Autokorrektur from hell...
  • So oder so 26.01.2020 18:32
    Highlight Highlight Es gibt immer mehr Burn out Fälle und die Belasten die Krankenkassen. Ist schon Gut das da mal ein Arbeitgeber in die Pflicht genommen wird. Hart wenn es die unten Trifft - die bekommen dann nicht die Hilfe wie die Chefs und Abteilungsleiter in Grossen Betrieben. Leute die in der Pflege/Agogik oder auf dem Bau/Landwirtschaft arbeiten Triffts dann Hart bekommen Existenz Probleme.
    • SwissWitchBitch 26.01.2020 19:06
      Highlight Highlight Abgesehen von Kaderleuten bekommt jeder Existenzprobleme wenn er in ein Burnout gerät und keinen hilfreichen Chef hat.
    • el perro 26.01.2020 19:19
      Highlight Highlight Kann da leider aus eigener Erfahrung sprechen... Man setzt sich für die Firma ein, es wird immer mehr erwartet, wenn das irgendwie geht, kommt noch mehr Arbeit drauf... Und wenn es dann nicht mehr geht, wird kritisiert, wo's nur geht! Und wenn man krankheitsbedingt ausfällt, kommt die Kündigung.
      Im letzten Fall hat der Arbeitgeber noch versucht, mir mit dem Arbeitszeugnis noch eins rein zu würgen! Musste mit Arbeitsgericht drohen, damit das Zeugnis korrigiert wurde!
    • MacB 26.01.2020 21:18
      Highlight Highlight Auch bei Kaderleuten fällt das Geld nicht vom Himmel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 26.01.2020 18:30
    Highlight Highlight OK, ich kenne die Dame nicht persönlich, klingt für mich aber mehr nach Querulanz. Und in dem Amt werden ja wohl noch andere Leute arbeiten, die von der Arbeitslast nicht innert dreier Jahre komplett arbeitsunfähig geworden sind. Erklärt das mal einem Bauarbeiter...
    • ingmarbergman 26.01.2020 18:59
      Highlight Highlight Auch Bauarbeiter müssen sich nicht alles gefallen lassen.
      So abschätzig wie du über Bauarbeiter sprichst, bist du aber wahrscheinlich ein Bürogummi der harte Arbeit nur vom Hörensagen kennt.
    • Jacob Crossfield 26.01.2020 19:06
      Highlight Highlight Ich kenne die Dame auch nicht, kenne aber jemanden näher, der in einer vergleichbaren Situation in diesem Amt steckt. Höchste Zeit, dass das mal publik gemacht wird! Und nebenbei finde ich es sehr billig die einen Arbeitsinvaliden gegen die anderen auszuspielen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 26.01.2020 19:11
      Highlight Highlight Arbeitgeber? Oder einfach nur zynisch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • ARoq 26.01.2020 18:25
    Highlight Highlight Die Pensionskassen der Arbeitgeber müssen übrigens auch (bisher bereits) eine Invalidenrente aus der 2ten Säule auszahlen, sofern die Arbeitsunfähigkeit im Laufe des Arbeitsverhältnisses eintritt.
  • Duc 26.01.2020 18:24
    Highlight Highlight Endlich..!
  • ChiliForever 26.01.2020 18:21
    Highlight Highlight Kein Wunder, das der Richter ihr Recht gibt. Da entscheidet ein Arbeitnehmer zugunsten einer Arbeitnehmerin, absolut am Ende nur in eigenen Interessen.
    Man kann schon verwundert sein, daß manche Menschen mehr leisten und andere gleich mit Burnout ankommen. Manche Menschen können halt mehr leisten als andere. Nur sind wir nicht mehr bereit, das zu honorieren sondern alle stimmen in das Gejammer mit ein.
    • ChiliForever 26.01.2020 23:14
      Highlight Highlight Mensch, aktuell 25:107 - tatsächlich bin ich positiv überrascht, bedeutet es doch, das noch rund jeder fünfte leistungsbereit ist; ich hätte tatsächlich nur mit rund 10% gerechnet, kann also etwas positiver in die Zukunft schauen
    • ChlyklassSFI 27.01.2020 08:23
      Highlight Highlight Schreib doch noch einen weiteren Kommentar unter deine Kommentare und stimme dir selbst zu. Leute wie du sind das wahre Problem.
    • DieFeuerlilie 27.01.2020 09:58
      Highlight Highlight Aktuell: 30:145

      Meine Lesart: 145 blitzen deine komplett empathielose Aussage, und 30 sind ebenso empathielos wie du.

      Denn nur jemand ohne jegliche Empathie kann nicht nachzuvollziehen, was es bedeutet, jeden Tag über das Schicksal von Menschen zu entscheiden. Mit der ständigen Gefahr von Fehlentscheidungen.

      Und nein, ich hatte noch nie ein Burnout. Obwohl es Andere neben mir traf.
      Mag also sein, dass ich stärker bin als Andere..

      Aber ich bin dankbar dafür, dass ich mich nicht als Mass aller Dinge betrachte, sondern mich in Andere hineinversetzen kann.

      Und du?
  • Stefan Morgenthaler-Müller 26.01.2020 18:19
    Highlight Highlight Finde das Urteil gut und richtig. Der Arbeitgeber hat eine Verantwortung gegenüber Arbeitnehmenden. Die Frau hat einige Male beim Vorgesetzten interveniert und ihn darauf hingewiesen, dass sie wegen der Belastung in ärztlicher Behandlung ist.

    Viele Männer leiden unter einer falschen Vorstellung, immer stark sein zu müssen. Glaube, da ist ein sich über zu viel Arbeit beklagen eher ein tabu, so wie häusliche Gewalt gegenüber Männern. Vielleicht ist dieser Fall ein Zeichen, auch mal nein zu sagen, wenn es zu viel ist. Man hat nur eine Gesundheit, macht sie euch nicht kaputt.
    • SwissWitchBitch 26.01.2020 19:08
      Highlight Highlight Das Problem ist doch, dass wenn man nein sagt, es heisst: dort ist die Tür. Arbeitgeber haben derzeit absolut keine Probleme eine neue Person zu finden, es sei denn es geht um Spezialisten, und die werden dann eben durch Schuldgefühle manipuliert.
    • Chääschueche 26.01.2020 19:12
      Highlight Highlight @Stefan
      Finde es ebenfall richtig.

      Was ich aber Fahrlässig finde:

      Wenn ein Arbeitnehmer eine Stelle behält obwohl er merkt das diese ihn krank macht. Und gem. dem Bericht wusste/merkte Sie dies ja sehr früh...

      Nun trägt die Allgemeinheit die kosten.

      Also ich persönlich würde mich nicht kapputtmachen lassen.
      Und eine Juristin sollte keine grossen Probleme haben eine neue und tolle Stelle zu finden.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 26.01.2020 19:18
      Highlight Highlight Es sind nicht alle Unternehmen gleich, aber es ist das eine, wie sich ein Unternehmen nach aussen präsentiert und das andere, wie im Unternehmen mit den Mitarbeitenden umgegangen wird.

      Und wie Sie schreiben, da wir in einer sogenannten sozialen Marktwirtschaft (freundlicheres Wort für Kapitalismus) leben, ist man nur so viel Wert, wie man deine Ware (Arbeit) am Markt verkaufen kann. Aber wie leben ja in einer Demokratie, da könnte doch das Volk die Eigentumsrechte an den Produktionsmitteln ändern lassen oder nicht? Spass, so etwas gibt es nur in irgendwelchen abgehängten Naturvölkern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Youri 26.01.2020 18:17
    Highlight Highlight Find ich grundsätzlich super dieses Urteil, es bedeutet dass die Arbeitgeber die Arbeitnehmer nicht einfach mehr wie den letzten Dreck behandeln können. Psychische Erkrankungen sind echt schlimm aber oft leider nicht anerkannt, ich hoffe das ändert sich!
  • malu 64 26.01.2020 18:12
    Highlight Highlight Die meisten schwarzen Schafe gibt es in der Privatwirtschaft. Viele Chefs treiben ihre Angestellten bis ans Limit. Haben eine enorme Fluktuation, weil sie alle verheizen. Ein Bravo unserer Justitz.
    • Chääschueche 26.01.2020 19:12
      Highlight Highlight @malu
      Hast du dazu Statistiken?
    • malu 64 26.01.2020 22:41
      Highlight Highlight Persönliche Erlebnisse, in verschiedenen Firmen. Dafür brauche ich keine Statistik!
    • Chääschueche 27.01.2020 06:15
      Highlight Highlight Habe gestern mit 6 Freunden darüber gesprochen. Zusammen hatten wir ca. 20 Arbeitgeber.

      Genau ein Arbeitgeber kam schlecht Weg.



    Weitere Antworten anzeigen
  • sterpfi 26.01.2020 18:10
    Highlight Highlight Mich dünkt es, als dass es einfach nicht der richtige Job für die Frau war (zu gründlich, anteilnahmsvoll). Das Tragische an dem Fall ist, dass die Frau weitergemacht hat, bis sie total kaputt war, anstatt die Reissleine zu ziehen und zu künden. Da sind aber alle Parteien, auch der behandelnde Arzt und der Arbeitgeber, gefragt. Vor allem beim Staat müsste es doch möglich sein, ihr intern einen neuen Job anzubieten, der besser passt.
    • banda69 26.01.2020 18:55
      Highlight Highlight "zu gründlich, zu anteilnahmsvoll"

      In ihrem Job hat sie über das Leben von Menschen entschieden. Da muss man gründlich und anteilnahmsvoll sein.

      Die Wurzel des Übels liegt in diesen Berufen, dass durch unmenschliche politische Entscheide Gelder eingespart und gekürzt werden. Auf gut Deutsch: Die Frau ist auch ein Opfer der menschenfeindlichen SVP und Konsorten.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 26.01.2020 19:12
      Highlight Highlight Mach zuerst mal selbst ihren job, bevor du über sie urteilst.
    • Steckenpferd 26.01.2020 20:27
      Highlight Highlight Himmel Herrgott! Hier geht es um die Zukunft von Menschen. Hoffentlich hat die Dame ihren Job gründlich gemacht und nicht einfach nach "Lust und Luune" entschieden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 26.01.2020 18:02
    Highlight Highlight Respekt für die Frau und, endlich!
    Ich dachte nicht mal daran den Rechtsweg zu beschreiten, und der Chef machte einfach weiter, mein Nachfolger blieb gerade mal 3 Monate.
  • stolca 26.01.2020 17:46
    Highlight Highlight Endlich folgen Worten auch Taten. Wie manches Mal bin ich bei meinen Vorgesetzten vorstellig geworden, weil die Aufgaben immer mehr werden, die Ressourcen weniger und die Qualität immer noch besser werden muss!!!
    Und wie oft muss ich als Vorgesetzter den Druck von oben weitergeben - wider besseren Wissens und in der Gewissheit, dass es bei meinen Kolleginnen und Kollegen auch nicht besser ist.
    Irgendwann ist es einfach zu viel. Und nach der Explosion öffnet man erstaunt die Augen weil man ja "nichts" bemerkt hat.
    Nun MUSS die Politik ihre Verantwortung wahrnehmen. Danke für dieses Urteil.
    • Gubbe 26.01.2020 18:03
      Highlight Highlight stolca
      Arbeit hat mit Politik wenig zu tun. Wenn der direkte Vorgesetzte nichts wissen will, überspringt man diesen. Dies scheint verpönt, ist aber legitim, weil eine Überlastung auch dem Geschäft schadet. Die andere Seite ist die, dass die Stelle falsch besetzt wurde.
    • stolca 26.01.2020 18:27
      Highlight Highlight @Gubbe
      Da bin ich fundamental anderer Ansicht! Es ist Aufgabe der Politik die Exzesse der Wirtschaft zu korrigieren ( von wegen Zielerfüllung um Umsatzvorgaben usw.). Nicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben die Möglichkeit und das Wissen sich gegen die Ausbeutung zu wehren. Insbesondere im Niedriglohnbereich ist es dramatisch. 200% Einsatz für einen Lohn der kaum zum Leben reicht. Das ist Politik, und wie.
      Und Fehler in der Stellenbesetzung helfen da natürlich nicht. Da hast Du recht.
    • sterpfi 26.01.2020 18:35
      Highlight Highlight @stolca: Stopp! Nicht den Druck weitergeben! Du bist verantwortlich für deine Mitarbeiter und musst für sie einstehen! Was ist dir lieber? Für den Burnout einer deiner Mitarbeiter (mit-)verantwortlich zu sein oder (im schlimmsten Fall, wenn du dich für sie einsetzt und dich deinem Vorgesetzten entgegenstellst) den Job zu verlieren? Hört auf den Vorgesetzten hörig zu sein und geht auf die Barrikaden, wenn es um die Gesundheit geht! In der Schweiz ist die Sozialhilfe genug weit, um mit einem (temporären) Jobverlust umgehen zu können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • felice 26.01.2020 17:42
    Highlight Highlight SEM (Staatssekretariat für Migration) und Juristin: Während ihr um Lohndifferenz- Nachzahlung streitet, ertrinken Migranten im Meer, leben im überfüllten Lager auf Lesbos oder werden von kroatischen Grenzwächtern misshandelt. Das ist in Wirklichkeit das Problem.
    • piatnik 26.01.2020 18:29
      Highlight Highlight .....der von dir beschrieben menschen!
    • Adam Smith 26.01.2020 18:37
      Highlight Highlight @Felice 1. Zusammenhang?
      2. Und was soll die Schweiz dagegen machen? Alle aufnehmen steht nicht einmal annähernd zur Debatte.
    • ursus3000 26.01.2020 19:20
      Highlight Highlight @ Adam Smith Siehst Du den nicht ? Jammern auf hohem Niveau
  • Gubbe 26.01.2020 17:34
    Highlight Highlight Das ist ein Urteil, das komplett in die falsche Richtung geht. Wo kämen wir hin, wenn nun alle die viel zu tun haben, ihre Vorgesetzten verklagen? Die Frau ist Juristin. Hat sie wirklich nie eine kleine Lücke in ihrer Arbeit als Beamtin gefunden, um den Vorgesetzten klarzumachen, dass sie mit Arbeit überfordert ist? Die Chefs sind nicht nur dazu da, ihre Angestellten mit Arbeit zu überhäufen. Ein Chef muss Probleme lösen können, wenn ein Angestellte der Arbeit wegen solche hat.
    • wildi blotere 26.01.2020 17:52
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen? Sie hat den Chef mehrfach auf die Misstände aufmerksam gemacht. Der Chef hat sie abgestellt und gemeint das sei halt so, anstatt die Probleme anzugehen.
      Daher geht das Urteil in die richtige Richtung.
    • Todesstern 26.01.2020 17:55
      Highlight Highlight Ich finde das Urteil geht in die richtige Richtung. Firmen und der Staat sollten schon lange viel mehr in die Verantwortung gezogen werden.

      Schließlich kann man nicht immer nur Leute erpressen und bedrohen und wenn sie krank werden einfach wegschmeißen.
    • Gubbe 26.01.2020 18:06
      Highlight Highlight wildi blotere
      Ich habe den Artikel gelesen. Die Frau musste nicht auf DIE Misstände aufmerksam machen, nur ihre eigene Arbeitsüberlastung mit Fakten belegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • roknroll 26.01.2020 17:30
    Highlight Highlight Chapeau der Betroffenen für Ihre Courage und Durchhaltewillen. Und Dank an den Autor für den interessanten Artikel.

«Das hat System» – eingebürgerter Schweizer erzählt von den Schikanen der Gemeinde Arth

Die Schwyzer Gemeinde Arth muss einen Italiener per Bundesgerichtsentscheid einbürgern. Sie tut es widerwillig. In derselben Gemeinde wurde 2018 Dion Marić eingebürgert. Er sagt, die Spitzfindigkeiten der Arther Einbürgerungsbehörde hätten System.

Am Südufer des Zugersees, umrahmt von Rigi und dem Zugerberg, liegt die kleine Schwyzer Gemeinde Arth. Der Tierpark Goldau und die Rigi Kulm sind beliebte Ausflugsziele. Eigentlich ein ruhiges Fleckchen Erde in der Zentralschweiz. Wäre da nicht dieses Bundesgerichtsurteil, das die Gemeinde in ein ziemlich schlechtes Licht warf. Vergangenen Montag erhielt die Einbürgerungsbehörde der Gemeinde Arth Post aus Lausanne.

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