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Two young girls carrying leaflets saying

Demonstration gegen Islamfeindlichkeit in Stockholm Bild: TT NEWS AGENCY

Nach Brandanschlägen

Hunderte demonstrieren gegen Islamfeindlichkeit in Schweden



Nach den jüngsten Brandanschlägen auf Moscheen in Schweden sind in mehreren Städten des Landes Menschen gegen Islamfeindlichkeit auf die Strasse gegangen. Die für die Anschläge Verantwortlichen wollten ihre Mitbürger «einschüchtern und erniedrigen», sagte Schwedens Kulturministerin Alice Bah Kuhnke vor hunderten Demonstranten in der Hauptstadt Stockholm.

Auch in Göteborg, Malmö und Uppsala fanden Kundgebungen statt. Binnen einer Woche hatten Unbekannte drei Brandanschläge auf Moscheen in Schweden verübt.

Am ersten Weihnachtstag war eine Moschee in Eskilstuna westlich von Stockholm das Ziel, am 29. Dezember ein muslimisches Gotteshaus in Eslöv im Süden des Landes, am Neujahrstag warfen Unbekannte eine Brandbombe auf eine Moschee in der ostschwedischen Stadt Uppsala.

Boys read messages put up on the entrance to a mosque in Uppsala by neighbors pledging their support on January 2, 2015. The mosque suffered a firebomb attack on January 1, one of three arson attacks targeting the muslim community in Sweden since Christmas Day.  AFP PHOTO / TT NEWS AGENCY / ANDERS WIKLUND +++SWEDEN OUT

Die Moschee in Uppsala nach einem Brandanschlag. Bild: TT NEWS AGENCY

Auf die Mauern der Moschee in Uppsala klebten Demonstranten am Freitag Herzen. Die örtliche Polizei kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. Die Suche nach den Tätern brachte laut einer Polizeisprecherin bislang keine Fortschritte.

Nach Angaben der antirassistischen Zeitschrift «Expo» gab es im vergangenen Jahr mehr als ein Dutzend Anschläge auf Moscheen in dem skandinavischen Land. In Schweden hatten die Debatten über Einwanderung und Asylbewerber zuletzt an Schärfe zugenommen. 

Das Land erlebt zugleich ein Erstarken rassistischer Kräfte. Die rechtsextreme Partei der Schwedendemokraten wurde bei der Parlamentswahl im September drittstärkste Kraft und erfreut sich in jüngsten Umfragen wachsender Beliebtheit. (jas/sda/afp)

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