International
Deutschland

Terrorismusforscher Neumann: «Die Taktik ist wie in Nizza»

«US-Geheimdienste haben vor Anschlägen auf Weihnachtsmärkte gewarnt»

20.12.2016, 07:3520.12.2016, 08:51

Der Terrorismusforscher Peter Neumann hält einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin für sehr wahrscheinlich. «Die Taktik ist dieselbe wie in Nizza und es passt in die Strategie des ‹Islamischen Staates›», sagte Neumann vom King's College in London der Nachrichtenagentur DPA.

«US-Geheimdienste haben ausserdem in den vergangenen Wochen vor Anschlägen auf Weihnachtsmärkten gewarnt.» Es passe einfach alles zusammen. «Wenn sich das als Anschlag tatsächlich herausstellen sollte, wäre das keine Überraschung», sagte der aus Deutschland stammende Radikalisierungsforscher.

Peter Neumann, director of the International Centre for the Study of Radicalization, speaks during the White House Summit on Countering Violent Extremism at the State Department in Washington February ...
Peter Neumann im Februar 2015 in Washington.Bild: JOSHUA ROBERTS/REUTERS

Bei dem möglichen Anschlag mit einem Lastwagen auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin sind mindestens zwölf Menschen getötet und 50 verletzt worden.

Im vergangenen Juli waren 86 Menschen in Nizza ums Leben gekommen, als ein Terrorist mit einem Lastwagen über die Uferpromenade der Mittelmeermetropole fuhr. Für die Tat hatte die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») die Verantwortung übernommen. (sda/dpa)

Lastwagen fährt in Berliner Weihnachtsmarkt

1 / 32
Berlin trauert
Der Schock sitzt Berlin am Tag nach dem Attentat tief in den Knochen.
quelle: x02197 / hannibal hanschke
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Falkland-Inseln: England protestiert gegen Mileis Ultimatum
Im Streit um die Falklandinseln hat Grossbritannien auf diplomatischer Ebene gegen Argentinien protestiert. «In dieser Woche haben wir der argentinischen Botschafterin im Vereinigten Königreich unmissverständlich klargemacht, dass Bemühungen, rechtmässige wirtschaftliche Aktivitäten auf den Falklandinseln zu behindern, keine Zeichen verantwortungsvollen internationalen Engagements sind», schrieb die britische Parlamentarische Staatssekretärin für die Überseegebiete, Uma Kumara, auf der Plattform X.
Zur Story