Schweiz
International

Tausende Schweizer sitzen in Golfregion fest – EDA informiert

«Jeder Bürger hat eine Eigenverantwortung»: EDA informiert über festsitzende Schweizer

04.03.2026, 16:1404.03.2026, 17:39

Der für Donnerstag geplante Rückflug mit der Swiss von Maskat im Oman nach Zürich ist ausgebucht. In verschiedenen Golfstaaten befinden sich noch rund 5200 Reisende, wie am Mittwoch an einem Point de Presse des Bundes mitgeteilt wurde. Über weitere Ausreiseflüge ist im Moment nichts bekannt.

Der erste und vorerst noch einzige Swiss-Flug bietet 120 Rückkehrenden Platz, wie Marianne Jenni, Direktorin der Konsularischen Direktion des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), sagte.

Es handle sich um einen kommerziellen Flug ohne Kostenbeteiligung des Bundes. Jenni verwies auf das Auslandschweizergesetz, wonach jeder Bürger und jede Bürgerin Eigenverantwortung wahrnehmen müsse. Die Fluggesellschaft Swiss sei den Reisenden aber mit nicht kostendeckenden Ticketpreisen entgegengekommen.

Auf der Travel App des EDA hätten sich rund 5200 Schweizerinnen und Schweizer registriert. Die meisten von ihnen würden in Doha, Dakar, in Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabische Emiraten und in Maskat im Oman festsitzen.

Notfälle aus Krankheitsgründen seien bislang nur sehr wenige gemeldet worden. Jenni sprach von lediglich zwei bis drei Fällen. Betroffene sollen sich an die jeweiligen diplomatischen Vertretungen wenden.

Im Moment könne das EDA nichts zu weiteren Flügen sagen, so Jenni. Man befinde sich mit der Swiss im engen Austausch, aber die Organisation solcher Flüge gestalte sich wegen der sicherheitsrelevanten Situation und der Überflugsrechte nicht einfach.

«Bleiben Sie wo Sie sind»

Die Gestrandeten rief Jenni auf: «Bleiben Sie dort, wo Sie sind.» Von Reisen nach Maskat, von wo aus am Donnerstag der Swiss-Flug abheben wird, oder gar Saudi Arabien riet sie mit Nachdruck ab. Der Grenzübertritt gestalte sich schwierig, und von Riad in Saudi Arabien aus seien sowieso keine Flüge möglich.

Ganz allgemein veröffentlichte das EDA am Mittwoch eine erweiterte Reisewarnung. Konkret wird von nicht dringlichen Reisen in die Provinzen Dhofar und Al Wusta sowie auf die Insel Masirah im Oman abgeraten. (sda)

Marianne Jenni EDA
Marianne Jenni informierte bereits am Montag über die Lage der Schweizer Touristen in der Golfregion.Bild: Screenshot Keystone
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
73 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Opossum2
04.03.2026 16:34registriert Januar 2022
Wenn es nicht Leute wie Büsser gäbe, die sich noch damit brüsten, fünf Flüge gebucht zu haben, hätten wohl schon viel mehr Leute ausreisen können.
1325
Melden
Zum Kommentar
avatar
stronghelga
04.03.2026 16:50registriert März 2021
Rückholaktionen passieren aus politischen und humanitären Gründen. Es besteht keinerlei rechtlicher Anspruch. Fast immer werden sie multinational organisiert und den Reisenden (richtigerweise) anschliessend in Rechnung gestellt.

So bleiben Fernreisen stets ein wenig Abenteuer.
763
Melden
Zum Kommentar
avatar
Tatwort
04.03.2026 16:39registriert Mai 2015
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.
682
Melden
Zum Kommentar
73
«Kassensturz» testet Fertigpizzen: Nur eine überzeugt
Der «Kassensturz» hat elf Margherita-Fertigpizzen aus dem Detailhandel nach Aussehen, Duft, Geschmack und Konsistenz getestet. Nur eine Pizza konnte die Jury überzeugen.
Zur Story