Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this photo provided by NASA, the United Launch Alliance Delta IV Heavy Rocket with NASA’s Orion spacecraft mounted atop, lifts off from Cape Canaveral Air Force Station's Space Launch Complex 37 at 7:05 a.m. EST, Friday, Dec. 5, 2014, in Florida. NASA's new Orion spacecraft made a

Eine Orion-Rakete hebt bei der Nasa-Raumfahrtsstation in Houston ab. 
Bild: AP/NASA

Das Apollo-Projekt: Um die Erde zu retten, müssen wir nach den Sternen greifen

Es gibt Good News im Vorfeld der Klimakonferenz von Paris: Die Anzeichen, dass der Planet zu retten ist, mehren sich. Vor allem dann, wenn wir uns dazu durchringen könnten, ein Energie-Apollo-Programm zu lancieren.



Die Klimakonferenz von Kopenhagen war ein Desaster. Sie endete in einem Chaos und die versammelten Staatsoberhäupter mussten zerstritten und unverrichteter Dinge wieder abreisen. Sechs Jahre später werden sie erneut in Paris zusammentreffen, und alles deutet daraufhin, dass diesmal tatsächlich Erfolge im Kampf gegen die Klimaerwärmung erzielt werden können.

Wissenschaftler und Banker warnen

In den letzten sechs Jahren hat sich Einiges getan: Die Wissenschaft hat die These des von Menschen verursachten Klimawandels so weit erhärtet, dass nur noch die letzten Betonköpfe daran zweifeln können. Nicht nur die Klimaforscher haben die Gefahren erkannt. Selbst Banker wie Mark Carney, Gouverneur der Bank of England, oder Henry Paulson, ehemaliger CEO von Goldman Sachs und Ex-US-Finanzminister, warnen eindringlich davor, die wirtschaftlichen Konsequenzen der Klimaerwärmung zu unterschätzen.

«Wir brauchen, was auch das Apollo Programm hatte: Ein Ziel, das dem Projekt Emotionen, Prestige und Glamour verleiht.»

Richard Layard, London School of Economics

Auch der Graben zwischen den Industrienationen und den Schwellenländern ist am Verschwinden. Das hat einen banalen Grund. Die Luft in Peking und – noch schlimmer  – in Neu Dehli ist inzwischen so dreckig geworden, dass die Menschen buchstäblich daran zu ersticken drohen. «Selbst Länder wie Indien haben verstanden, dass erneuerbare Energie nicht nur eine Angelegenheit für reiche Staaten ist», sagt Patrick Hofstetter, Klimaexperte beim WWF Schweiz.

Auch die Multis legen Versprechen ab

Auch die Wirtschaft zieht mit. Ob Nestlé oder Swiss Re, Ikea oder Migros – alle bekennen sich inzwischen zu Klimazielen. Das gilt weltweit. In den USA haben Konzerne wie Johnson & Johnson, Procter  & Gamble, Nike, Starbucks und Intel ein Versprechen unterzeichnet, in dem sie sich verpflichten, mehr gegen die Klimaerwärmung zu unternehmen. Nur Ölmultis wie Exxon oder Chevron halten sich noch vornehm zurück.

United Nations Secretary General Ban Ki-moon, left, shakes hands with Nicholas Stern, co-chair of the The Global Commission on the Economy and Climate, as other co-chair, former Mexican President Felipe Calderon, center, looks on before the conference at United Nations headquarters, Tuesday, Sept. 16, 2014. (AP Photo/Richard Drew)

Fordert eine Energie-Revolution: Sir Nicholas Stern (rechts) zusammen mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.
Bild: Richard Drew/AP/KEYSTONE

Die Technik hat ebenfalls grosse Fortschritte erzielt. Am sichtbarsten ist dies bei den Solarzellen. Ihr Preis ist in den letzten fünf Jahren nochmals massiv gesunken. Erneuerbare Energie ist daher kein Luxus mehr für grüne Wohltäter, sondern eine Notwendigkeit für nüchtern kalkulierende Geschäftsleute.  

Das Potenzial für eine Energie-Revoution ist vorhanden

Eine «Energie-Revolution» sei machbar geworden, stellt Nicholas Stern in seinem Buch «Why Are We Waiting» fest. Er wurde vor rund zehn Jahren mit einem Aufsehen erregenden Report über den Klimawandel weltberühmt und deswegen von der Queen geadelt. Martin Wolf, Chefökonom in der «Financial Times» kommt zum gleichen Ergebnis. «Das Potenzial für eine Energie-Revolution ist vorhanden», stellt der wohl einflussreichste Wirtschaftsjournalist der Welt fest.

Chinese cycle through smog and pollution over Beijing's Tiananmen Square Thursday , May 1, 2008. (AP Photo/Oded Balilty)

Wenn Velofahren die Gesundheit gefährdet: Smog in Peking.
Bild: AP

Allerdings, noch ist gar nichts gewonnen. Nach wie vor ist unsicher, ob das Minimalziel – die Erwärmung bei zwei Grad zu begrenzen – erreicht werden kann. Immer öfter ertönt deshalb der Ruf, die Forschung auf dem Gebiet der Energie massiv zu erhöhen. Grosser Beliebtheit erfreuen sich dabei Vergleiche mit dem «Manhattan Projekt», dem Forschungsplan zum Bau der Atombombe im Zweiten Weltkrieg, oder dem Apollo Programm, Kennedys Forderung, innerhalb von zehn Jahren einen Menschen auf den Mond zu schiessen.

Mit einem Energie-Programm ein Zeichen setzen

Richard Layard ist zuständig für das Wellbeing Programm an der London School of Economics. Er ist ein vehementer Befürworter eines Energie-Apollo-Programms. «Genauso wie der Zweite Weltkrieg uns das Manhattan Projekt beschert hat und der Kalte Krieg Amerika dazu bewogen hat, auf dem Mond zu landen, brauchen wir heute ein weiteres Apollo Projekt – ein internationales, dessen Ziel darin besteht, die Erde für die Menschen sicher zu machen.»

Ein Apollo Programm gegen den Klimawandel ist nicht gratis zu haben. Weltweit werden heute bloss rund sechs Milliarden Dollar für die Forschung im Energiebereich ausgegeben, ein lächerlicher Betrag. Layard fordert, dass dieser Betrag mindestens verdoppelt wird.

Solarstrom soll billiger werden als Strom aus Kohle

Geld allein wird es jedoch nicht richten. «Wir brauchen, was auch das Apollo Programm hatte: Ein Ziel, das dem Projekt Emotionen, Prestige und Glamour verleiht», so Layard. «Zusammen mit anderen fordere ich deshalb, dass der Preis von erneuerbarer Energie innerhalb von zehn Jahren unter das Niveau von dem aus Kohle gewonnenen Strom gedrückt werden muss.»

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

256
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

79
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

130
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Musk kam, sah und wurde fast von Ameisen gebodigt – das steckt hinter der Wut auf Tesla

184
Link zum Artikel

Instagram-Star Morena Diaz hat einen ehemaligen Freund wegen Vergewaltigung angezeigt

256
Link zum Artikel

Covid-19 zertrümmert den Mythos von der Effizienz des chinesischen Systems

101
Link zum Artikel

Attentat von Hanau: «Rechtsextreme Influencer radikalisieren die ‹einsamen Wölfe›»

91
Link zum Artikel

6 Schweizer Mythen im Faktencheck

32
Link zum Artikel

Das Verkehrsregel-Quiz: Wer hier versagt, muss den Bus nehmen

194
Link zum Artikel

Waadtländer wird von falscher Geliebter abgezockt – und zwar so richtig

10
Link zum Artikel

Schweizer Zahnärzte haben ein Hygiene-Problem – und niemand tut etwas dagegen

27
Link zum Artikel

Bill Gates hat sein erstes Elektroauto gekauft – jetzt rate, was für eins! 🙈

79
Link zum Artikel

«Der Drogenkonsum war nicht das Schlimmste» – Jasmin über ihr Leben bei süchtigen Eltern

41
Link zum Artikel

An dieser Monsterschlange mussten Skifahrer anstehen, um auf den Lift zu kommen 😨

115
Link zum Artikel

«Obwohl ich ihn heiraten will, kriege ich jetzt Panik …»

130
Link zum Artikel

«Natürlich hatte ich schon mit Piloten Sex»: Eine Swiss-Stewardess erzählt

228
Link zum Artikel

Du kannst mit dem letzten Penalty alles klar machen … UND DANN SCHIESST DU SO?!

10
Link zum Artikel

Du willst Polizist werden? Dann musst du zuerst dieses Deutsch-Diktat meistern

118
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dracului 23.11.2015 16:41
    Highlight Highlight Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube ... Sogar die reiche und technisch fortschrittliche Schweiz verfehlt die abgemachten Kyoto-Ziele zur Reduktion der Emissionen. Was die staatliche ETH beiträgt, liegt im Smog. Grünes Gedankengut landete bei diesen Wahlen auf dem Kompost: Reduktion der Asylanten ist wichtiger als CO2. Unsere greisen KKWs kriegen garantierter Altersunterstützung, als die freien Bürger. Der Klimawandel so weit weg, wie der Gedanke an Lungenkrebs bei einem 20-Jährigen Raucher!
    • EvilBetty 23.11.2015 19:19
      Highlight Highlight OffTopic: Es könnte auch Dracule heissen, oder?
    • Nichtswisser 24.11.2015 10:08
      Highlight Highlight Was haben KKW mit Klimawandel zu tun?
    • Luecu71 24.11.2015 12:13
      Highlight Highlight Ich denke er meint KOHLE-Kraft-Werk
    Weitere Antworten anzeigen

Interview

«Die Nahrungsgrundlage aller Wasserlebewesen steht auf dem Spiel»

Die Pestizid-Grenzwerte werden in der Schweiz nicht gelockert. Für den Geschäftsführer des Schweizerischen Fischerei-Verbands müssen jedoch weitere Schritte eingeleitet werden, um das Fischsterben zu verhindern.

Aufatmen beim Schweizerischen Fischerei-Verband. Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am Dienstagmorgen beschlossen, dass die Pestizid-Grenzwerte im Wasser nicht gelockert werden. Ab dem 1. April gilt ein Grenzwert von 0,1 Mikrogramm Pestizid pro Liter in Gewässern, aus denen Trinkwasser entnommen wird. Ihre Vorgängerin im UVEK, Doris Leuthard, hatte die Grenzwerte noch erhöhen wollen.

Philipp Sicher, Geschäftsführer des Schweizerischen Fischerei-Verbands, nimmt den Entscheid mit Erleichterung …

Artikel lesen
Link zum Artikel