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Ex-US-Diplomat nennt Iran-Deal von Trump «strategisches Fiasko»

Ex-US-Diplomat nennt Iran-Abkommen «strategisches Fiasko von epischen Ausmassen»

17.06.2026, 21:3817.06.2026, 21:38

Ein ranghoher ehemaliger Mitarbeiter des US-Aussenministeriums hat das Rahmenabkommen seines Landes mit dem Iran als «strategisches Fiasko von epischen Ausmassen» bezeichnet. Die Vereinbarung, die am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, bedeute «den Bruch mit einer nahezu fünfzigjährigen, von beiden Parteien getragenen US-Politik gegenüber dem Iran», sagte Joel Rubin dem TV-Sender i24news. Rubin war während der Amtszeit des damaligen US-Präsidenten Barack Obama Mitarbeiter des Aussenministeriums.

Das Rahmenabkommen bedeute ein Ende der «Idee, dass der Iran ein negativer Akteur in der Region ist». Rubin warnte vor einem Szenario, in dem Teheran nun «Hunderte Milliarden Dollar ohne jegliche Einschränkungen übergeben werden» könnten. Man hoffe offenbar auf «irgendeine Art von besserer Einigung in den kommenden 60 Tagen, nachdem der Iran bereits bezahlt worden ist, und die Vorteile und Zugeständnisse des Abkommens schon bekommen hat», ohne sich zu einer ernsthaften Gegenleistung zu verpflichten, sagte Rubin.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte auch in der Vergangenheit bei US-Präsident Donald Trump für eine härtere Linie gegenüber Teheran geworben. Er ermutigte ihn 2018 zu der höchst umstrittenen Entscheidung, aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran auszusteigen. Im Rückblick wird dieser Schritt auch von israelischen Sicherheitsexperten als strategischer Fehler eingestuft. (hkl/sda/dpa)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Callao
17.06.2026 21:51registriert April 2020
Traue keinem der zwei Casinos in den Bankrott getrieben hat!
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Bonbonsai
17.06.2026 21:56registriert November 2023
<von wegen "The art of the Deal"!
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Hector B.
17.06.2026 22:22registriert Februar 2022
Dieses strategische Fiasko ist nichts anderes als eine vollumfängliche Kapitulationserklärung. Die Iranische Führung hat gezeigt, wie man mit dem Looser im Weissen Haus umgeht. Davon könnten sich einige Regierungen eine Scheibe abschneiden. Auch die Unsrige.
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