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Manchester City manager Josep Guardiola, right, and Liverpool manager Juergen Klopp talk during the English Premier League soccer match between Liverpool and Manchester City at Anfield stadium in Liverpool, England, Sunday, Oct. 7, 2018. (AP Photo/Rui Vieira)

Klopp und Guardiola sind hier wohl nicht gleicher Meinung. Bild: AP/AP

Klopp über ManCity-Begnadigung: «Kein guter Tag für den Fussball»



Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat keine Freude an der Begnadigung von Manchester City vor dem internationalen Sportgericht. Dass die zweijährige Europacup-Sperre der «Citizens» aufgehoben wurde, kann der 53-jährige Deutsche nur schwer nachvollziehen.

«Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes», begann Klopp an der Pressekonferenz vor dem Premier-League-Duell mit Arsenal vom Mittwoch. «Aber wenn ich ehrlich bin, denke ich nicht, dass es ein guter Tag für den Fussball war.» Der sonst so redselige Liverpool-Trainer tat sich sichtlich schwer, die richtigen Worte zu finden. «Ich weiss nicht, ob ich darauf antworten kann, das ist ein ernstes Thema. Es ist ein Problem, dass ich das nicht in meiner Muttersprache tun kann», so Klopp.

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Klopp spricht fast vier Minuten über das ManCity-Urteil des CAS. Video: streamable

Aus persönlicher Sicht finde er es gut, dass City in der Champions League spielen darf, erklärte «The Normal One» zwischendurch mit einem Augenzwinkern. «Sie haben jetzt nicht zehn, zwölf Spiele weniger in der nächsten Saison. Wenn City die Kräfte hätte schonen können, hätte kein anderes Team in der Liga auch nur eine Chance im Kampf um den Titel gehabt.»

Dann wurde Klopp aber wieder ernst. Er betonte, dass er das «Financial Fairplay», gegen das ManCity gemäss UEFA wiederholt verstossen haben soll, «für eine gute Idee» für den Fussball halte. Es sei schliesslich dazu da, die Teams und den Wettbewerb zu schützen, damit niemand zu viel Geld ausgebe. «Wenn alle reichen Klubpräsidenten oder Länder tun können, was sie wollen, wird es schwierig», so Klopp. «Das würde dann zwangsläufig zu einer weltweiten Superliga mit zehn Klubs oder so führen.»

Das sagt Mourinho zum City-Urteil:

Mehr Freude am CAS-Urteil als Klopp hatte City-Coach Pep Guardiola. «Das war ein guter Tag für den Fussball», erklärte der Katalane. «Drei unabhängige Richter haben erklärt, dass wir nichts falsch gemacht haben. Die Regeln des ‹Financial Fairplay› gelten weiterhin und sind verbindlich für alle Klubs in Europa. Hätten wir die Regeln gebrochen, wären wir aus dem Europacup ausgeschlossen worden. Die anderen Trainer sollten wissen, dass wir am Ende die Geschädigten sind. Wir sollten eigentlich eine Entschuldigung kriegen.»

Schon kurz nach Bekanntgabe des Freispruchs für die «Skyblues» konnten Guardiola und sein Umfeld ihre Freude nicht verbergen. Sein Berater Manuel Estiarte postete ein Foto mit einem breit grinsenden City-Trainer auf Instagram und kommentierte es mit einem einfachen «Yes!!!!!!!!!!». Dass das ziemlich provokativ rüberkommt, merkte wohl auch Estiarte und löschte das Bild kurze Zeit später wieder.

Bild

Guardiola kann sich ein breites Grinsen nach dem CAS-Urteil nicht verkneifen. bild: instagram.com/manel.estiarte

Für Guardiola, der bei City noch einen Vertrag bis 2021 hat, ist die CAS-Begnadigung enorm wichtig. Nur wenn die «Citizens» in der Champions League spielen, kann der Premier-League-Zweite alle Stars halten und möglichen Neuzugängen eine sportlich reizvolle Perspektive bieten. Laut Guardian plant City nach dem umstrittenen CAS-Urteil bereits eine neue Transfer-Offensive, 166 Millionen Euro soll Guardiola ausgeben dürfen.

Ziemlich heftig flirten die «Citizens» derzeit mit Bayern-Verteidiger David Alaba. Ausserdem sollen auch Thiago und Kai Havertz aus der Bundesliga kommen. Weiter stehen offenbar auch Adama Traoré, Kalidou Koulibaly und Ben Chilwell auf der Wunschliste von Guardiola. Es scheint, als wäre nichts passiert. Trotz Warnschuss der UEFA scheint bei ManCity also alles so weiterzugehen wie bisher. (pre)

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • maxi #sovielfürdieregiongetan 15.07.2020 06:50
    Highlight Highlight Klopps FC Liverpool hat in den letzten Jahren über eine Milliarde investiert, dank der Fenway Sports Group. Bin nicht socher ob gerade er in diesem Fall die Klappe soweit aufreissen soll.


    Was natürlich nicht heisst das er nicht recht hat. Es wirkt auf mich halt eher nach Steine schmeissen im Glashaus.
    • LifeIsAPitch 15.07.2020 09:19
      Highlight Highlight Wer eine der zahlreichen einschlägige Websites konsultiert, stellt fest, dass Liverpool in den letzten 10 Jahren netto 297mio ausgegeben hat - weniger als beispielsweise West Ham. City hingegen verprasste netto über einer Milliarde. Mag in Deinem Weltbild kein grosser Unterschied sein, ist es aber in der Realität trotzdem.
  • Passierschein A38 14.07.2020 22:32
    Highlight Highlight Klopp ist einfach ein Geschenk für den Fussballzirkus! Er ist und bleibt „the normal one“!
    In der Schweiz würde man „geile Siech“ zu ihm sagen...!
  • ThePower 14.07.2020 20:08
    Highlight Highlight Jetzt ist es soweit, der europäische Spitzenfussball ist für mich endgültig gestorben. Die Kleinen (Malaga, Sion) hängt man auf, die Grossen (PSG, City) können machen, was sie wollen. Das hat mit fairem Wettbewerb nichts mehr zu tun und verstösst so ziemlich gegen alles, wofür dieser Sport eigentlich steht. Ich bin jedenfalls raus, es reicht endgültig.
  • Pümpernüssler 14.07.2020 18:23
    Highlight Highlight Sion wurde bestraft, City nicht. Sagt doch schon alles.
  • Yozef 14.07.2020 18:03
    Highlight Highlight Den Fussball den ich einst liebte, gibts nicht mehr.
  • Clank 14.07.2020 18:00
    Highlight Highlight Ich bin unzufrieden mit dem Entscheid. Tatsächlich zeigt er auf, wie lächerlich doch FFP funktioniert.
    Aber dass sich hier genauso überbezahlte Coach dazu äussern, die wohl selber bewusst/unbewusst FFP regelmässig missachten, ist einfach heuchlerisch. Oder sind Klopp und Mourihno plötzlich Buchhaltungsexperten und können eine Bilanz aufstellen, welche Summen jeder Club ausgeben darf. Um die Arbeit rund ums FFP kümmern sich andere, aber sicher nicht die Coach. Die haben wohl keine Ahnung, wer tatsächlich schuldig ist oder nicht. City wäre einfach ein auffälliger ernsthafter Konkurrent weniger.
  • Jonaman 14.07.2020 17:10
    Highlight Highlight "Hätten wir die Regeln gebrochen, wären wir aus dem Europacup ausgeschlossen worden."
    Wieso hat denn ManCity trotzdem eine Busse erhalten, wenn sie ja die Regeln nicht gebrochen haben? Lächerlich ist das.

    Macht doch eine Champions Liga der 20 Topclubs Europas und lasst den Rest einen vernünftigen europäischen Wettbewerb spielen.
    • freeLCT 14.07.2020 17:59
      Highlight Highlight @Jonaman:

      Den Vorschlag höre ich heute zum ersten Mal,
      und ich muss sagen, dieser ist ziemlich gut.
    • BVB 14.07.2020 23:38
      Highlight Highlight Ich habe das Gefühl dass sich die Schere dadurch nur noch weiter öffnet.
    • Jonaman 15.07.2020 19:42
      Highlight Highlight Aber dann muss es niemanden von ausserhalb dieser Clubs mehr kümmern, da sie nicht gegeneinander antreten müssen.
  • easy skanking 14.07.2020 16:42
    Highlight Highlight ich denke was mourinho sagte, triffts am besten.
    wenn city schuldig wäre, müssten sie ausgeschlossen und wenn unschuldig nicht bestraft werden.. so oder so eine schande..
    • Hans Doe 14.07.2020 18:13
      Highlight Highlight Man muss hier schon differenzieren. City muss das Bussgeld aufgrund der schlechten Zusammenarbeit mit der UEFA bezahlen und nicht wegen Vergehen gegen das Financial Fairplay. Diese Punkte sind entweder verjährt oder können nicht bewiesen werden. Als Fussballfan schmerzt mich das, und juristisch stellt sich für mich die Frage nach welchen Reglementen/Gesetze diese Punkte verjähren können. Steht das im Financial Fairplay?
    • easy skanking 14.07.2020 18:57
      Highlight Highlight doe... was bedeutet denn schlechte zusammenarbeit?
      vertuschung, verschleierung, erschweren der beweisführung?
    • Hans Doe 14.07.2020 20:33
      Highlight Highlight Die Wortwahl habe ich vom entsprechenden Watson Artikel übernommen. Auf NZZ wird zudem zitiert, dass City „Prinzipien missachtet habe“. Im ausführlichen Urteil, welches auf der Homepage des TAS verfügbar ist, können Sie bestimmt nachlesen was genau damit gemeint ist. Ich machte mir nicht die Mühe das ganze Dokument durchzulesen, denn Juristen können sich nicht wirklich kurz halten...
  • GenerationY 14.07.2020 16:23
    Highlight Highlight Das FFP war von Anfang an eine Farce.

    Fairerweise muss man aber erwähnen, dass schon PSG vor ein paar Jahren schlussendlich auch nur mit einer Geldstrafe davongekommen ist.

    Von daher hält die UEFA wenigstens an ihrer Linie fest... Oder besser gesagt wäre es nach dem "Präzedenzfall PSG" nicht fair, andere Mannschaften härter zu bestrafen.
    • Gorna27 14.07.2020 17:51
      Highlight Highlight Die UEFA hält an gar nichts fest. Der CAS hat die Strafe aufgehoben, nicht die UEFA...
      So sehr ich die Entscheidung verurteile, die UEFA ist für einmal nicht schuld...
  • kettcar #lina4weindoch 14.07.2020 16:21
    Highlight Highlight Schon der zweite Artikel wo ihr eine Währung in Euro umrechnet. Handelt es sich hier um ein copy&paste Problem oder wieso haltet ihr das umrechnen in eine zweite Fremdwährung für sinnvoll?
    • Adrian Buergler 14.07.2020 17:10
      Highlight Highlight @kettcar #lina4weindoch: Im deutschen Sprachraum werden Ablösesummen und Marktwerte standardmässig in Euro angegeben. Unter dem Euro kann sich ein Schweizer im Normalfall doch eher etwas vorstellen als unter Pfund.
    • kettcar #lina4weindoch 14.07.2020 19:38
      Highlight Highlight Fair point wenn’s nur hier wär, der andere Artikel war aber im Wirtschaftsbereich wo Dollar zu Euro umgerechnet wurde. Ein Schweizer kann sich im Normalfall nämlich noch mehr unter Franken vorstellen.
  • Shabbazz 14.07.2020 16:04
    Highlight Highlight Wenn man eine Regel fast schon nach belieben biegen, dehnen oder sogar brechen kann, dann sollte man die Regel abschaffen!!!
  • Victor Paulsen 14.07.2020 15:50
    Highlight Highlight Man kann sagen, dass er einfach die Konkurrenz schwächen wollte. Aber Klopp ist einer der Trainer, denen ich eher zutraue, dass es ihnen noch um Fussball geht
    • Clank 14.07.2020 17:54
      Highlight Highlight Klopp? Oh bitte schön, noch nie war ein Coach in der Werbung so omnipräsent.
      Die hocken alle im selben Boot, geben ohne nachzufragen grinsend die Millionen aus, solange es ihnen passt.
      Seit wann sind Fusball-Trainer Buchhalter oder Jursiten? Die haben allesamt keine Ahnung. Da geht es 100% um Eigeninteresse und Pseudo-Moralkeule schwingen fürs Image.
  • Regius 14.07.2020 15:38
    Highlight Highlight Nach diesem Urteil kann man das FFP getrost einstampfen... einfach lächerlich... Aber irgendwie war das auch schon im vorhinein klar, dass das Urteil (leider) nicht durchgezogen wird... Für mich hat das auch nichts mit City per se zu tun. Wäre bei allen anderen reichen Klubs wohl genau so abgelaufen.
    • pop_eye 14.07.2020 19:29
      Highlight Highlight Wenn ich richtig informiert bin, wurde die ACMilan aufgrund des FFP Verstosses aus der Euroliga (Saison 19/20) seitens CAS verbannt und die AS Roma erbte. Somit werden zurzeit mit verschiedenen Massstäben Urteile gefällt.

      Meiner Meinung nach ist es so, dass die Oligarchen mit ihrem Gekd das Zepter schwingen. Ganz nach dem Motto entweder oder. Wäre City verurteiltt worden, hätte es womöglich eine Kettenreaktion gegeben. Ein Scheich mag das Spielzeug nicht mehr und andere folgen, was für die prostituierte PL ein Desaster auslöst.

      Im Interesse von allen (Geld) wurde nun so entschieden.

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