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Japan

Bär in Japan gelingt nach Angriff spektakuläre Flucht

Jäger wollten ihn 24 Stunden lang erwischen: Bär in Japan gelingt spektakuläre Flucht

05.06.2026, 10:0705.06.2026, 10:07

In Japan ist einem besonders cleveren Bären nach einem Angriff auf vier Menschen eine filmreife Flucht vor seinen Häschern gelungen. Wie japanische Medien berichteten, hatte sich das Tier nach dem Vorfall in einer Fabrik in Fukushima verschanzt. Jäger und Einsatzkräfte versuchten ihn mehr als 24 Stunden lang mit Fallen und Betäubungsgewehren zu stellen. Doch vergeblich. Zwischenzeitlich wurde der Bär dabei beobachtet, wie er einen Wasserhahn bediente und daraus trank. Schliesslich öffnete er nachts ein Fenster und entkam.

A bear walks on the premises of an office in Fukushima, Japan, Tuesday, June 2, 2026. (Kyodo News via AP)
Japan Bear Attack
Der Bär von Fukushima geht mit seiner spektakulären Flucht um die Welt.Bild: keystone

Dass ihm dies gelungen sei, zeige die besondere Intelligenz des Bären, hiess es in den Berichten weiter. Selbst ein auf ihn abgeschossener Betäubungspfeil verfehlte seine Wirkung. Einsatzkräfte fanden den Pfeil später wieder, das Betäubungsmittel befand sich demnach noch darin. Ob das Gerät versagte oder der Bär den Pfeil rasch abgestreift hatte, blieb unklar.

Bärenangriffe häufen sich

Nach seiner erfolgreichen Flucht durchs Fenster blies die Stadt die Jagd auf dem Fabrikgelände ab. Fukushimas Bürgermeister Yuki Baba rief die Bevölkerung jedoch zu Wachsamkeit auf.

Laut dem Umweltministerium wurden 2025 landesweit 13 Menschen durch Bären getötet – ein Rekordwert. Dass es seit Jahren vermehrt zu gefährlichen Begegnungen zwischen Bären und Menschen kommt, wird unter anderem mit der Aufgabe von Ackerflächen und der Entvölkerung ländlicher Gebiete im Zuge der Überalterung und des Bevölkerungsrückgangs begründet. Als weiterer Grund gilt, dass die Tiere nicht genug Nahrung in den Bergwäldern finden.

Nach Regierungsangaben leben derzeit schätzungsweise mehr als 19'000 Schwarzbären in der Region Tohoku, zu der auch Fukushima gehört. (dab/sda/dpa)

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