Luftfahrt
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ARCHIVBILD ZUR VERLEIHUNG DES WORLRD TRAVEL AWARD AN DEN FLUGHAFEN ZUERICH, AM MONTAG, 2. JULI 2018 - The check-in hall 3 at Zurich Airport, pictured in Kloten, Switzerland, on July 31, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Wer in den nächsten Wochen in die Ferien fliegt, sollte sich genug früh über allfällige Änderungen informieren. Bild: KEYSTONE

Es droht Streik am Flughafen – und das mitten in den Sommerferien



Ein Teil der Fluglotsen von Skyguide will am Montag, 23. Juli, die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Skycontrol lehnt den neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ab. Skyguide verurteilt den geplanten Streik.

Der Arbeitskampf betrifft das regionale Kontrollzentrum Genf, den Flughafen Genf sowie die Regionalflughäfen Sitten, Bern, Lugano, Grenchen (SO) und Emmen (LU). Passagiere müssten mit Störungen rechnen, teilte der Fluglotsen-Personalverband Skycontrol am Dienstag mit.

Gleichentags meldete Skyguide, dass man sich mit drei anderen Fluglotsen-Personalverbänden vor der Schlichtungsstelle des Kantons Genf auf einen neuen GAV geeinigt habe. Dieser sei am Dienstagmittag unterzeichnet worden.

Skycontrol, welche die Verhandlungen über einen GAV eingeleitet habe, sei die einzige Gewerkschaft, die nach kurzer Zeit den Verhandlungstisch verlassen habe, kritisiert die Flugsicherung. Zudem habe Skycontrol als einzige Gewerkschaft ihren Mitgliedern das Verhandlungsergebnis nicht zur Abstimmung vorlegen wollen.

Das Unternehmen verurteilt die geplante Arbeitsniederlegung als «ungerechtfertigt und verantwortungslos». Die Aktionen von einzelnen militanten Gewerkschaftsführern würden den Interessen der Bevölkerung und der Wirtschaft, insbesondere in der Westschweiz, schaden, wird Skyguide-Chef Alex Bristol im Communiqué zitiert.

«Nicht verhandelbare» Forderungen

Die Gewerkschaft hatte nach eigenen Angaben zwei Forderungen auf den Tisch gelegt, die sie für «nicht verhandelbar» hält. Sie fordert 125 jährliche Ruhetage für Fluglotsen und eine jährliche Gehaltserhöhung von 1,8 Prozent während drei Jahren, rückwirkend ab 2017.

Die Unternehmensführung habe sich nicht kompromissbereit gezeigt. Die Gewerkschaft bedauert, dass das Management es vorziehe, die Zahl der Kadermitarbeiter zu Lasten der Lotsen zu erhöhen, deren Zahl von Jahr zu Jahr abnehme. Gleichzeitig nehme der Flugverkehr über Genf stetig zu. Die Gewerkschaft erachtet ihre Forderungen deshalb als «legitim».

Der Streik beginnt am Montag, 23. Juli. Er soll von 6.00 bis 10.00 Uhr dauern. An den folgenden Tagen will die Gewerkschaft ihre Kampfmassnahmen verschärfen. Sie will die Arbeit von Dienstag, 24. Juli, 8.00 Uhr bis Mittwoch, 25. Juli, 18.30 Uhr niederlegen. Ohne Zugeständnisse der Unternehmensspitze werde der Streik verlängert, droht die Gewerkschaft.

ZU DEN JAHRESZAHLEN 2016 DER FLUGSICHERUNG SKYGUIDE, AM DIENSTAG, 21. MAERZ 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Blick auf eine Fahne mit dem Logo der Skyguide Firma anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz der Skyguide am Dienstag, 25. Maerz 2014, in Wangen bei Duebendorf. 2013 erzielte Skyguide ein Betriebsergebnis von 33,59 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr: 29,95 Millionen). (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Ein Teil der Fluglotsen von Skyguide will am Montag, 23. Juli, die Arbeit niederlegen. Bild: KEYSTONE

Skyguide sorgt mit 1500 Mitarbeitenden an 14 Standorten für die Flugsicherung in der Schweiz und im angrenzenden Ausland. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 13.07.2018 07:18
    Highlight Highlight Ich find die Gewerkschaft super, die 'unverhandelbare Forderungen' präsentiert und sich darüber beschwert, dass sich Skyguide nicht kompromissbereit zeigt.
    • Juliet Bravo 13.07.2018 12:00
      Highlight Highlight Vielleicht nicht blindlings einer Seite glauben.
  • Leider Geil 13.07.2018 01:05
    Highlight Highlight Noch ein Berufszweig, der bald durch KI Software ersetzt werden wird.
    Diese Fluglotsen machen sicher gute Arbeit und haben einen stressigen Job. Aber die verdienen ja auch nicht schlecht. Andere haben Stress, keine Ruhetage und verdienen noch schlecht.
  • Patho 12.07.2018 21:43
    Highlight Highlight Leider kann man die Flugsicherung nicht boykottieren, sollten sie streiken... Wenn denen die Arbeitsbedingungen nicht passen könnenmsie ja in der Landwirtschaft oder auf dem Bau arbeiten, wo es sicher höhere Löhne und bessere Bedingungen gibt. Streik ist Nötigung (eine Forderung unter Druck erzwingen) und Nötigung ist in der Schweiz glücklicherweise illegal.
    • Brummbaer76 13.07.2018 10:18
      Highlight Highlight Streik ist ein Verfassungsmässiges recht! Verfassung ist doch wichtig? Oder nur wenn es einem passt?
    • Patho 13.07.2018 14:58
      Highlight Highlight Ich weiss, dass es ein verfassunsmässiges Recht ist, aber erstens ist nicht alles, was in der Verfassung steht auch gut und sinnvoll (meiner Meinung nach, z.B. Minarettverbot oder Bibelspruch als Präambel) und zweitens hat man in der Schweiz glücklicherweise die Möglichkeit die Verfassung zu ändern. Ich würde ja nichts sagen, wenn die Streikenden für alle entstehenden Kosten aufkommen würden, aber das geht dann wieder zu Lasten der betroffenen Kunden, die rein gar nichts dafür können... Die Streikenden erhalten wohl auch noch ihren Lohn, obwohl sie in dieser Zeit keiner Arbeit nachgehen:/
  • Gregor Hast 12.07.2018 21:20
    Highlight Highlight Wenn die wenigen Menschen, die über unsere Welt herrschen, und da sind nicht die Politiker gemeint, den Befehl geben, dass keine Flugzeuge fliegen, Lastwagen keine Nahrung mehr liefern sollen etc. , dann wird alles ins Stocken geraten.
    • nödganz.klar #161 12.07.2018 21:56
      Highlight Highlight Lass mich raten: du meinst die Echsenmenschen, die Juden oder den Deep State? Und erfahren hast du alles von den Filmchen auf Youtube, und wir, die ungläubigen Schafe, müssten uns endlich mal informieren und aufwachen? Ja? Ok.

      Aber du feierst ja auch Trump. Passt.
    • Juliet Bravo 12.07.2018 22:04
      Highlight Highlight Also werden die Schweizer Fluglotsen von einer klandestinen Clique gesteuert?
      Oder wie?
    • zsalizäme 13.07.2018 09:46
      Highlight Highlight Habe meinen Aluhut schon gebastelt. Für alle die noch keinen haben, hier eine Anleitung:
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  • Normi 12.07.2018 20:14
    Highlight Highlight Komisch was für ein Zufall 😒
  • Tomlate 12.07.2018 20:07
    Highlight Highlight Passt. Ich werde am 23. zurückfliegen.
  • eBart! 12.07.2018 20:03
    Highlight Highlight Ein etwas reisserischer Titel.. als würde nichts mehr gegen im Flugverkehr.

    Wären Zürich und Basel betroffen, dann wäre der Titel treffend.
  • LupaLouu 12.07.2018 20:02
    Highlight Highlight Der Kluge reist im Zuge
    • Demo78 12.07.2018 20:48
      Highlight Highlight 😂😂😂 Matchpoint, auch wenn ich lieber fliege 👍
    • Saraina 13.07.2018 00:23
      Highlight Highlight Da geht ja im Moment auch nicht alles rund. Schon mal die Fahrplanänderungen der SBB studiert?
    • Olaf! 13.07.2018 09:35
      Highlight Highlight Ja dachte ich mir auch, jetzt streiken sie in Frankreich wieder und ich muss ein Tag früher nach Hause.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 12.07.2018 19:47
    Highlight Highlight "..sowie die Regionalflughäfen Sitten, Bern, Lugano, Grenchen (SO) und Emmen (LU)"

    Wer fliegt bitteschön ab diesen Flughäfen in die Ferien?
    • nick11 12.07.2018 20:35
      Highlight Highlight Bern ist super praktisch. 20 Minuten vor Abflug da und noch genügend Zeit für einen Kaffee.
    • LupaLouu 12.07.2018 21:05
      Highlight Highlight Bern ist super zum Fliegen mit Kids...
    • Baba 12.07.2018 21:11
      Highlight Highlight Nun, für den Tessin ist Lugano-Agno wohl schon eine Option...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasch 12.07.2018 19:02
    Highlight Highlight Ist es wirklich möglich das die Bevölkerung langsam aufwacht?
  • nick11 12.07.2018 18:47
    Highlight Highlight Früher hat man gekündigt und den Job gewechselt wenn einem der Lohn oder die Bedingungen nicht gepasst haben. Heute wird einfach gestreikt. Was war daran so falsch?
    • Olaf! 13.07.2018 09:36
      Highlight Highlight Informier dich mal ein bisschen über die Geschichte von Gewerkschaften und erzähl mir ,dass früher nicht gestreikt wurde.
    • Dageka 13.07.2018 09:50
      Highlight Highlight Du hättest besser im Geschichtsunterricht aufpassen sollen...
    • Supermonkey 13.07.2018 12:34
      Highlight Highlight Dann wechsle mal als fluglotse den job... Zur inländischen konkurrenz? 🤔
  • PenPen 12.07.2018 18:32
    Highlight Highlight Das sind ja Europäische Zustände!
    • Pbel 12.07.2018 19:26
      Highlight Highlight In wie fern? Über den Lohn kann ich nicht urteilen. Aber 125 Ruhetage = 52x2 Tage Wochenende plus 21 Ferientage. Tönt jetzt also nicht nach viel.
    • Butschina 12.07.2018 21:22
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass die Ferien als Ruhetage gelten. Sie können nochmals mind 4 Wochen draufrechnen.
      Es ist zweifellos ein stressiger, verabtwortungsvoller Job. Nur alle haben den Vertrag unterschrieben. Streiks finde ich unfair. Zudem gibt es noch etliche andere Berufe, die genauso verantwortungsvoll sind. Gesundheitswesen, Chauffeure, Sbb Verkehrsleitung... Nur haben viele davon weniger technische Hilfsmittel die Fehler verhindern, aber dennoch höhere Arbeitszeiten. Wo soll es hinführen wenn alle zu streiken beginnen.
    • Juliet Bravo 12.07.2018 22:07
      Highlight Highlight Jaja, mal auf die Hinterbeine stehen ist unsere gmögige Schweizer Art nicht.
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Beinahe-Crash: Zürcher Obergericht korrigiert Bezirksgericht und verurteilt Fluglotsen

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