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Millionen sind süchtig nach «Candy Crush Saga».
bild: king

Wer ist eigentlich die Firma hinter «Candy Crush» und wer blättert dafür fast 6 Milliarden hin?

Für weit mehr Geld als für Lucasfilm, Marvel oder «Minecraft» bezahlt wurde, geht der «Candy Crush»-Entwickler an einen neuen Besitzer. Wir sagen euch, wer die beiden Unternehmen hinter dem Deal sind – oder besser gesagt, die vier Unternehmen.
03.11.2015, 14:4203.11.2015, 15:06
Philipp Rüegg
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Das muss man sich mal vor Augen halten. 4 Milliarden Dollar für Lucasfilm, 4 Milliarden für Marvel, 2 Milliarden für «Minecraft»-Entwickler Mojang sind nichts im Vergleich dazu, was Activision Blizzard für King Digital Entertainment hinblättert. Und das, nachdem King im August einen Gewinnrückgang von 28 Prozent für das letzte Quartal vermeldet hat. Für den Goldesel «Candy Crush» gaben Spieler im Vergleich zum Vorjahr 13 Prozent weniger Geld aus. Activision Blizzard liess sich davon offensichtlich nicht abschrecken und zückte das dicke Portemonnaie.

Zeit also, die zwei, beziehungsweise vier Unternehmen ein bisschen zu beleuchten.

King Digital Entertainment

King-CEO Riccardo Zacconi (2. v. l.) feiert den Börsengang vor einem Jahr.<br data-editable="remove">
King-CEO Riccardo Zacconi (2. v. l.) feiert den Börsengang vor einem Jahr.
Bild: Getty Images North America
  • 2002: Das Unternehmen wird von Riccardo Zacconi, Melvyn Morris und Roby Rowland in Stockholm gegründet.
  • 2003: Ein Bankrott kann kurz vor Weihnachten dank grosszügigen Investoren abgewendet werden.
  • 2004: Die ersten Browsergames erscheinen auf Midasplayer.com
  • 2005: Midasplayer.com wird in King.com umbenannt.
  • 2011: «Candy Crush Saga» erscheint für den Browser.
  • 2012: «Candy Crush Saga» landet auf Facebook. Bereits im ersten Quartal zählt King 30 Millionen Nutzer.
  • 2013: Die Android- und iOS-Versionen kommen auf den Markt und Ende 2013 beträgt die Benutzerzahl 408 Millionen.
  • 2014: King verlegt kurz vor dem Börsengang den Hauptsitz nach Irland und ist anschliessend 7.1 Milliarden US-Dollar schwer. Das Unternehmen zählt rund 1400 Mitarbeiter.

Activision Blizzard

CEO von Activision Blizzard Robert Kotick.<br data-editable="remove">
CEO von Activision Blizzard Robert Kotick.
Bild: rEUTERS
  • 2008: Activision Blizzard entsteht aus der Fusion der beiden Game-Firmen und macht den Megakonzern gemessen am Umsatz über Nacht zum Marktführer in der Game-Industrie. Genau genommen fusioniert Activision allerdings nicht mit Blizzard, sondern mit Vivendi Games, einer Tochterfirma von Vivendi. Weil Blizzard jedoch der etabliertere Name im Geschäft ist, wurde Vivendi Games als Bezeichnung fallen gelassen.
  • 2013: Vivendi reduziert die Beteiligung an Activision Blizzard von 61 auf 12 Prozent.
  • 2014: Vivendi verkauft weitere Anteile und besitzt nun noch einen Anteil von 5,8 Prozent.

Activision

CEO von Activision Eric Hirshberg.<br data-editable="remove">
CEO von Activision Eric Hirshberg.
Bild: Getty Images North America

Spieleauswahl: «Call of Duty», «Destiny», «Guitar Hero», «Tony Hawk».

  • 1979: Gründung durch vier ehemalige Atari-Mitarbeiter. Bis in die 80er Produktion diverser Atari-Spiele darunter «Pitfall!»
  • 1997 Übernahme von Raven Software («Heretic», «Hexen», «Quake 4»)
  • 1999: Übernahme von Neversoft, den Entwicklern der «Tony Hawk»-Serie.
  • 2003: Übernahme von Infinity Ward, den Machern von «Call of Duty».

Blizzard

Zwei Blizzard-Mitgründer: Mike Morhaime und Frank Pearce.<br data-editable="remove">
Zwei Blizzard-Mitgründer: Mike Morhaime und Frank Pearce.
bild: blizzard

Spieleauswahl: «Diablo», «Starcraft», «World of Warcraft», «Hearthstone».

  • 1991: Gründung unter der Bezeichnung Silicon & Synapse. Erste Erfolge verzeichnet das kleine Team mit Spielen wie «Rock & Roll Racing» und «The Lost Vikings».
  • 1994: Kurzzeitige Umbenennung in Chaos Studios, da es jedoch bereits eine Firma gibt mit dem Namen Label Chaos, einigt man sich auf Blizzard.
  • 1994: Der Durchbruch gelingt mit dem Strategiespiel «Warcraft: Orcs & Humans».
  • 1995: Übernahme von Condor Inc., die bereits an «Diablo» arbeiten und später in Blizzard North umbenannt werden.
  • 1998: «Starcraft» erscheint und wird mit 10 Millionen verkauften Exemplaren das bis heute meistverkaufte Echtzeitstrategiespiel.
  • 2005: «World of Warcraft» erscheint und stellt das MMORPG-Genre auf den Kopf.
  • 2010: «World of Warcraft» zählt zehn Millionen Abonnenten.

Vivendi

Die Vivendi-Chef-Riege mit Verwaltungsratspräsident&nbsp;Vincent Bolloré in der Mitte.<br data-editable="remove">
Die Vivendi-Chef-Riege mit Verwaltungsratspräsident Vincent Bolloré in der Mitte.
Bild: EPA/KEYSTONE
  • 1853: Die Wasserversorgungsgesellschaft Compagnie Générale des Eaux (CGE) wird gegründet und erhält Konzessionen für 100, respektive 50 Jahre für die Wasserversorgung in Lyon und Paris.
  • 1976: Ein neuer CEO beschliesst einen Wechsel in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.
  • 1983: Mitgründung von Canal+, dem ersten Pay-TV-sender Frankreichs.
  • 1998: Der Name wird in Vivendi geändert. Das Unternehmen zählt alleine in Frankreich 190'000 Mitarbeiter.
  • 2000: Börsengang und anschliessende Fusion mit Canal+-Gruppe sowie der kanadischen Seagram, Besitzerin von Universal Music und Universal Studios. Das Unternehmen heisst fortan Vivendi Universal.
  • 2013: Eigenes Video-on-Demand-Angebot mit Watchever in Deutschland.

Quelle: Wikipedia

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