Digital
Elektroauto

Tesla, BYD oder doch VW: Wer gewinnt das E-Auto-Rennen?

Elektroautos von BYD kommen nach Europa und sind weltweit beliebter als Tesla.
Elektroautos von BYD werden auch in Europa beliebter.Bild: imago

Tesla, BYD oder doch VW: Wer gewinnt das E-Auto-Rennen?

15.01.2026, 19:2315.01.2026, 19:23

Der VW-Konzern lieferte im letzten Jahr 8,98 Millionen Autos aus, BYD aus China 4,6 Millionen und Tesla 1,64 Millionen. Aber wie sieht es aus, wenn nur vollelektrische E-Autos (BEV) betrachtet werden?

BYD fährt allen davon, der VW-Konzern macht gegenüber Tesla etwas Boden gut.

Bei den E-Auto-Auslieferungen ändert sich das Bild: Nun führt BYD vor Tesla und der VW Group.

  • Tesla: Während Elon Musks Autokonzern zwischen 2019 und 2023 ein starkes Wachstum verzeichnete, gingen die weltweiten Auslieferungen 2024 leicht und 2025 stärker zurück.
  • BYD: Der chinesische Elektroauto-Gigant zeigt seit 2021 ein kräftiges Wachstum. 2025 war BYD mit rund 2,3 Millionen ausgelieferten vollelektrischen E-Autos (BEV) der deutliche Weltmarktführer vor Tesla (knapp 1,64 Millionen).
  • VW Group: Der VW-Konzern lieferte 2025 mit allen Konzernmarken (Audi, Skoda, Cupra und Porsche) 983'100 E-Autos aus. Das Wachstum wurde massgeblich durch den europäischen Markt getrieben, wo die Stromer-Auslieferungen um 66 Prozent auf 742'800 Fahrzeuge stiegen.

Das Zwischenfazit: Tesla, BYD und VW beherrschen mit ihren Elektroautos jeweils ihre Heimmärkte, also USA, China oder Deutschland. Dafür schwächelt Tesla in Europa, VW in China und BYD spielt in den USA überhaupt keine Rolle.

Doch wie geht es weiter?

Elektroauto

Tesla dominiert weiterhin in den USA, hält sich in China trotz leichter Verluste wacker, verliert aber in Europa laufend Marktanteile, weil die Modellauswahl klein ist und ein günstiger Elektro-Kleinwagen fehlt. Da Elon Musk die Fertigstellung des Robotaxis Cybercab priorisiert, ist ein günstiger Tesla auch für 2026 nicht in Sicht. Gegenüber BYD dürfte Tesla weiter ins Hintertreffen geraten.

BYD
dominiert in China und scheint Tesla und VW auch weltweit zu enteilen. Dies, obwohl der Elektro-Weltmarktführer in den USA gar keine E-Autos verkauft. Hohe Zölle und strenge US-Vorschriften für chinesische Unternehmen verhindern dies. Stattdessen konzentriert sich BYD auf die Expansion in Asien, Lateinamerika, Afrika und natürlich Europa. BYD hat Tesla bereits in mehreren europäischen Ländern überholt.

Aber: Trotz klarer Marktführerschaft hat sich BYDs E-Auto-Wachstum zuletzt abgeschwächt. Insbesondere chinesische Rivalen setzen BYD zu.

Der VW-Konzern lieferte nach einem schwachen Vorjahr 2025 weltweit 33 Prozent mehr E-Autos aus. Die Deutschen konnten die Lücke zu Tesla etwas verringern, was aber auch an Teslas Absatzschwäche lag. Positiv aus VW-Sicht ist, dass alle Konzernmarken mehr E-Autos auslieferten, insbesondere Skoda.

In Europa bringen die VW-Marken Volkswagen, Skoda und Cupra in diesem Jahr die lange ersehnten günstigeren und kleineren E-Autos auf den Markt. Der VW-Konzern könnte so seine Marktführerschaft in Europa weiter ausbauen.

VW ID. Polo
Kleine und günstigere E-Autos wie der ID. Polo (ab 25'000 Euro) dürften VWs Verkäufe in Europa weiter ankurbeln.Bild: vw

Ein anderer Hoffnungsschimmer: In China lancieren VW und Audi ab diesem Jahr ihre neue E-Auto-Generation. Es handelt sich um E-Autos, die vollständig in China und ausschliesslich für China entwickelt wurden. Das Ziel sind Kosteneinsparungen und Stromer, die speziell auf chinesische Bedürfnisse ausgerichtet sind.

Ob und wann nach BYD auch der VW-Konzern beim E-Auto-Absatz an Tesla vorbeizieht, hängt massgeblich davon ab, wie gut diese neue E-Auto-Generation in China ankommt.

(oli)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
VW ID. Every1: So sieht das günstige E-Auto aus
1 / 14
VW ID. Every1: So sieht das günstige E-Auto aus
VWs Antwort auf China-Stromer soll 20'000 Franken kosten. Die wichtigsten Infos zum ID.1 findest du in dieser Slideshow.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Nachwuchs im Tierpark Goldau – zum ersten Mal seit 18 Jahren wurden Bärenbabys geboren
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
17 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
17
250'000 Franken mit falschen Bankanrufen im Kanton Schwyz ergaunert
Bei einem einzelnen Fall von Betrug haben Kriminelle in der vergangenen Woche im Kanton Schwyz 250'000 Franken ergaunert. Dabei gaben sie sich als Mitarbeitende einer Bank aus.
Bei einem einzelnen Fall von Betrug haben Kriminelle in der vergangenen Woche im Kanton Schwyz 250'000 Franken ergaunert. Dabei gaben sie sich als Mitarbeitende einer Bank aus.
Zur Story