International
Grossbritannien

Theresa May, Madam Prime Minister und grosser Schweiz-Fan

Schon bald ihr neues Zuhause: Innenministerin Theresa May vor 10 Downing Street in London.
Schon bald ihr neues Zuhause: Innenministerin Theresa May vor 10 Downing Street in London.
Bild: PETER NICHOLLS/REUTERS

Theresa May, Madam Prime Minister: «Am glücklichsten bin ich beim Wandern in der Schweiz»

12.07.2016, 08:5812.07.2016, 09:43

Theresa May löst morgen David Cameron als Premierminister Grossbritanniens ab und wird damit eine der mächtigsten Frauen der Welt. Wer die britische Presselandschaft kennt, weiss, dass nun auch ihr Privatleben in den Fokus geraten wird. Als Innenministerin war es ihr bislang gelungen, die notorisch neugierigen «Mirror», «Sun» und «Mail» auf Distanz zu halten.

Bekannt sind ihre Vorliebe für Kochen und Kochbücher sowie Schuhe. Und sie wandert gerne – und das am liebsten in der Schweiz. Man könnte sogar sagen, Theresa May ist ein leidenschaftlicher Schweiz-Fan. Das zumindest legt folgende Aussage aus einem Interview nah:

Wann sind Sie am glücklichsten?

«Beim Wandern mit meinem Mann in der Schweiz.»
Theresa May
quelle: financial times (2007)
Theresa May am Parteitag der Konservativen 2005, die sich damals noch in der Opposition befanden.
Theresa May am Parteitag der Konservativen 2005, die sich damals noch in der Opposition befanden.
Bild: paul ellis/AP

In einem Gastbeitrag mit dem Titel «Theresa May's heaven on earth» («Theresa Mays Himmel auf Erden») lobte sie die Vorzüge der Feriendestination Schweiz in den höchsten Tönen: 

«Wer gerne wandert, findet in der Schweiz eine wundervolle Sommer-Destination. Die Aussicht ist spektakulär, die Luft ist rein und man bekommt Ruhe und Frieden.»
Theresa May
quelle: telegraph (2007)
Theresa May vor ihrer ersten Kabinettssitzung als Innenministerin (2010).
Theresa May vor ihrer ersten Kabinettssitzung als Innenministerin (2010).Bild: facundo arrizabalaga/EPA

Sie und ihr Mann hätten die Schweiz erstmals zu Beginn der 1980er-Jahre bereist und beschlossen, wandern zu gehen. Es gefiel ihnen so gut, dass sie seither immer wieder zurückkommen. Auch ihre Diabetes-Diagnose ändere daran nichts, wie sie eben erst in einem Interview betonte. Zu ihren Lieblingsorten zählen Zermatt und das Berner Oberland. 

Ob die frisch gebackene Premierministerin auch diesen Sommer in der Schweiz Ferien macht, wollte ihr Medienchef gegenüber watson nicht bestätigen. «Ruhe und Frieden» könnte sie gebrauchen angesichts der Herkulesaufgaben, die ihr bevorstehen: Einigung ihrer gespaltenen Partei, Einigung der gespaltenen Bevölkerung und die Austrittsverhandlungen mit der EU. Aber wahrscheinlich ist es damit ohnehin vorbei. Als eine der mächtigsten Frauen der Welt ist es fraglich, ob sich May weiterhin inkognito auf Schweizer Wanderwegen bewegen kann.

Auch Thatcher machte Ferien in der Schweiz

May ist nach Margaret Thatcher die zweite weibliche Regierungschefin des Vereinigten Königreichs. Weil sie es sechs Jahre im schwierigen Amt der Home Secretary (Innenministerin) ausgehalten hat, wird sie bereits mit dem selben Übernamen «Eiserne Lady» versehen.

Aber auch hinsichtlich der Schweiz gibt es Parallelen zwischen den beiden. Thatcher kam gerne nach Lenzerheide zum Skifahren, als ihre Kinder noch klein waren. In ihrer Zeit als Premierministerin besuchte sie mehrmals ihre Freundin Lady Glover auf Schloss Freudenberg im Kanton Zug.

Wie britische Promis zum Brexit stehen

1 / 19
Wie britische Promis zum Brexit stehen
Brexit or nor: Wo stehen die britischen Promis? Viele haben inzwischen in der Frage «Should we stay or should we go?» Stellung bezogen, wie auch die Schauspielerin Keira Knightley. Sie ist dem #remain-Lager zuzurechnen.
quelle: jon furniss photography/invision/ap/invision / jon furniss photography
Auf Facebook teilenAuf X teilen

Hol dir jetzt die beste News-App der Schweiz!

  • watson: 4,5 von 5 Sternchen im App-Store ☺
  • Tages-Anzeiger: 3,5 von 5 Sternchen
  • Blick: 3 von 5 Sternchen
  • 20 Minuten: 3 von 5 Sternchen

Du willst nur das Beste? Voilà:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Ärger über Wohnungsnot setzt Spaniens Regierung unter Druck
Aus Empörung über die Zwangsräumung einer 87-Jährigen und Ärger über die immer grössere Wohnungsnot in Spanien sind in Madrid Zehntausende auf die Strasse gegangen. Der Protest stand unter dem Motto «Ni una Maricarmen más» («Keine weitere Maricarmen») und richtete sich vor allem gegen die Zwangsräumung von Maricarmen Abascal, die nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt vertrieben worden war.
Zur Story