Grossbritannien
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Britain's Home Secretary, Theresa May, leaves after a cabinet meeting in Downing Street in central London, Britain June 27, 2016.     REUTERS/Peter Nicholls/File Photo

Schon bald ihr neues Zuhause: Innenministerin Theresa May vor 10 Downing Street in London.
Bild: PETER NICHOLLS/REUTERS

Theresa May, Madam Prime Minister: «Am glücklichsten bin ich beim Wandern in der Schweiz»



Theresa May löst morgen David Cameron als Premierminister Grossbritanniens ab und wird damit eine der mächtigsten Frauen der Welt. Wer die britische Presselandschaft kennt, weiss, dass nun auch ihr Privatleben in den Fokus geraten wird. Als Innenministerin war es ihr bislang gelungen, die notorisch neugierigen «Mirror», «Sun» und «Mail» auf Distanz zu halten.

Bekannt sind ihre Vorliebe für Kochen und Kochbücher sowie Schuhe. Und sie wandert gerne – und das am liebsten in der Schweiz. Man könnte sogar sagen, Theresa May ist ein leidenschaftlicher Schweiz-Fan. Das zumindest legt folgende Aussage aus einem Interview nah:

Wann sind Sie am glücklichsten?

«Beim Wandern mit meinem Mann in der Schweiz.»

Theresa May
quelle: financial times (2007)

British Conservative Party MP Theresa May, a contender for the leadership of the party speaks during the 2005 Conservative Party Conference in Blackpool, England, Monday Oct. 3, 2005.  (KEYSTONE/AP Photo/Paul Ellis)

Theresa May am Parteitag der Konservativen 2005, die sich damals noch in der Opposition befanden.
Bild: paul ellis/AP

In einem Gastbeitrag mit dem Titel «Theresa May's heaven on earth» («Theresa Mays Himmel auf Erden») lobte sie die Vorzüge der Feriendestination Schweiz in den höchsten Tönen: 

«Wer gerne wandert, findet in der Schweiz eine wundervolle Sommer-Destination. Die Aussicht ist spektakulär, die Luft ist rein und man bekommt Ruhe und Frieden.»

Theresa May
quelle: telegraph (2007)

epa02153635  Conservative Party chairman Theresa May  arrives at 10 Downing Street in Central London,  12 May 2010  before  attending the  first Cabinet of the new Conservative/Liberal Democrats coalition government.  May has been appointed Home Secretary and Minister for Women and Equality -- only the second woman to  hold the post of Home Secretary.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Theresa May vor ihrer ersten Kabinettssitzung als Innenministerin (2010). Bild: facundo arrizabalaga/EPA

Sie und ihr Mann hätten die Schweiz erstmals zu Beginn der 1980er-Jahre bereist und beschlossen, wandern zu gehen. Es gefiel ihnen so gut, dass sie seither immer wieder zurückkommen. Auch ihre Diabetes-Diagnose ändere daran nichts, wie sie eben erst in einem Interview betonte. Zu ihren Lieblingsorten zählen Zermatt und das Berner Oberland. 

Ob die frisch gebackene Premierministerin auch diesen Sommer in der Schweiz Ferien macht, wollte ihr Medienchef gegenüber watson nicht bestätigen. «Ruhe und Frieden» könnte sie gebrauchen angesichts der Herkulesaufgaben, die ihr bevorstehen: Einigung ihrer gespaltenen Partei, Einigung der gespaltenen Bevölkerung und die Austrittsverhandlungen mit der EU. Aber wahrscheinlich ist es damit ohnehin vorbei. Als eine der mächtigsten Frauen der Welt ist es fraglich, ob sich May weiterhin inkognito auf Schweizer Wanderwegen bewegen kann.

Auch Thatcher machte Ferien in der Schweiz

May ist nach Margaret Thatcher die zweite weibliche Regierungschefin des Vereinigten Königreichs. Weil sie es sechs Jahre im schwierigen Amt der Home Secretary (Innenministerin) ausgehalten hat, wird sie bereits mit dem selben Übernamen «Eiserne Lady» versehen.

Aber auch hinsichtlich der Schweiz gibt es Parallelen zwischen den beiden. Thatcher kam gerne nach Lenzerheide zum Skifahren, als ihre Kinder noch klein waren. In ihrer Zeit als Premierministerin besuchte sie mehrmals ihre Freundin Lady Glover auf Schloss Freudenberg im Kanton Zug.

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    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 13.07.2016 10:58
    Highlight Highlight Beim Wandern trifft man auch kein freudiger Europäer.
  • TheCloud 13.07.2016 08:25
    Highlight Highlight Die Frau hat wirklich Mut. Sie wird als Premier in die Geschichte eingehen, die das einst stolze British Empire zu einem unbedeutenden kleinen Land mit Jahrzehnten wirtschaftlichem Elend geführt hat.
    Kein Wunder haben alle anderen dankend abgelehnt.
    • andersen 13.07.2016 12:36
      Highlight Highlight England ist 43 Jahren in der EU, sie gehört zum ein von der reichsten Länder von der Welt und sie sind Nettozahler an der EU, früher war es alte Industriestaat, wo die Dienstleistungen und der Finanzplatz nicht ausgebaut war.
      Die Menschen, die durch der Binnenmarkt reich geworden ist, wollte drinnen bleiben, also es war ein Keil gegen der Wirtschaft, die Menschen, die ein Bildungslücke hat, denkt, dass nicht der Wirtschaft die Arbeitsplätze macht, sondern erwarten, dass es die Politiker ist, die Arbeitsplätze schafft. Ein fataler Fehler und somit ein Schuss in eigene Bein.
    • opwulf 13.07.2016 15:09
      Highlight Highlight Ich würde ein bisschen vorsichtig sein mit solchen Prophezeiungen - falls Du jedoch die Reinkarnation des Nostradamus höchstpersönlich bist, dann nehm ich natürlich alles zurück ;-)
    • TheCloud 13.07.2016 18:30
      Highlight Highlight Opwulf, danke für das Kompliment, dank ihrer hohen Lage sieht TheCloud eben sehr weit.
      Aber mein Kommentar war weniger eine Prophezeiung als eine Feststellung des jetzigen Zustands:
      Die bösen Buben haben das Schlamassel angerichtet und sind Hals über Kopf geflohen. De Dame opfert sich nun für das Aufräumen/Abwracken des Landes.
  • MikoGee 12.07.2016 13:55
    Highlight Highlight Witzig dass nun eine Brexit-Gegnerin das Ruder übernimmt um die Suppe auszulöffeln, die Johnson und Farage dem Land eingebrockt haben (& feige abgehauen sind). Da kann ein wenig Begeisterung für eines der wenigen Länder in Europa, die erfolgreich nicht in der EU sind, doch nur helfen.
    Die Frau ist mir sympathisch: immerhin zieht Sie nicht den Schwanz ein wie die Tories, die den Schlamassel erst als Sieg gefeiert haben und danach gleich 2 mögliche Kandidaten über den Haufen geworfen haben, sondern versucht das Beste daraus zu machen.
    Als Chefin der Spooks muss man das wohl mitbringen ;)
    • meliert 14.07.2016 11:49
      Highlight Highlight nicht zu früh urteilen, BoJo ist ja nicht abgehauen sondern jetzt an vordersten Front unter der Führung von der PM, gut so!
  • andersen 12.07.2016 09:59
    Highlight Highlight Ja, es ist schön, dass die Dame die Schweiz mag, wenn sie denn in den Hotels übernachtet, werde sie feststellen, dass es dort fast nur Ausländer arbeitet, Ausländer, die ihre Zimmer putzt, die sie bedient, die sie bekocht. Freude am Dienen ist ein Kunst.
    • MikoGee 12.07.2016 13:57
      Highlight Highlight Diese Frau war explizite GEGNERIN des Brexit. Das Sie nun aus dem Schlamassel das Beste zu machen versucht kann man Ihr nicht vorhalten, ganz im Gegenteil verdient es "sh*tloads of" Respekt!
    • Spooky 12.07.2016 23:34
      Highlight Highlight "...werde sie feststellen, dass es dort fast nur Ausländer arbeitet..."

      Hast du etwas gegen Ausländer?
    • Fabio74 13.07.2016 08:43
      Highlight Highlight @Spooky: text nicht verstanden?
      Die Bexitlers wollen die Ausländer los werden.Ohne diese dürfte das marodes NHS zusammenbrechen
    Weitere Antworten anzeigen
  • meliert 12.07.2016 09:54
    Highlight Highlight Etwas Besseres hätte der politischen und touristischen Schweiz nicht passieren können. Die neue PM wird der EU die Stirne bieten und aber auch weitmöglichst kooperieren in Form von bilaterealen Abkommen. Auch wird sie helfen die Länder, welche der € in die Knie zwang, wieder in deren alte Währung zu führen.
    • andersen 12.07.2016 10:34
      Highlight Highlight Ach, Meliert, von der Euro profitieren die Schweizer ja auch, sie buchen ja am meisten den Ferien, wo es günstig ist, die Dame gehören zur der Oberklasse, dann fragt man sich, wie ist sie denn Reich geworden? Das Austritt von England ist für der EU ein Vorteil, dann haben nicht nur die Banken und die Spekulanten, das Sagen.
    • andersen 12.07.2016 11:09
      Highlight Highlight Meliert

      Der Traum für die Engländer, dass es nur wirtschaftliche Beziehungen mit der EU gibt, werde sich auflösen.
      Erst nach der Austritt von England wird die Verhandlungen beginnen und als Drittland wird sie nicht sicher sein.
      Der EU war vom Anfang ein politische Gebilde, sie haben dort drinnen der Wirtschaftsraum erschafft, damit niemand mehr ein Krieg gegen einander führen kann.
    • andersen 12.07.2016 11:34
      Highlight Highlight Und, man muss erwähnen, dass die Leave-Anhänger ein sehr hässliche Kampagne gegen Europäer geführt haben, was eine besondere britische Fremdenfeindlichkeit ist ,viele Europäer wurde sogar auf dem Weg zur Arbeit bedroht und dann kann man nicht die grossen Fragen beantworten, wenn es darum geht, der Terrorismus in Europa zu bekämpfen. Eher hab ich von dieser Engländer erwartet, dass sie gesagt haben, dass die Europäer ein grossen Teil dazu beigetragen hat, das der UK Reich geworden ist.
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