International
Spanien

Feuer in spanischer Reifendeponie in zwei Wochen gelöscht

Zwei Drittel der illegalen Reifen sollen bisher verbrannt sein.
Zwei Drittel der illegalen Reifen sollen bisher verbrannt sein.
Bild: SERGIO PEREZ/REUTERS

Rauchsäulen bei Madrid: Feuer in illegaler Pneu-Deponie kann erst in zwei Wochen gelöscht werden

16.05.2016, 15:3516.05.2016, 16:11

Das Feuer in Spaniens grösster Reifendeponie wird wohl erst am Ende der kommenden Woche vollständig gelöscht sein. Drei Tage nach dem Ausbruch des Grossbrandes im Süden von Madrid habe die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle gebracht, teilten die Umweltministerien der Regionen Madrid und Kastilien-La Mancha am Montag mit.

In der Atemluft in der Umgebung der Deponie seien keine erhöhten Schadstoffwerte festgestellt worden. Allerdings seien höhere Schichten der Atmosphäre durch den aufsteigenden Qualm verunreinigt worden.

Die Bewohner einer Siedlung in der Kleinstadt Seseña, die eine Nacht bei Bekannten oder in Sporthallen erbringen mussten, durften in ihre Wohnungen zurückkehren. Viele von ihnen zogen es nach Medienberichten jedoch vor, der Siedlung vorerst fernzubleiben.

Streit über Zuständigkeit

Das Feuer war am Freitag vermutlich durch Brandstiftung ausgelöst worden. Wegen des aufsteigenden giftigen Qualms wurde die Siedlung in Seseña mit etwa 6500 Menschen vorübergehend evakuiert. In der illegalen Deponie waren etwa fünf Millionen Autopneus gelagert. Davon seien etwa zwei Drittel verbrannt, teilten die Ministerien mit.

Die spanische Presse warf den Behörden vor, die Warnungen vor den Umweltgefahren jahrelang ignoriert zu haben. Die Deponie war vor mehr als einem Jahrzehnt von der Justiz für illegal erklärt worden. Dass nichts zur Beseitigung der Reifen unternommen wurde, lag auch daran, dass die Deponie auf der Grenze zwischen Kastilien-La Mancha und Madrid liegt und die zuständigen Regionalregierungen sich nicht einigen konnten. (lhr/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Rassistischer Anschlag bei Paris: Verdächtiger unter Drogen
Bei dem als rassistischer Terroranschlag eingestuften Schussangriff bei Paris mit einem Toten und fünf Verletzten stand der Tatverdächtige unter Drogeneinfluss. Wie die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris mitteilte, seien im Blut des 39-Jährigen Spuren von Cannabis und Kokain entdeckt worden.
Der Mann sei nach einer ersten psychiatrischen Untersuchung aus dem Polizeigewahrsam in die psychiatrische Ambulanz der Polizeipräfektur verlegt worden. Dort solle geklärt werden, ob sein psychischer Gesundheitszustand die Fortsetzung seiner Vernehmungen erlaubt.
Zur Story