International
Liveticker

Krieg in Nahost: Israel beging 2025 Kriegsverbrechen im Iran

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit, die an einem geheim gehaltenen Standort an der israelisch-libanesischen Grenze stationiert ist, beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
Liveticker

Iran-Minister dementiert Kontakt zu USA + Länder warnen vor Bodenoffensive im Libanon

11.03.2026, 05:2016.03.2026, 22:52
Schicke uns deinen Input
22:49
Irans Aussenminister dementiert Kontakt mit US-Sondergesandten
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X: «Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen.» Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen.

Zuvor hatte das Portal «Axios» unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging. (sda/dpa)
22:48
Deutschland und weitere Länder warnen vor Bodenoffensive im Libanon
Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben Israel davor gewarnt, im Konflikt mit der proiranischen Hisbollah-Miliz eine grossangelegte Bodenoffensive im Libanon zu starten. «Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen», teilten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer Erklärung mit. «Dies gilt es abzuwenden. Die humanitäre Lage in Libanon einschliesslich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits äusserst alarmierend.»

Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in der Erklärung die Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Angriffen auf Israel anzuschliessen. «Die Angriffe der Hisbollah auf Israel und ihre gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung müssen aufhören, die Hisbollah muss ihre Waffen niederlegen

Man sei zutiefst besorgt über die eskalierende Gewalt im Libanon und rufe Israel und den Libanon zu konstruktiven Bemühungen um eine nachhaltige politische Lösung auf, hiess es in der Erklärung weiter. «Wir stehen solidarisch an der Seite der Regierung und Bevölkerung Libanons, die gegen ihren Willen in den Konflikt hineingezogen wurden.» (sda/dpa)
22:35
Trump: Israel würde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen
Israel ist seit langem als regionale Atommacht bekannt - hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt.

Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? «Israel würde so etwas niemals tun», sagte Trump in Washington auf eine Frage eines Journalisten.

Der hatte den Präsidenten mit einer Äusserung von Trumps KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden könnte. Zudem sagte Sacks: «Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht.» Der Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe. Daraufhin gab Trump seine Antwort.

Israel verfolgt seit Jahren eine Politik der bewussten Zweideutigkeit, um Konfrontationen über sein Atomprogramm aus dem Weg zu gehen. Israelische Spitzenpolitiker haben mehrfach betont, Israel werde «nicht als erstes Land im Nahen Osten Atomwaffen einführen». Nach Schätzungen des Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Israel über 90 nukleare Sprengköpfe. (sda/dpa)
22:32
Iran warnt USA vor weiterem Angriff auf Ölinsel Charg
Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, droht den USA für den Fall weiterer Angriffe auf die Ölinsel Charg mit Vergeltung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim sagte er, dass der Iran sämtliche Öl‐ und Gasanlagen von Staaten zerstören werde, die an möglichen Angriffen beteiligt seien.

Am Samstag hatte das US‐Militär nach Angaben des Regionalkommandos Centcom rund 90 Ziele auf der für den iranischen Ölexport zentralen Insel bombardiert. US‐Präsident Donald Trump warnte zudem, jede Behinderung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus werde seine bisherige Zurückhaltung gegenüber der iranischen Ölinfrastruktur auf der Insel beenden. (sda/dpa)
Wieder Angriffe auf Kabul - Taliban: Klinik getroffen
Das pakistanische Militär hat erneut die afghanische Hauptstadt Kabul angegriffen. Die islamistische Taliban-Regierung warf dem Nachbarland vor, dabei auf eine Entzugsklinik für Drogenabhängige gezielt zu haben. Das pakistanische Informationsministerium wies die Darstellung zurück.

Der Sprecher der Taliban-Regierung, Sabiullah Mudschahid, schrieb auf der Plattform X, es habe Tote und Verletzte unter den Drogenabhängigen gegeben, die in der Klinik behandelt worden seien.

Das pakistanische Informationsministerium schrieb auf X dagegen, es habe Angriffe auf militärische Einrichtungen, Infrastruktur zur Unterstützung von Terroristen sowie Ausrüstungs- und Munitionslager in Kabul sowie in der Provinz Nangarhar im Osten des Landes gegeben. Die Angriffe würden «präzise» durchgeführt, um Kollateralschäden zu vermeiden.

Die Angaben der Konfliktparteien können nicht unabhängig überprüft werden. (sda/dpa)
21:38
Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet
Der Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagte der arabischen Tageszeitung «al-Arabi al-Dschadid», aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Massnahmen getroffen worden.

«Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen», sagte Ghalibaf.

Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Der Iran werde weiterkämpfen, «bis der Feind seine Aggression bereut» und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien. (sda/dpa)
21:35
Brand nach mutmasslichem Drohnenangriff in Bagdad
In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll.

In dem betroffenen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Videos in sozialen Medien zeigten Flammen und dichten Rauch, die aus dem 18-stöckigen Gebäude des Hotels aufstiegen. Zunächst war nicht klar, wer für den mutmasslichen Drohnenangriff verantwortlich war.

Das Innenministerium erklärte, ein Geschoss sei auf dem Dach des Hotels eingeschlagen, und die Zivilschutzteams hätten die Situation «sofort und professionell unter Kontrolle gebracht».

Es habe weder Verletzte noch Sachschaden gegeben, so das Ministerium. Das al-Rasheed ist ein Fünf-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des stark gesicherten Regierungsviertels, auch bekannt als Grüne Zone. Sie beherbergt auch diplomatische Vertretungen und Vertretungen internationaler Organisationen. (sda/dpa)
21:33
Israel weitet Einsatz am Boden im Libanon aus
Ein israelischer Militärsprecher hat angekündigt, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.

Nach Vereinbarung einer Waffenruhe nach einem einjährigen Krieg mit der libanesischen Hisbollah-Miliz im November 2024 hatte die israelische Armee sich zunächst zurückgezogen. In fünf Posten im Südlibanon blieben jedoch weiterhin Truppen stationiert. Nach Beginn der Raketenangriffe der Hisbollah nach Beginn des Iran-Kriegs habe Israel weitere 15 Positionen im Südlibanon eingenommen, sagte Defrin.

«Wir haben im Norden die Truppen verstärkt und werden den Einsatz in den kommenden Tagen vertiefen», sagte er. Israels Armee hatte eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen bereits «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz. Ziel sei es, die Einwohner des Nordens vor den Hisbollah-Angriffen zu schützen.

Im Libanon besteht die generelle Sorge einer grossangelegten Bodeninvasion Israels mit anschliessender Besatzung im Süden des Landes. (sda/dpa)
20:35
Israel beging 2025 Kriegsverbrechen im Iran
Israels Angriff auf das Teheraner Ewin-Gefängnis im Vorjahr war aus Sicht von UN-Menschenrechtlern ein Kriegsverbrechen. Denn die Luftschläge mit rund 80 Todesopfern im vergangenen Juni hätten eine zivile iranische Einrichtung und kein militärisches Ziel getroffen, hiess es in dem Bericht von drei unabhängigen Juristen, die die Lage im Iran für den UN-Menschenrechtsrat in Genf beobachten.

Israels Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf teilte mit, dass eine Reaktion auf die Anschuldigung wohl erst am Dienstag vorliegen werde. Laut dem Bericht hat Israel argumentiert, dass der Angriff ein Schlag gegen die Unterdrückung im Iran und gegen antiisraelische Spionagetätigkeiten in dem Gefängnis gewesen sei.

Militärische Interventionen «bewirken keinen nachhaltigen Wandel» im Iran, sagte die Vorsitzende des Experten-Gremiums, Sara Hossain, über die aktuellen Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran. Stattdessen drohten jetzt noch stärkere Repressionen gegen Irans Kritiker – so wie nach den ersten US-israelischen Angriffen im Juni 2025, warnte sie.

Die UN-Menschenrechtler verurteilten auch Irans Regierung und Behörden: Schwere Menschenrechtsverletzungen wie Mord, Haft, Folter, sexualisierte Gewalt und die Verfolgung von Frauen seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hiess es. (sda/dpa)
Libanon meldet mehr als eine Million Vertriebene
Im Libanon sind durch die jüngste Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Bisher seien rund 1.050.000 Vertriebene registriert worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. Rund 130.000 Personen seien in Notunterkünften untergekommen.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass mehr als 880 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. Darunter seien auch 111 Minderjährige und 67 Frauen. (sda/dpa)
19:42
Bund gibt eine Million Franken für Soforthilfe in Iran frei
Die Schweiz hat auf den Krieg im Nahen und Mittleren Osten reagiert. Sie stellt 7,5 Millionen Franken für humanitäre Hilfe in Libanon, Syrien und Iran bereit. Gleichzeitig bemüht sich die Schweizer Diplomatie um eine Deeskalation des Konflikts in der Region.

«Die guten Dienste der Schweiz stehen weiterhin allen beteiligten Parteien zur Verfügung», sagte Monika Schmutz Kirgöz, Leiterin der Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Montag vor den Medien.

In erster Linie kümmere sich das Auswärtige Amt um die Schweizer Staatsangehörigen vor Ort. Gemäss Schmutz Kirgöz befinden sich rund 6600 Auslandsschweizerinnen und Auslandsschweizer in den Golfstaaten. Rund tausend Schweizer Reisende seien zudem bei der Travel-Admin-App registriert.

Die Anfragen an die EDA-Helpline und Vertretungen im Ausland seien in den letzten Tagen stark zurückgegangen. Daraus schloss Schmutz Krigöz, dass sich die Situation für Schweizer Reisende in der Golfregion entspannt habe. (sda)
15:57
Rund 1000 Schweizer Reisende sitzen noch im Nahen Osten fest
Rund tausend Reisende aus der Schweiz sitzen nach wie vor im Nahen Osten fest. Nach aktuellem Stand sind auf der Travel-Admin-App zudem rund 6600 in der Golfregion wohnhafte Schweizerinnen und Schweizer registriert.

Dies teilte Monika Schmutz Kirgöz vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten am Montag mit.

Seit fünf Tagen ist die Schweizer Botschaft in Teheran geschlossen. Der Botschafter Olivier Bangerter ist mittlerweile zurück in der Schweiz.

Über hundert Explosionen habe es täglich in Teheran gegeben, so Bangerter. Schutz gefunden hätten er und seine Mitarbeitenden im Keller der Botschaft. Bei der Ausreise habe es keine Probleme gegeben. (sda)
14:45
Nicht-iranische Fracht durchquert Strasse von Hormus
Die erste nicht-iranische Fracht hat am Montag die Strasse von Hormus durchquert und dabei ihr AIS-Signal ausgesendet, schreibt «Marine Traffic». Dies lasse vermuten, dass für ausgewählte Lieferungen eine sichere Passage ausgehandelt wurde.

Es handelt sich um den Aframax-Tanker Karachi, der das Rohöl Das aus Abu Dhabi transportiert.

AIS steht für «Automatic Identification System». Es handelt sich um ein standardisiertes Verfahren zum automatischen Austausch von nautischen Daten zwischen Schiffen sowie zwischen Schiffen und Einrichtungen an Land. (hkl)

14:17
Medienkonferenz ist beendet
Die Medienkonferenz des EDA und des Schweizer Botschafters in Teheran ist beendet. (hkl)
14:08
Nur noch wenige westliche Botschafter im Iran
Die meisten westlichen Botschafter hätten den Iran vor Botschafter Bangerter und seinen Kolleginnen und Kollegen verlassen. Monika Schmutz ergänzt, dass die Vertretungen von unter anderem Frankreich, Norwegen, Finnland und Polen noch vor Ort seien.

Die Nachfrage, ob die Schweizer Vertretung dann nicht zu früh abgereist sei, beantwortet Bangerter mit Nein. Das Risiko sei zu hoch gewesen. Man habe die Analyse seriös durchgeführt. (hkl)
14:03
Botschafter: Iraner leben in ständigem Stress
Den Iranerinnen und Iranern gehe es «nicht super», sagt Bangerter. Sie würden mit dem ständigen Stress leben, dass etwas passieren könnte. Die Iraner seien sehr resilient und hätten schon viel durchlebt. «Sie werden es schaffen. Aber jetzt ist es nicht einfach für sie.» (hkl)
13:56
Bangerter erzählt von der Flucht
Botschafter Bangerter wechselt auf Schweizerdeutsch, um seine Flucht zu beschreiben. Sie sei sehr gut gelaufen. Zwar sei es eine lange Strecke gewesen – sie seien zehn Stunden im Auto unterwegs gewesen – jedoch habe es keine Probleme gegeben. Plan A sei aufgegangen.

Bangerter wird danach gefragt, welche Gefühle er bei der Flucht erlebt habe. An der Grenze habe er sich gedacht, ob es nicht etwas schneller gehen könnte. Nach Überquerung der Grenze habe er sich aber schnell sehr erleichtert gefühlt.

Es sei für ihn nicht einfach gewesen, lokale Kollegen hinter sich zu lassen. «Ich lebe in Teheran. Es ist die Stadt die ich kenne, wo ich spaziere – und die jetzt unter Trümmern ist», sagt Bangerter.

Auf die Frage eines anderen Journalisten, ob die zurückgeblieben Kollegen «safe» seien, antwort er: «Sie wohnen in einer Stadt, die bombardiert wird. Also nein.» (hkl)
13:50
Botschafter: «Die letzten Wochen waren sehr intensiv»
«Für das gesamte Botschaftsteam waren die letzten Wochen sehr intensiv», sagt Olivier Bangerter, Botschafter in Teheran. Bereits Mitte Januar seien mehrere Begleitpersonen der Botschaft aus dem Iran evakuiert worden. Als die Angriffe Ende Februar losgingen, habe nur eine halbe Stunde gefehlt, um vier Personen zu evakuieren.

Alle Schweizer Mitarbeitende hätten im Keller der Residenz geschlafen, erzählt Bangerter. Zwar sei es kein Schutzraum nach Schweizer Standards gewesen – aber er könne Erdbeben standhalten.

Sein typischer Tag habe mit einem Lageupdate zur Nacht begonnen. Um 9 Uhr habe es täglich eine Krisensitzung gegeben. Einmal habe er sogar eine «Stadtbesichtigung» gemacht, um sich selbst ein Bild der Lage in Teheran zu machen.

«Abends haben wir gemeinsam gegessen. Das war für uns ein normaler Tag – mit Explosionen im Verlaufe des Tages», so der Botschafter. (hkl)
13:43
Schweiz ruft zur Deeskalation auf
Die Schweiz rufe zur Deeskalation und Einhaltung des Völkerrechts auf, sagt Schmutz Kirgöz. Die Priorität des EDA läge darin, sich um Schweizer Reisende vor Ort und den dort wohnhaften Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu kümmern.

Aktuell seien in den Golfstaaten noch rund 1000 Schweizer Reisende auf Travel Admin registriert, sowie 6600 wohnhafte Schweiezrinnen und Schweizer. In den letzten Tagen seien die Anfragen ans EDA von Schweizer Reisenden im Nahen Osten «markant» zurückgegangen, sagt Schmutz Kirgöz. «Die guten Dienste der Schweiz stehen weiterhin allen beteiligten Parteien zur Verfügung, der Kommunikationskanal bleibt offen.» (hkl)
13:39
EDA informiert über aktuelle Lage im Iran-Krieg
Die Chefin der MENA-Abteilung beim EDA, Monika Schmutz Kirgöz, und der Schweizer Botschafter in Teheran, Olivier Bangerter, informieren über die aktuelle Lage im Iran-Krieg. (hkl)
13:04
Iran: Gebäude der Stromwerke getroffen - mehrere Tote
Bei einem israelischen Luftangriff in Teheran ist iranischen Angaben zufolge ein Gebäude der städtischen Stromwerke bombardiert worden. Das Verwaltungsgebäude im Stadtteil Schohada sei getroffen worden, berichtete das staatliche TV-Netzwerk SNN.

Mehrere Mitarbeiter und Ingenieure kamen demnach ums Leben. Eine genaue Opferzahl nannte der Bericht nicht. Durch die Druckwelle der Explosion seien auch Gebäude in unmittelbarer Nähe beschädigt worden. Splitter hätten Passanten in den Tod gerissen und verletzt. (sda/dpa)
12:12
Berlin erteilt Nato-Einsatz vor Irans Küste klare Absage
Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul hat den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einem Nato-Einsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel eine klare Absage erteilt.



Er sehe nicht, dass die Nato für die Strasse von Hormus zuständig werden könne, sagte Wadephul am Rande eines EU-Aussenministertreffens in Brüssel. Im Fall einer Zuständigkeit würden sich die Nato-Gremien damit entsprechend befassen.

Zum politischen Kurs der Regierung von Kanzler Friedrich Merz sagte Wadephul, er wolle sich im Kreis der EU-Aussenminister für Sanktionen gegen diejenigen einsetzen, die für die Blockade der Strasse von Hormus verantwortlich seien. Damit könne man den Partnern am Persischen Golf ein klares Signal der Unterstützung geben. Die Sanktionen könnten nach Angaben von Diplomaten zum Beispiel Akteure aus dem iranischen Sicherheitsapparat treffen. (sda/dpa)

Mehr zu Trumps Forderungen:
11:10
Miliz im Irak: Haben sechs US-Soldaten bei Angriff getötet
Eine mit dem Iran verbündete Miliz hat nach eigenen Angaben einen US-Militärstützpunkt im Irak angegriffen und dabei sechs US-Soldaten getötet. Vier weitere US-Soldaten seien bei dem Raketenangriff auf die Militärbasis in der Nähe des Flughafens von Bagdad schwer verletzt worden, teilte die Miliz Saraja Aulija al-Dam mit. Vom US-Militär gab es zunächst keine Informationen zu dem Vorfall.

Das Medienbüro der irakischen Streitkräfte erklärte, es habe am Abend Angriffe mit fünf Raketen auf die Gegend rund um den Flughafen gegeben. Mehrere Sicherheitskräfte, Flughafenmitarbeiter und ein Ingenieur seien verletzt worden. Einige der Raketen seien auf dem Flughafengelände niedergegangen.

Saraja Aulija al-Dam ist eine kleinere Miliz, die seit einigen Jahren vor allem mit Angriffen auf US-Truppen und -Konvois im Irak auf sich aufmerksam macht. Sie hat Verbindungen zu den sogenannten Volksmobilisierungseinheiten (PMU), einem Netzwerk aus schiitischen bewaffneten Gruppen, von denen viele vom Iran unterstützt werden und die im Irak grossen Einfluss haben. (sda/dpa)
10:56
Israel meldet Zerstörung von Chameneis Regierungsflieger
Israels Militär hat die Zerstörung eines iranischen Regierungsfliegers gemeldet, der in der Vergangenheit vom obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei genutzt worden sein soll.

«Damit wurde dem iranischen Regime ein weiteres strategisches Gut entzogen», hiess es in einem auf Persisch verfassten Beitrag der israelischen Streitkräfte auf X. Der Flieger sei für Flüge im In- und Ausland verwendet worden.

Irans oberster Führer Chamenei wurde am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet. Offiziell flog das Staatsoberhaupt seit seiner Ernennung 1989 zum Religionsführer nie ins Ausland. Chamenei reiste jedoch gelegentlich in die iranischen Provinzen. Der Flughafen Mehrabad, Sitz der iranischen Regierungsflotte, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert. (sda/dpa)


10:52
Israelischer Minister: Eskalation im Iran-Krieg möglich
Der israelische Sport- und Kulturminister Miki Zohar hält eine baldige Zuspitzung des Iran-Kriegs für möglich.

«Wir wissen, dass es in den kommenden Tagen zu einer Eskalation kommen könnte», sagte er dem israelischen Radiosender 103FM. «Der gesamte Staat Israel, wir alle müssen in den kommenden Tagen besser vorbereitet sein.»

Die Lage sei dynamisch, sagte der Politiker mit Blick auf den Krieg im Iran sowie mit der Hisbollah in Israels nördlichen Nachbarland Libanon. Einzelheiten zu einer möglichen Eskalation der Situation nannte er nicht. Zohar ist - wie auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu - Mitglied der rechtskonservativen Regierungspartei Likud.

Weiter sagte er, dass der Krieg noch viele Wochen dauern könne. Auch der israelische Militärsprecher Effie Defrin hatte zuletzt gesagt, die Armee plane den Krieg noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. In einem Interview des US-Senders CNN erklärte er, Israels Militär habe zudem «weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus». (sda/dpa)
10:51
Iranische Medien melden Explosionen in Teheran
Iranische Medien haben eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran gemeldet.

Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole.

Das Ziel der neuen Angriffe war zunächst unklar. Die Bevölkerung ist nun seit mehr als zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Nachrichten dringen folglich nur schwer nach aussen. Am Sonntag meldete die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks zudem den Einbruch von Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke. (sda/dpa)
9:06
Saudi-Arabien fängt mehr als 60 Drohnen ab
Saudi-Arabien hat in der Nacht mehr als 60 Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Die Drohnen seien zerstört worden, erklärte das Verteidigungsministerium in mehreren Mitteilungen.

Im Osten des Königreichs liegen um Abkaik die grössten Ölfelder und -anlagen des Landes, die im Krieg mit dem Iran schon mehrfach Ziel von Angriffen wurden.

Zugleich kündigte das Ministerium einen neuen Dienst an, mit dem Bewohner des Landes «verdächtige Aktivitäten am Himmel» melden können. Der Dienst ist Teil einer Handy-Anwendung für Bürgerdienste in Saudi-Arabien.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate standen erneut unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium sprach ohne nähere Details von «Bedrohungen mit Drohnen und Raketen aus dem Iran».

Der Iran hat die Emirate im Krieg bisher besonders stark angegriffen. Die Flugabwehr reagierte dort bisher auf Beschuss mit rund 300 Raketen, 1600 Drohnen und 15 Marschflugkörpern. Die Angriffe in den Emiraten haben eine ähnliche Intensität wie Irans Angriffe in Israel. (sda/dpa)
8:12
Schule bei Luftangriff im Zentraliran zerstört
Bei einem Luftangriff im Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Chomein, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markasi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.

Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums. Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Gouverneur in Markasi sprach von einem Angriff des «zionistisch-amerikanischen Regimes». Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden.

Bereits am Sonntag hatten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über Angriffe in Chomein berichtet. Dort sei eine Raketenbasis der Revolutionsgarden bombardiert worden, berichtete der bekannte Netzaktivist «Vahid» unter Berufung auf lokale Bewohner.

Seit Kriegsbeginn wurden im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 21.000 zivile Einrichtungen zerstört oder beschädigt. Insgesamt seien 69 Schulen angegriffen worden, sagte der Leiter der Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, am Donnerstag. (sda/dpa)
7:42
Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln
Der Iran will die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln. «Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden», hiess es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.

Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie 4 Eltern ums Leben gekommen.

Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die «New York Times» und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte. (sda/dpa)

7:33
Israels Armee bestätigt «begrenzte» Bodeneinsätze im Libanon
Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien in der Gegend aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz, teilte Israels Armee am Morgen mit. Die Einsätze am Boden seien «Teil umfassenderer Verteidigungsmassnahmen», um die Einwohner im angrenzenden Nordisrael zu schützen.

Die «Times of Israel» hatte bereits am Wochenende berichtet, dass israelische Bodentruppen bei Kämpfen im Südlibanon Dutzende Milizionäre der irantreuen Hisbollah getötet hätten. Israels Verteidigungsministerium bestätigte den Bericht auf Anfrage. Zudem seien Waffenlager, ein Kommandozentrum und Beobachtungsposten der Hisbollah zerstört worden.

Im Libanon herrscht die Sorge vor einer grösseren Bodenoffensive Israels in dem Land. Nach Darstellung des Nachrichtenportals «Axios» will Israel das gesamte Gebiet südlich des Litani-Flusses einnehmen, um die militärische Infrastruktur der Hisbollah zu zerschlagen. (sda/dpa)

7:25
Nach Drohnenattacke: Flughafen Dubai setzt Betrieb wieder aus
Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte brachten das Feuer am Morgen unter Kontrolle, es gab keine Verletzten, wie die Behörden des Emirats auf der Plattform X erklärten. Der Flughafen stellte den Betrieb auf Anweisung der Luftfahrtbehörde vorübergehend ein. Es handle sich um eine Vorsichtsmassnahme, Reisende sollte ihre Fluggesellschaften kontaktieren, erklärten die Behörden weiter.

Die Airline Swiss hat aufgrund der aktuellen Situation unter anderem Flüge nach und von Dubai bis einschliesslich 28. März ausgesetzt. Die Lufthansa Group, zu der auch die Swiss gehört, hatte die Aussetzung ihrer Flüge vom 16. bis zum 28. März verlängert; bislang waren die Flüge bis einschliesslich 15. März gestrichen gewesen. (sda/dpa)
2:06
Drohne beschädigt Treibstofflager – Brand am Flughafen Dubai
Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens beschädigt worden und in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte bemühten sich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, erklärten die Behörden des Emirats auf der Plattform X. Es würden alle notwendigen Massnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmass des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.

Daten der Webseite «Flightradar» liessen darauf schliessen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.

Der Flugbetrieb in Dubai – normalerweise eines der wichtigsten internationalen Drehkreuze – ist wegen des Iran-Kriegs und der Gegenangriffe Teherans auf Staaten in der Golfregion immer noch massiv eingeschränkt. (sda/dpa)
22:11
Irans Präsident spricht mit Macron über Strasse von Hormus
Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Strasse von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt.

Peseschkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung «einiger europäischer Länder» und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen. Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. «Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen», sagte er.

Ein weiteres Thema waren den Angaben nach «konsularische Angelegenheiten». Seit mehreren Monaten bereits gibt es Berichte über einen möglichen Gefangenentausch. Der Iran will eine Staatsbürgerin in die Heimat bringen, die in Frankreich wegen Terrorverherrlichung verurteilt wurde. Im Gegenzug soll ein französisches Lehrerpaar freikommen, das den Iran seit Jahren nicht verlassen darf. (sda/dpa)

22:10
Iran meldet mehr als 500 Festnahmen im Krieg
Der iranische Sicherheitsapparat hat im Zusammenhang mit dem Krieg mehr als 500 Menschen festgenommen. Bei etwa der Hälfte habe es sich um «wichtige Fälle» gehandelt, sagte der Kommandeur der iranischen Ordnungskräfte, Ahmad-Resa Radan, in einem Video der Nachrichtenagentur Fars.

Dazu gehörten seinen Worten nach auch Personen, die Informationen an den Exilsender «Iran International» weitergaben. Festgenommen wurden zudem Menschen, die Aufnahmen von bei Angriffen getroffenen Orten anfertigten. Der Iran hat im Krieg eine Militärzensur verhängt. Aufnahmen sensibler Anlagen und von Schäden können der Justiz zufolge gegen die staatliche Sicherheit verstossen. Es drohen harte Strafen. (sda/dpa)
22:00
Drohne trifft US-italienische Militärbasis in Kuwait
Eine gemeinsame Militärbasis der USA und Italiens in Kuwait ist nach Angaben des italienischen Militärs Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Getroffen wurde demnach ein Unterstand auf dem Gelände der Ali-Al-Salem-Basis, in dem sich ein ferngesteuertes Fluggerät der italienischen Task Force Air befand. Das Fluggerät wurde zerstört.

Generalstabschef Luciano Portolano teilte mit, dass bei dem Angriff kein Personal verletzt worden sei. Zudem sei das italienische Kontingent bereits in den vergangenen Tagen wegen der angespannten Sicherheitslage in der Region reduziert worden. (mke)
21:56
US-Regierung sieht Kriegskosten vorerst gedeckt
Das Weisse Haus geht derzeit nicht davon aus, dass das Pentagon zusätzliche Mittel vom Kongress für den Krieg gegen Iran beantragen muss. Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett sagte dem US-Sender CBS, die USA verfügten «im Moment über alles, was wir brauchen». Bisher seien rund 12 Milliarden Dollar für den Einsatz ausgegeben worden.

Als grösstes aktuelles Problem bezeichnete Hassett steigende Energiepreise. Sollte Iran aufhören, als «störende terroristische Kraft» aufzutreten, erwartet er einen Boom der Ölproduktion und einen positiven Impuls für die Weltwirtschaft. Zugleich bekräftigte er die Einschätzung der Regierung, der Krieg könne insgesamt vier bis sechs Wochen dauern und liege derzeit «vor dem Zeitplan». (mke)

21:24
Blauhelmsoldaten im Libanon wieder unter Beschuss
Wieder sind im Libanon Friedenstruppen unter Beschuss geraten. Es habe sich um voneinander getrennte Vorfälle an drei verschiedenen Orten gehandelt, teilte die UN-Beobachtermission Unifil mit. Die Blauhelmsoldaten seien auf Patrouille in der Nähe ihrer Stützpunkte im Süden des Landes gewesen, als sie mutmasslich von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen beschossen worden seien. Verletzt worden sei niemand. Nähere Angaben zu den mutmasslichen Angreifern machte Unifil nicht.

Im Libanon sind im Zuge des Iran-Kriegs die Kämpfe zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und Israel wieder aufgeflammt. Immer wieder geraten die Blauhelmsoldaten im Grenzgebiet zu Israel zwischen die Fronten. Erst vor rund einer Woche wurden drei Unifil-Soldaten verletzt, einer davon schwer.

«Es ist inakzeptabel, dass Friedenstruppen, die vom Sicherheitsrat beauftragte Aufgaben erfüllen, angegriffen werden», erklärte Unifil. Jeder Angriff auf Unifil-Truppen stelle einen schweren Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht dar. (sda/dpa)

20:11
IEA kündigt Freigabe grosser Notfall-Ölreserven an
Die Internationale Energieagentur (IEA) hat angekündigt, rund 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Notfallreserven freizugeben. Damit soll die Versorgung der Weltmärkte stabilisiert werden. Erste Mengen sollen laut IEA sofort in Asien und Ozeanien verfügbar sein, in Amerika und Europa ab Ende März.

Alle 32 Mitgliedstaaten der Organisation hätten der Massnahme zugestimmt, um die «beispiellosen Herausforderungen» für den Energiemarkt abzufedern. Die freigegebene Menge übertrifft den bisherigen Rekord nach Beginn des Ukraine-Kriegs deutlich. Seit Ausbruch des Nahostkonflikts vor zwei Wochen sind die Ölpreise um fast ein Viertel gestiegen. (mke)

19:43
Iran zeigt sich gesprächsbereit zur Sicherheit in der Strasse von Hormus
Irans Aussenminister Abbas Araghchi hat erklärt, sein Land sei «offen für Gespräche» mit Staaten, die eine sichere Durchfahrt ihrer Schiffe durch die Strasse von Hormus erreichen wollen. Hintergrund sind iranische Angriffe auf Schiffe, durch die der Verkehr auf der wichtigen Handelsroute stark eingeschränkt ist.

Mehrere Länder hätten sich bereits an Teheran gewandt, sagte Araghchi in einem Interview. Zugleich erklärte er, die iranischen Atomanlagen lägen derzeit «unter Trümmern», ein Wiederaufbauprogramm gebe es vorerst nicht. Frühere Gespräche mit den USA über ein Atomabkommen seien durch den Krieg faktisch gestoppt worden. (mke)

16:02
Aktivisten: Mehr als 3.000 Kriegstote im Iran
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben von Aktivisten mehr als 3.000 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien mindestens 1.319 Zivilisten, darunter 206 Kinder, teilte das in den USA ansässige Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit. Demnach wurden 1.122 Militärangehörige getötet. Weitere 599 Tote konnten weder dem Militär noch der Zivilbevölkerung eindeutig zugeordnet werden.

Die Menschenrechtler stützen sich eigenen Angaben zufolge bei der Erhebung ihrer Daten neben öffentlichen Berichten auch auf ein Netzwerk an Kontakten im Iran. Dazu zählen unter anderem Quellen im Gesundheitswesen, den Rettungsdiensten und der Zivilgesellschaft.

Irans Gesundheitsministerium hatte zuletzt über mindestens 1.200 Tote und rund 10.000 Verletzte infolge der Angriffe berichtet. (sda/dpa)
15:10
Israel stellt sich auf weitere drei Wochen Iran-Krieg ein
Die israelische Armee plant ihren Krieg gegen den Iran nach Angaben eines Sprechers noch mindestens drei Wochen fortzusetzen. Es verblieben noch «Tausende Ziele» im Iran, sagte der Militärsprecher Effie Defrin, wie die Armee bestätigte.

«Wir sind bereit – in Abstimmung mit unseren US-Verbündeten – mit Planungen zumindest bis zum jüdischen Feiertag Pessach, der in etwa drei Wochen beginnt», sagte Defin dem US-Sender CNN. «Und wir haben sogar weitergehende Pläne für weitere drei Wochen darüber hinaus.»

Das jüdische Pessachfest beginnt am Abend des 1. April. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Traditionell findet am Pessachabend ein grosses Familientreffen statt.

Nach Angaben der Armee hat die israelische Luftwaffe seit Beginn des Kriegs am 28. Februar bereits mehr als 400 Angriffswellen ausgeführt. Diese konzentrierten sich demnach auf Infrastruktur der iranischen Machthaber. Laut dem US-Sender haben Israel und die USA im Iran bereits Tausende Ziele angegriffen. (sda/dpa)
14:03
Papst ruft zu Beendigung des Kriegs im Nahen Osten auf
Papst Leo XIV. hat beim Angelus-Gebet am Sonntag einen neuen eindringlichen Appell für ein Ende des Iran-Kriegs gerichtet. «Seit zwei Wochen leiden die Menschen im Nahen Osten unter schwerer Gewalt und Krieg. Tausende Unschuldige wurden getötet, unzählige Menschen wurden gezwungen, ihre Häuser zu verlassen», beklagte der Papst.

«Den Angehörigen der Opfer von Angriffen auf Schulen, Krankenhäuser und Wohngebiete gilt meine besondere Nähe», so der Papst.

Zugleich äusserte er grosse Sorge über die Lage im Libanon, das Land, das er bei seiner ersten Auslandsreise im vergangenen Dezember besucht hatte. «Es braucht Wege des Dialogs, die die staatlichen Autoritäten des Landes dabei unterstützen können, dauerhafte Lösungen für die aktuelle Krise zu finden - zum Wohl aller Libanesen», so der Papst. (sda/apa)
11:45
Verdacht auf Spionage - 20 Festnahmen im Nordwestiran
Im Nordwesten des Irans sind 20 Personen wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, Standortdaten von iranischen Sicherheitskräften an Israel übermittelt zu haben, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Staatsanwalt der Provinz West-Aserbaidschan. Aus Israel gab es zu dem Vorfall zunächst keine Stellungnahme. (sda/dpa)
11:42
Einschläge bei Raketenangriff auf Grossraum Tel Aviv
Bei einem weiteren iranischen Raketenangriff auf den Grossraum Tel Aviv ist es nach israelischen Medienberichten zu mehreren Einschlägen gekommen. Videoaufnahmen zeigten, wie ein Fahrzeug in Flammen aufging. An anderen Orten waren Einschlagskrater zu sehen.

Der TV-Sender N12 berichtete, der Iran habe dem Verdacht nach erneut Streumunition eingesetzt. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurden mindestens zwei Menschen verletzt. Ein zuvor aus dem Iran auf die Küstenstadt Eilat im Süden des Landes abgefeuerte Rakete sei von der Raketenabwehr abgefangen worden, hiess es in den Berichten. (sda/dpa)
11:41
Revolutionsgarden drohen Netanjahu mit Tod
Die iranischen Revolutionsgarden haben dem israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu mit dem Tode gedroht. Sollte Netanjahu noch leben, werde man ihn verfolgen und töten, berichteten die Nachrichtenagenturen Fars und Irna unter Berufung auf eine Erklärung der Elitestreitkräfte. (sda/dpa)
11:39
Saudi-Arabien fängt Drohnen ab - Dementi aus dem Iran
Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben insgesamt 14 Drohnen im Raum der Hauptstadt Riad und im ölreichen Osten des Landes abgefangen. Weitere Details nannte das saudische Verteidigungsministerium nicht. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am Morgen neue Angriffe mit Raketen und Drohnen aus dem Iran.

Der Iran dementierte den Angriff auf Saudi-Arabien nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht. Dieser stehe in keinem Zusammenhang mit der Islamischen Republik. «Die saudische Regierung sollte sich bemühen, die Herkunft der Angriffe aufzudecken», hiess es. (sda/dpa)
8:42
Israels Norden unter Raketenbeschuss aus Iran und Libanon
Israels Norden ist erneut unter Raketenbeschuss aus dem Iran und dem Libanon gekommen. Die israelische Armee teilte am Morgen mit, es seien Raketen vom Iran aus auf Israel abgefeuert worden. Nach Medienberichten heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen. Anschliessend berichtete das israelische Nachrichtenportal «ynet», auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden. Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. In der Nacht hatte es in verschiedenen Orten in Israel Einschläge gegeben. (sda/dpa)
7:41
Emirate: Erneuter Beschuss aus dem Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Luftabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus dem Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Zuvor war es bereits zu weiteren Angriffen auch auf andere Golfstaaten gekommen.

Am stärksten sind die Emirate unter Beschuss. Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die «terroristische Aggression» zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin Vernunft und Zurückhaltung walten lassen. Die Emirate übten Zurückhaltung und suchten gleichzeitig nach einem Ausweg aus der Krise für den Iran und die gesamte Region, fügte Gargasch hinzu.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb in der Nacht auf X, Teheran rufe «seine brüderlichen Nachbarn dazu auf, ausländische Aggressoren zu vertreiben, zumal deren einziges Anliegen Israel ist.» Zuvor hatte bereits das neue Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung die Golfstaaten aufgefordert, US-Stützpunkte zu schliessen. Er sprach von warmen und konstruktiven Beziehungen zu den arabischen Nachbarn, die jedoch für den Krieg gegen den Iran genutzt würden. (sda/dpa)
4:32
Trump verteidigt Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland
US-Präsident Donald Trump hat die Lockerung von Sanktionen seiner Regierung gegen Russland infolge des Iran-Kriegs gerechtfertigt. «Ich will Öl für die Welt haben», sagte Trump dem Sender NBC News auf die Frage zu seiner Entscheidung, angesichts der steigenden Energiepreise Kaufbeschränkungen zu lockern.

Zur Unterstützung der Ukraine in ihrem seit mehr als vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russlands Invasion waren Sanktionen gegen Moskau verhängt worden. Doch vor wenigen Tagen teilte US-Finanzminister Scott Bessent mit, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst doch wieder straflos verkauft werden dürfe. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs drastisch gestiegen waren. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

Deutschland und andere Unterstützer der Ukraine hatten die Entscheidung massiv kritisiert und darauf verwiesen, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse, um den Krieg zu beenden.

Trump hingegen warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in dem NBC-Interview erneut vor, ein grösseres Hindernis für ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. «Ich bin überrascht, dass Selenskyj kein Abkommen schliessen will. Sagen Sie Selenskyj, er soll ein Abkommen schliessen, denn Putin ist dazu bereit», sagte Trump in dem NBC-Interview. «Mit Selenskyj ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen.»

«Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj»
Selenskyj hatte den US-Streitkräften und ihren Verbündeten im Nahen Osten Anfang März seine Hilfe beim Abfangen iranischer Drohnen angeboten, da die Ukrainer in vier Kriegsjahren reichlich Erfahrung damit gesammelt haben. Dazu sagte Trump: «Wir brauchen keine Hilfe.» Und: «Der Letzte, von dem wir Hilfe brauchen, ist Selenskyj.» Der ukrainische Präsident hatte gesagt, Länder im Nahen Osten hätten um Erfahrungsaustausch beim Abfangen iranischer Drohnen gebeten. Deshalb seien Expertenteams in drei Länder entsandt worden. (sda/dpa)
3:57
Trump: Nicht bereit für Abkommen mit dem Iran
US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Worten derzeit nicht bereit für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran. «Der Iran will ein Abkommen schliessen, und ich will es nicht schliessen, weil die Bedingungen noch nicht gut genug sind», zitierte ihn der Sender NBC News. Auf die Frage des Senders, wie die Bedingungen für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges aussehen müssten, habe Trump am Telefon erwidert: «Das möchte ich Ihnen nicht sagen.»

Er bestätigte aber, dass eine Verpflichtung des Irans, jegliche nukleare Ambitionen aufzugeben, Teil davon sein würde. Öffentlich haben sich ranghohe iranische Vertreter nicht dazu geäussert, bereit für ein Abkommen für ein Ende des Krieges zu sein. (sda/dpa)

2:46
Weitere Angriffe auf Golfstaaten
Im Nahen Osten ist es zu weiteren Angriffen auf mehrere Golfstaaten gekommen. Das saudische Verteidigungsministerium meldete am Abend den Abschuss von sechs ballistischen Raketen im Gouvernement al-Chardsch. Zu Verletzten oder Schäden gab es zunächst keine Angaben. Im Laufe des Tages waren den Angaben nach auch mehrere Drohnen vor allem im Osten des Landes abgefangen worden.

Im Gouvernement al-Chardsch befindet sich der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der seit Beginn des Iran-Kriegs immer wieder von iranischen Geschossen angegriffen wurde.

Die zivile Luftfahrtbehörde in Kuwait teilte mit, der internationale Flughafen Kuwait sei am Abend Ziel mehrerer Drohnenangriffe gewesen. Dabei sei das Radarsystem des Flughafens beschädigt worden. Es habe keine Verletzten gegeben, hiess es in einem X-Beitrag. Aktuell ist der Luftraum über Kuwait gesperrt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind im Iran-Krieg von den Golfstaaten am stärksten unter Beschuss. Behörden im Emirat Fudschaira teilten am Samstag mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Am Abend hiess es vom Medienbüro Fudschaira, die Löscharbeiten dauerten weiter an. Bei dem Vorfall sei auch ein jordanischer Staatsbürger leicht verletzt worden. Angaben dazu, was genau brannte, wurden nicht gemacht. Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl.

Das Verteidigungsministerium von Katar teilte am Abend auf X mit, im Laufe des Tages sei man Angriffen mit vier ballistischen Raketen und einer Anzahl von Drohnen aus dem Iran ausgesetzt gewesen. Die Streitkräfte hätten alle Drohnen und Raketen abfangen können. (sda/dpa)
20:46
Bericht: Israelische Siedler erschiessen Palästinenser
Bei neuen Angriffen radikaler israelischer Siedler im besetzten Westjordanland sind nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa ein Palästinenser erschossen und mehrere verletzt worden. Bewaffnete Siedler hätten den palästinensischen Ort Kusra nördlich von Jerusalem angegriffen, einen jungen Palästinenser erschossen, zwei weitere angeschossen und den Vater des Getöteten verprügelt.

Zuvor hätten Siedler zwei Palästinenser bei dem Ort Kisan südlich von Bethlehem ebenfalls im Westjordanland angeschossen, andere geschlagen und etwa 100 Schafe gestohlen, meldete Wafa. Von israelischer Seite gab es zunächst keine Angaben zu den Überfällen.

Seit dem Beginn des Iran-Krieges haben sich die seit Jahren anhaltenden Angriffe israelischer Siedler weiter verschärft. Fast täglich kommt es zu Übergriffen. Auch ihr Gebrauch von Schusswaffen mit Tötungs- und Verletzungsabsicht hat zugenommen. Seit Jahresbeginn wurden sieben Palästinenser von Siedlern umgebracht.

Die israelische Armee, die für die Sicherheit im Westjordanland zuständig ist, verurteilt die Gewalt. Die Palästinensische Autonomiebehörde in Ramallah warnt davor, die Siedlergewalt im Schatten des Iran-Krieges könne zur Vertreibung von Palästinensern führen. Die israelische Armee schütze die Palästinenser nicht ausreichend gegen und die Strafverfolgung durch die israelische Justiz sei unzureichend. (sda/dpa)
18:39
Konsulat der Emirate in irakischer Kurdenregion angegriffen
In der Kurdenregion im Irak ist das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate zum zweiten Mal innerhalb einer Woche angegriffen worden. Zwei Sicherheitskräfte seien dabei verletzt worden, teilte das emiratische Aussenministerium heute mit. Zudem habe es Schäden am Gebäude gegeben. Die Regierungen des Landes und der autonomen Kurdenregion müssten die Hintergründe des Angriffs untersuchen und die Verantwortlichen finden.

Im Zuge des Kriegs der USA und Israels mit dem Iran kommt aus auch in dessen Nachbarland Irak zu täglichen Angriffen. Einigen Schätzungen zufolge kam es dabei zu rund 200 Angriffen, von denen die meisten auf die Kurdenregion zielen. Dort sind die meisten der noch im Land verbliebenen US-Truppen stationiert. Mit dem Iran verbündete irakischen Milizen haben Dutzende Angriffe im Land für sich beansprucht. (sda/dpa)


18:21
Trump: «Viele Länder» werden Strasse von Hormus mit absichern
US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe «vieler Länder» für die sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus in Aussicht gestellt. «Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Strasse von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten», schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er ergänzte, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Grossbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind, Schiffe entsenden werden.

Wie konkret das Ganze ist, blieb unklar. Trump versprach, die Strasse von Hormus werde so oder so bald wieder «OFFEN, SICHER und FREI» sein. Zuvor hatte er vor Journalisten gesagt, dass US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch die Strasse von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die Preise in die Höhe. (sda/dpa)


18:15
Israel meldet 400 Angriffswellen gegen Iran in zwei Wochen
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in den ersten beiden Wochen des Iran-Krieges rund 400 Angriffswellen mit jeweils zahlreichen beteiligten Kampfjets geflogen. Hauptziele im Zentrum und Westen des Irans seien Anlagen für Raketenstarts und Verteidigungsanlagen gewesen.

Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei seien Dutzende Abschussrampen für ballistische Raketen getroffen worden, von denen einige für Angriffe auf Israel vorbereitet gewesen sein sollen. Zudem seien Luftverteidigungssysteme und Waffenlager angegriffen worden.

Bei einem Angriff in Teheran seien am Freitag zwei hochrangige Geheimdienstoffiziere des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija getötet worden. Dieses übernimmt in Kriegszeiten das Kommando im iranischen Generalstab. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. (sda/dpa)


16:33
Trump hofft auf militärische Hilfe «vieler Länder» in der Strasse von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat militärische Hilfe «vieler Länder» für die sichere Fahrt von Handelsschiffen durch die Strasse von Hormus in Aussicht gestellt. «Viele Länder – insbesondere diejenigen, die von Irans versuchter Blockade der Strasse von Hormus betroffen sind – werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten Kriegsschiffe entsenden, um sie offen und sicher zu halten», schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er ergänzte, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Grossbritannien und andere Länder, die von der Einschränkung betroffen sind, Schiffe entsenden werden.

Wie konkret das Ganze ist, blieb unklar. Trump versprach, die Strasse von Hormus werde so oder so bald wieder «OFFEN, SICHER und FREI» sein. Zuvor hatte er vor Journalisten gesagt, dass US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch die Strasse von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen. Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die Preise in die Höhe.

Nach einer Beratung von G7-Staaten hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor Tagen davon gesprochen, dass die Staatengruppe eine Mission zur Eskortierung von Öltankern und Frachtschiffen durch Kriegsschiffe vorbereiten wolle. Die Idee wird vor allem von ihm verfolgt. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht hingegen keinen Anlass für einen internationalen Militäreinsatz. Zu den G7-Staaten gehören Deutschland, die USA, Japan, Kanada, Grossbritannien, Frankreich und Italien. (sda/dpa)

13:49
Berichte: Flugabwehr an US-Botschaft im Irak angegriffen
Ein Flugabwehrsystem an der US-Botschaft im Irak ist Medienberichten zufolge von einer Rakete getroffen worden. Nach dem Angriff von heute früh gab es irakischen Medienberichten zufolge einen Brand an dem Botschaftsgebäude. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera berichtete, eine Einheit des als C-RAM bekannten Raketenabwehrsystems zum Schutz der Botschaft sei getroffen worden.

Von der US-Botschaft, dem US-Militär wie auch der irakischen Regierung gab es zunächst keine Bestätigung.

Das US-Militär nutzt das System C-RAM zum Schutz von diplomatischen Einrichtungen und Stützpunkten im Nahen Osten. Es kann auf Raketen-, Artillerie- und Mörserfeuer reagieren. In Bagdad war heute zu sehen, wie Soldaten Schäden auf dem Dach des Gebäudes prüfen. Die US-Botschaft liegt im stark gesicherten Regierungsviertel, auch bekannt als Grüne Zone.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Mit dem Iran verbündete Milizen haben seit Beginn des Iran-Kriegs aber mehrere Angriffe auf US-Einrichtungen im Irak für sich beansprucht. (sda/dpa)

13:17
Bundesrat spricht neu von Krieg statt Konflikt
Die USA sind aus Sicht des Bundesrates eine Kriegspartei, wie SRF berichtet. Bisher hat er immer von einem Konflikt gesprochen. Doch nicht nur die Wortwahl ändert sich. Da die USA nun als Kriegspartei gelten, dürfen Waffenexporte nicht mehr bewilligt werden. Zudem darf das US-Militär auch nicht mehr durch den Schweizer Luftraum fliegen. Zwei Überflug-Anfragen wurden bisher vom Bundesamt für Zivilluftfahrt nicht genehmigt, dies jedoch, weil die Abklärungen zu lange gedauert hätten. Neu käme auch ein politischer Entscheid, das Neutralitätsrecht, zum Tragen. (vro)

12:34
Katz sieht Schlüsselmoment im Iran-Krieg gekommen
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz sieht in der militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran einen Schlüsselmoment gekommen. Der Kampf gegen Teheran intensiviere sich und gehe in die «entscheidende Phase» über, sagte Katz nach Angaben seines Büros. Genaue Zeitangaben machte er nicht. Katz fügte lediglich hinzu, diese Phase werde so lange dauern, wie nötig.

Katz erklärte demnach, die israelische Luftwaffe setze ihre intensive Angriffswelle in der iranischen Hauptstadt Teheran sowie im gesamten Iran fort.

Gleichzeitig rief er die Bevölkerung im Iran zum Widerstand gegen die Führung in Teheran auf. «Nur das iranische Volk kann dem ein Ende setzen – durch einen entschlossenen Kampf bis zum Sturz des Terrorregimes», sagte Katz. Bereits zuvor betonte er, die Angriffe auf Ziele im Iran zielten darauf, dem iranischen Volk zu ermöglichen, sich aufzulehnen und die Führung zu stürzen. (sda/dpa)

12:16
Iran droht mit Angriffen auf US‐Ziele in den Emiraten
Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf US-Einrichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Sprecher der Kommandozentrale der Garden erklärte laut Nachrichtenagentur Fars, der Iran betrachte es als sein legitimes Recht zur Verteidigung seines Hoheitsgebiets, Abschussstellen von US-Raketen in Häfen und Docks der Emirate anzugreifen. Ins Visier genommen werde auch US-Militärpersonal in Städten. Bewohner in unmittelbarer Umgebung von US-Zielen sollten sich in Sicherheit bringen.

Die USA hatten zuvor laut Präsident Donald Trump Militäranlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg zerstört, um Teheran zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus zu bewegen. Von der Insel Charg exportiert der Iran 90 Prozent seines Rohöls.

Die Emirate sind im Iran-Kriegs von den Golfstaaten am stärksten unter Beschuss. Behörden im Emirate Fudschaira teilten heute mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Opfer habe es nicht gegeben. (sda/dpa)


11:17
Ärzte und Sanitäter bei israelischem Angriff getötet
Im Libanon sind offiziellen Angaben zufolge mindestens zwölf Mitarbeiter des Gesundheitswesens bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Die Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter seien beim Angriff im Dorf Burdsch Kalauijeh im Süden getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium heute mit. Das Personal sei an einer Einrichtung zur medizinischen Grundversorgung im Einsatz gewesen. Die Rettungsarbeiten dauerten an und die Opferzahl steige möglicherweise noch, hiess es.

«Solche Attacken stehen im Widerspruch zum Völkerrecht, das medizinisches Personal schützt», teilte das Ministerium mit. Es handle sich um den zweiten Angriff auf das Gesundheitssystem im Libanon innerhalb weniger Stunden. Zuvor seien auch Sanitäter in einem weiteren Dorf im Süden angegriffen worden.

Israels Armee teilte auf Anfrage zunächst mit, den Vorfall zu prüfen. (sda/dpa)

  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Iran-Proteste 2026
1 / 16
Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
USA und Israel greifen Iran an – Das sagt Trump
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
640 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
424139
Melden
Zum Kommentar
avatar
Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
36596
Melden
Zum Kommentar
avatar
SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
23766
Melden
Zum Kommentar
640
«Kollateralschaden» und Co. – so verschleiert unsere Sprache den Iran-Krieg
Wie wird uns der Krieg im Iran vermittelt? Wie reden Kriegsversteher über das, was im Nahen Osten gerade geschieht? Ich scrollte durch TikTok, TV-Talkshows und andere Medien und stutzte einige Male. Ein Erfahrungsbericht.
Manchmal erschrecke ich, wenn mir in der «Hitze des Gefechts» Militärjargon herausrutscht, obwohl Kriege in der Ukraine und im Iran im Gange sind. Ich sage arglos, ich hätte gerade an verschiedenen «Fronten» zu tun. Zuweilen «attackiere» ich jemanden oder spreche gern von einer «Avantgarde». Dabei meine ich eine moderne Literaturbewegung, aber der Begriff bezeichnete ursprünglich die Vorkämpfer in einer Schlacht.
Zur Story