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epa04249642 Rescuers stand next to a container during a rescue mission inside Riesending-Schachthoehle cave at Untersberg mountain near Marktschellenberg, Germany, 11 June 2014. The container offers protection from bad weather for the rescuers. Teams from Italy have arrived to help prepare the shaft for the rescue, after an injured German spelunker had been severly injured and trapped nearly a kilometer below ground since a rockslide two days earlier. The man was with two companions when the rockslide struck early in the Riesending, which translates to Big Thing and is Germany's deepest cave. His companions escaped without significant injury.  EPA/TOBIAS HASE

Retter bei der Riesending-Höhle. Der Verletzte soll am Donnerstag behandelt und für den Transport bereit gemacht werden. Bild: EPA/DPA

Ärzte im Riesending

Höhlenforscher erhält einen «medikamentösen Schutzmantel» für den Transport



In der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden haben Ärzte mit der Versorgung des schwer verletzten Höhlenforschers begonnen. In der Nacht zum Donnerstag traf auch der zweite entsandte Arzt aus Österreich beim verletzten Stuttgarter ein. 

Der Schwerverletzte sei transportfähig, müsse jedoch zuvor behandelt werden, teilte die Bergwacht Bayern mit. «Die Ärzte werden jetzt einen medikamentösen Schutzmantel um den Mann legen», sagte ein Sprecher der Bergwacht. Dazu hätten sie spezielle Medikamente angefordert, die am Donnerstag bei dem Forscher eintreffen sollten. 

Sechs Höhlenretter-Teams vor Ort

Sobald der Zustand des Patienten es erlaube, sei geplant, mit der Hilfe von sechs internationalen Höhlenretter-Teams die Bergung des Mannes aus der Höhle zu starten. Am Einsatz beteiligen sich auch 20 Höhlenrettungsspezialisten aus der Schweiz

epa04248533 Rescue forces arrive at the entrance to Riesending cave at Untersberg mountain near Marktschellenberg, Germany, 10 June 2014. The condition of a spelunker trapped with injuries since the weekend at a depth of 1,000 metres in a southern German cave is better than previously feared, according to rescue officials. The injured man, a 52-year-old professional cave explorer, who was caught in an underground rockslide in the early hours  early 08 June, has been trapped since in the Riesending cave near the southern German city of Berchtesgaden at a depth of about 1,000 metres. The Riesending cave is considered complicated for spelunkers to navigate because it consists of giant shafts, big halls, narrow squeezes and underground lakes, all of which must be crossed by climbers. It is Germany's deepest cave, with a 19.2-kilometre-long network of paths extending 1,148 metres below ground. It was discovered in 1995 during surveying work.  EPA/TOBIAS HASE

Bild: EPA/DPA

Am Mittwoch war erstmals ein Arzt bei dem schwer verletzten Höhlenforscher angekommen. Der Mediziner aus Österreich war am Dienstag aufgebrochen und gut einen Tag über senkrechte Wände und enge Schächte unterwegs, ehe er den 52-Jährigen erreichte.

«Seit mehr als drei Tagen auf der Intensivstation»

«Es ist so, dass so ein Patient seit mehr als drei Tagen auf der Intensivstation liegen würde», sagte der Frankfurter Neurochirurg Michael Petermeyer in Berchtesgaden. 

Der Verletzte habe aber wahrscheinlich das Schlimmste überstanden. «Die Schwelle der maximalen Gefährdung ist überschritten, aber er ist noch nicht über den Berg», sagte Petermeyer. «Was jetzt mehr oder minder schicksalhaft und nicht vorhersehbar ist, sind Blutungen.»

Man müsse abwägen zwischen einer zusätzlichen Gefährdung des Patienten und einem weiteren Abwarten in der Tiefe bei etwa vier Grad, wo es zudem keine intensivmedizinische Betreuung gebe. Sein Zustand ist demnach stabil. Der Höhlenforscher soll ansprechbar sein und mit Hilfe stehen können.

Sicherung der Zugangsrouten

Die Höhle sei extrem schwierig, sagte der Bergwachtler Schneider. «Für mich ist das die absolute Ausnahme, wenn da einer runterkommt.» Der Verunglückte, der zu den extremsten Höhlenforschern Deutschlands zählt, hatte die Höhle mit entdeckt und erforscht sie mit seinen Kollegen seit Jahren. (egg/lhr/sda/dpa)

In this picture provided by Bavarian Red Cross/Berchtesgaden and taken Sunday June 8, 2014  a rescuer enters a cave near  Berchtesgaden, Germany. Rescuers were working Monday to recover a man stuck deep inside the  cave in the German Alps after he was injured by falling rocks Sunday an effort that police said could take days as experts negotiate a tricky labyrinth of vertical shafts and bottlenecks. A four-member rescue team reached the 52-year-old German cave researcher early Monday inside the Riesending cave system, near Berchtesgaden in Germany’s southeastern corner, police said.  (AP Photo/ho/Bayerisches Rotes Kreuz) MANDATORY CREDIT  -  EDITORIAL USE ONLY

Bild: AP/Bayerisches Rotes Kreuz/Berchtesgaden

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