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Zahl der Toten bei Gefangenenmeuterei in Ecuador steigt auf 27

People wait outside Litoral Penitentiary for news of their incarcerated family members after deadly fights inside the jail in Guayaquil, Ecuador, Thursday, July 22, 2021. Rival gangs of inmates fought ...
Angehörige der Inhaftierten warten ausserhalb des Gefängnisses auf Neuigkeiten.Bild: keystone

Zahl der Toten bei Gefangenenmeuterei in Ecuador steigt auf 27

24.07.2021, 11:2824.07.2021, 11:28

Nach Aufständen in zwei Gefängnissen in Ecuador hat sich die Zahl der toten Häftlinge auf mindestens 27 erhöht. In der Haftanstalt von Cotopaxi seien 19 Insassen getötet worden, teilte die nationale Gefängnisbehörde am Freitag (Ortszeit) mit. Bis zum Nachmittag hatte die Zahl bei 14 gelegen. In einem Gefängnis in Guayaquil kamen nach Angaben der Behörde 8 Häftlinge ums Leben. Bei den Ausschreitungen in den beiden Gefängnissen wurden zudem Dutzende Häftlinge und etwa zehn Polizisten verletzt.

Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso sah die Ursache für die Kämpfe in der Rivalität von kriminellen Banden, die in Südamerika häufig in Gefängnissen rekrutieren und von dort aus operieren. Zahlreiche Häftlinge brachen während der Meuterei in dem Gefängnis von Cotopaxi aus. 86 geflohene Insassen wurden der Gefängnisbehörde zufolge wieder eingefangen, gegen 74 gefasste Insassen erliess die Staatsanwaltschaft Anklage.

Präsident Lasso hatte den Notstand in den Gefängnissen erklärt und entliess den Direktor der nationalen Gefängnisbehörde, um ihn gegen einen General auszutauschen. In den teilweise überfüllten Haftanstalten des Andenlandes kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Im Februar waren bei heftigen Zusammenstössen zwischen rivalisierenden Banden in mehreren Gefängnissen in Ecuador 79 Menschen getötet worden. (viw/sda/dpa)

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