Türkei
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epa06078204 Supporters of Kemal Kilicdaroglu, leader of Turkey's main opposition Republican People's Party (CHP), hold a huge Turkish flag during a mass rally after the last stage of a protest march from Ankara to Istanbul, in Istanbul, Turkey, 09 July 2017. The 25-days, 450-kilometres protest march from Ankara to Istanbul dubbed the 'justice march' was organized by Kilicdaroglu to protest against the arrest of party deputy Enis Berberoglu and other arrests. A mass rally is scheduled to be held at the end of its last stage.  EPA/TOLGA BOZOGLU

Während eines Protestmarschs gegen Erdogan halten Teilnehmer eine riesige türkische Flagge in die Luft. Bild: EPA

Sie trugen «Helden»-T-Shirts: Mehrere Studenten in der Türkei festgenommen



In der Türkei sind innert einer Woche über ein dutzend Menschen festgenommen worden, weil sie ein T-Shirt mit dem Aufdruck «Held» getragen haben. Zuletzt wurden ein Paar am Samstag in Antalya sowie ein Jugendlicher in Canakkale im Südwesten des Landes aus diesem Grund festgenommen, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete.

Die türkischen Behörden sehen in dem Aufdruck eine Unterstützerbotschaft für die Putschisten, die vor einem Jahr versucht hatten, Präsident Recep Tayyip Erdogan zu stürzen. Die Festnahmewelle hatte nach dem Auftritt eines Angeklagten in einem Prozess gegen mutmassliche Putschisten begonnen, der ein T-Shirt mit dem Aufdruck «Held» getragen hatte.

Erdogan verordnet Guantanamo-Look

Erdogan hatte sich danach dafür ausgesprochen, dass die Angeklagten künftig bei Prozessen in einheitlicher orangefarbener Bekleidung ähnlich der Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo in den Gerichtssaal geführt werden sollten.

Innert einer Woche wurden nach Angaben der Nachrichtenagenturen Dogan und Anadolu mindestens 15 Menschen festgenommen, weil sie T-Shirts mit dem Aufdruck «Held» in Grossbuchstaben und dem Slogan «Helden sind unsterblich» trugen. Die meisten waren Studenten oder Arbeiter.

Mindestens zwei Festgenommen wird nun «Terrorpropaganda» zur Last gelegt. Der am Samstag festgenommene Jugendliche wurde laut Dogan von Passanten angezeigt. Er sei von Polizisten gezwungen worden, ein rotes T-Shirt anzuziehen, bevor er zum Polizeikommissariat abgeführt wurde. (sda/afp)

Dieser Protestmarsch treibt Erdogan zur Weissglut

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