Review

Vergiss das iPhone X! Hier kommt seine grosse Schwester 👊

Das neue XL-iPhone ist das am meisten unterschÀtzte Smartphone aller Zeiten. Ein persönlicher Testbericht und PlÀdoyer.

20.10.17, 11:39 31.10.17, 15:21

Inhaltsverzeichnis

  1. Die verschmÀhte Braut
  2. Klassische Schönheit, aber ...
  3. FĂŒr wen sie es die richtige Wahl ist
  4. Mitgift (Features)
  5. Das liebe Geld
  6. Drum prĂŒfe, wer sich bindet
  7. Ab hier wird's unromantisch
    (Spezifikationen etc.)

* Apple stellt dem watson-Redaktor ein iPhone 8 Plus (mit 256 GB Speicher) als Leihgabe zur VerfĂŒgung.

Geknipst mit iPhone 8 Plus, normaler Foto-Modus, HDR, unbearbeitet. bild: watson

Die verschmÀhte Braut

Man muss es den Journalisten und Bloggern nachsehen: Wer sich tagein, tagaus mit Smartphones beschÀftigt, lechzt nach frischem Design und revolutionÀrer Technik. Da waren die Reaktionen aufs iPhone 8 Plus vorhersehbar.

Der Zufall wollte es, dass ich wĂ€hrend dem Testen den Schweizer Reggae-SĂ€nger Dodo wiederentdeckte. Sein Song «BrĂŒtigam» passt zum neuen XL-Smartphone von Apple und hat mich beim Schreiben dieser Review begleitet.

«BrĂŒtigam» von Dodo (ft. Dabu Fantastic). Video: YouTube/DodoVEVO

Ja natĂŒrlich, auch andere MĂŒtter haben attraktive Töchter, wie zuletzt Google mit dem Pixel 2 zeigte. Aber es ist ausgerechnet die kleinere Schwester, die der Braut die Schau stiehlt.

Als ich nach der Keynote das iPhone X («Ten») ausprobierte, war ich hin und weg. Apples Design-Guru Jony Ive und seinem Team gelingt es, die richtigen Knöpfe zu drĂŒcken, um den Muss-ich-haben-Reflex auszulösen. (Ironie der Geschichte: Dies tun sie, indem sie beim iPhone den wichtigsten Knopf killen und ein AMOLED-Display von Rivale Samsung verbauen).

Das iPhone X, die Apple-Chefs und der watson-Redaktor

Noch lĂ€sst die junge Wilde auf sich warten*, was Interessenten die Gelegenheit gibt, zu reflektieren, ob sie wirklich 1200 Franken (oder mehr) fĂŒr ein neues Handy ausgeben sollen.

Und ich kann nach mehreren Wochen mit der grossen Schwester festhalten, dass ihr die Schlagzeilen nicht gerecht werden.

FĂŒr wen sich ein Flirt oder gar eine langfristige Beziehung lohnt, versuche ich im Folgenden vermitteln.

* Der Vorverkauf fĂŒr das iPhone X startet am Freitag, 27. Oktober.

PortrĂ€t-Modus («natĂŒrliches Licht»), unbearbeitet.  bild: watson

Klassische Schönheit, aber ...

Vorbemerkung: Es geht im Folgenden ausschliesslich ums iPhone 8 Plus, weil ich nur dieses GerÀt getestet habe. Dem kleineren iPhone 8 fehlt (unter anderem) die Dual-Kamera. Neben dem stÀrkeren Akku ist die Kameraleistung aus meiner Sicht ein Killerfeature, das viele User anspricht.

Das iPhone 8 Plus steht im Schatten des iPhone X, aber verstecken muss es sich nicht. Es besitzt den gleichen ultraschnellen Prozessor (A11 Bionic) und ist damit bestens fĂŒr neue Herausforderungen wie Augmented Reality (AR) gerĂŒstet.

Das XL-iPhone ist nichts fĂŒr Donald Trump.*

Was das als «langweilig» kritisierte Aussehen betrifft, sei an die bewĂ€hrte Produkte-Design-Maxime «Form follows function» erinnert. Im Handy-Alltag zĂ€hlen fĂŒr mich die inneren Werte (dazu gleich mehr). 

Das iPhone 8 Plus könnte der letzte Vertreter des ikonischen Designs sein, das Apple 2014 mit dem iPhone 6 lancierte und das in der Folge von vielen Herstellern nachgeahmt wurde.

Der RĂŒcken, der neu aus gehĂ€rtetem Glas statt Aluminium-Unibody gesteht, fĂŒhlt sich gut an und ist weniger rutschig. Aber bruchsicher ist er (wie das Display) leider nicht. Darum braucht es eine SchutzhĂŒlle oder gute Versicherung ...

* Mit seinem Umfang (siehe Spezifikationen) eignet sich das XL-iPhone nur beschrĂ€nkt fĂŒr kleine HĂ€nde. đŸ€—

Wichtig: Das 8 Plus ist kein Leichtgewicht. Mit 202 Gramm wiegt es deutlich mehr als das iPhone X (174 g) und andere Android-Flaggschiffe, und ist noch schwerer als das mit grösserem Display und Akku bestĂŒckte Galaxy Note 8 (195 g).

PortrĂ€t-Modus (natĂŒrliches Licht), unbearbeitet. bild: watson

FĂŒr wen sie es die richtige Wahl ist

(die grössten Konkurrenten liste ich weiter unten auf)

  1. Du willst geniale SchnappschĂŒsse und professionell wirkende PortrĂ€t-Fotos, bist aber kein Selfie-Junkie.
  2. Du brauchst nicht das neuste Statussymbol, sondern bevorzugst Understatement.
  3. Du willst das grösste iPhone-Display (richtig gelesen! Hier geht's zur genauen Berechnung)
  4. Du liebst Mobile-Games.
  5. Du suchst ein zukunftssicheres GerÀt mit dem weltschnellsten (mobilen) Prozessor.
  6. Gesichtserkennung (Face ID) ist dir unheimlich. đŸ˜±
  7. Du willst weniger als 1000 Franken hinblÀttern.
  8. Akku, Akku, Akku!
    (hÀlt offiziell lÀnger durch als beim X)

Mitgift (Features)

Wo ich ungern Kompromisse eingehe, ist bei der Software und der Sicherheit, respektive dem Datenschutz. Abgesehen von einem leistungsfÀhigen Akku ist die Kameraleistung zentral.

Apple schnĂŒrt mit eigener Hardware und massgeschneiderter Software ein benutzerfreundliches Gesamtpaket, das kein Hersteller ĂŒbertrifft. DafĂŒr bezahlt man einen saftigen Aufschlag und begibt sich in die bequeme Sicherheit eines «Walled Garden», in dem die Hausregeln und Preise diktiert werden.

Das Wichtigste in der Bildstrecke

Apropos Benutzerfreundlichkeit: Wenn man ein Àlteres iPhone (mit iOS 11) vorliegen hat, kann man das neue per Knopfdruck automatisch konfigurieren. Einfacher geht nicht.

screenshot: watson

Software

iOS 11 ist auf dem iPhone 8 Plus ein Genuss. Nichts ruckelt, alles geht blitzschnell vonstatten. Das Neustarten erfolgt in Rekordtempo (was sich nicht nur bei Problemen empfiehlt).

Ok, das neue iPhone-System ist relativ holprig gestartet, Apple hat bereits drei Updates nachgeschoben, um Fehler zu beseitigen. Doch noch immer gibt's gewisse Schwierigkeiten ...

Gut zu wissen: Der Flugmodus funktioniert nun auch wieder wie gewohnt: Unter iOS 11.0.2 und neuer werden Bluetooth- und WLAN-Verbindungen wieder komplett ausgeschaltet.

Augmented Reality: Noch ist das Angebot an AR-Apps bescheiden. Doch zeigen erste Anwendungen das Potenzial, das in der Kombination von realen und kĂŒnstlichen Objekten liegt. Prognose: In diesem Bereich wird noch sehr viel passieren.

Die 12-Megapixel-Hauptkamera wird auch fĂŒr AR-Anwendungen eingesetzt. bild: watson

Die «IKEA Place»-App, die es mittlerweile auch im Schweizer App Store gibt, ermöglicht das Platzieren von Produkten in den eigenen vier WÀnden (oder wo auch immer). Wobei man(n) bei grösseren Anschaffungen wohl trotzdem nicht um das Ausprobieren in einem Möbelhaus herumkommt...

Die Sternengucker-App Sky Guide AR (3 Fr.) lĂ€sst einen bei Tag und Nach den Himmel in drei Dimensionen erkunden.

Obwohl ich selten auf dem iPhone spiele, hat mich die AR-Version des Shooters «Zombie Gunship Revenant AR» so richtig gefesselt. Man sitzt im Kampfhelikopter und versucht, eine wachsende Armee von Untoten abzuwehren.

Kamera

Das erste iPhone konnte nicht mal Videos aufzeichnen. Nun filmt das iPhone 8 Plus als erstes Smartphone auch in höchstauflösendem Ultra-HD mit 60 Frames pro Sekunde (FPS).

4K-Videos sind das Eine, kinderleichtes Fotografieren das Andere. SchnappschĂŒsse gelingen dank innovativer Technik auch unter schwierigen UmstĂ€nden (Licht, Bewegung etc.).

- Starke Dual-Kamera
- Ausgereifte Kamera-Software und benutzerfreundliche Bildbearbeitung
- PortrÀtmodus:
ermöglicht Aufnahmen mit Bokeh-Effekt (TiefenunschÀrfe).
- PortrÀt-Licht: generiert Aufnahmen wie im Profi-Fotostudio, die Beleuchtungs-Effekte lassen sich auch nachtrÀglich Àndern.
- True-Tone-Blitz mit «Slow Sync»: sorgt bei wenig Licht fĂŒr gleichmĂ€ssiger belichtete Fotos.
Live-Photos: animierte Foto-Serien
4K-Videos (Ultra-HD, bis 60 FPS)
HDR ist noch besser geworden

Teleobjektiv hat keine optische Bildstabilisierung (OIS)
PortrĂ€t-Licht-Effekte gibts nur mit der Hauptkamera auf der RĂŒckseite, aber nicht mit der Selfie-Kamera (ist dem iPhone X vorbehalten)

Mit dem iPhone 7 Plus lancierte Apple letzten Herbst seine erste Dual-Kamera mit zwei unabhÀngigen Kamera-Sensoren: Eine Weitwinkel-Linse und eine mit optischem zweifachen Zoom, die es ermöglicht, Objekte nÀher heranzuholen, ohne BildqualitÀt zu verlieren. Und zwar in diesen Kamera-App-Modi:

PortrĂ€t-Modus (natĂŒrliches Licht), unbearbeitet. Bild: watson

Die neue Dual-Kamera, in Kombination mit dem PortrĂ€t-Modus, ist fĂŒr mich das absolute Highlight.

Der PortrĂ€t-Modus erzeugt den von Spiegelreflexkameras bekannten TiefenunschĂ€rfe-Effekt («Bokeh»), neu hinzu gekommen ist nun  PortrĂ€tlicht. Das sind noch im Beta-Stadium befindliche Studio-Beleuchtungs-Effekte, die exklusiv auf dem iPhone 8 Plus (und dem iPhone X) zur VerfĂŒgung stehen.

Kamera-App starten, abdrĂŒcken, fertig.

Der BĂŒhnenlicht-Effekt lĂ€sst sich auch nachtrĂ€glich einstellen. bilder: pgatour.com

NatĂŒrlich handelt es sich bei den Aufnahmen oben um eine Best-of-Auswahl einer PR-Aktion. Doch auch bei meinen eigenen ersten Versuchen klappte das PortrĂ€tieren auf Anhieb.

Ein PortrĂ€t-Bild, zwei Beleuchtungen: BĂŒhnenbeleuchtung Mono (oben) und BĂŒhnenlicht. bilder: watson

Bei einigen Sujets funktioniert der PortrĂ€t-Modus nicht perfekt, die von der Software errechneten TiefenunschĂ€rfe- und Beleuchtungseffekte weisen Ungenauigkeiten auf. Sie treten in der Regel dann auf, wenn der Übergang zwischen im Vordergrund fokussiertem Objekt und Hintergrund «verschwimmt».

Bleibt anzumerken, dass die Apple-Ingenieure die Kamera- und Bildverarbeitungs-Software in den kommenden Wochen und Monaten weiter verbessern werden.

HDR: Das KĂŒrzel steht fĂŒr High Dynamic Range (hoher Dynamikumfang) und bringt beim Fotografieren von statischen Motiven grosse Vorteile. Die iPhone-Kamera schiesst automatisch drei Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung, die iOS zu einem sehr gleichmĂ€ssig ausgeleuchteten Bild kombiniert.

Live-Photos: Speziell zu erwĂ€hnen gilt es auch die 2015 lancierten Live-Photos, die mit iOS 11 noch praktischer werden. Mittlerweile ist auch Android-Entwickler Google auf den Zug mit den animierten Bildern («Motion Photos») aufgesprungen.

Live-Photos sollte man unbedingt in der Einstellungen-App (> Kamera >) aktivieren, weil man dann jeweils einen besseren Schnappschuss auswÀhlen kann. Dies hilft, wenn bei einem Gruppenbild einzelne Augenpaare geschlossen sind.

Display

Am LCD-Bildschirm lÀsst sich nichts aussetzen, abgesehen von der relativ schlechten Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung.

+ Starkes LCD-Display (ISP)
+ NatĂŒrliche Farben, guter Kontrast, sehr scharfe Darstellung
+ True Tone schont die Augen
+ Touchscreen verschmiert kaum
+ 3D Touch ist sehr praktisch, aber gewöhnungsbedĂŒrftig

- Bei starker Sonneneinstrahlung sind OLED-Displays klar im Vorteil
- HDR-Video eingeschrÀnkt

True Tone: Bei stundenlanger Nutzung leistet die augenschonende Technik, die Apple 2016 mit dem iPad Pro lanciert hat, nun auch auf dem iPhone 8 Plus wertvolle Dienste.

Ein Sensor erfasst die LichtverhĂ€ltnisse und passt den Weissabgleich des Displays automatisch an, so dass die dargestellten Farben immer realitĂ€tsnah wirken. So mĂŒssen sich die Augen beim Blick auf den Bildschirm nicht extra vom Umgebungslicht umgewöhnen. Im Alltag funktioniert das so gut, dass man es kaum bemerkt, aber nicht mehr missen möchte.

3D Touch ist weiterhin an Bord, respektive ins Display integriert. Durch krĂ€ftiges DrĂŒcken kann man verschiedene Zusatzfunktionen aufrufen, analog zu KontextmenĂŒs. Mein liebstes 3D-Touch-Feature ist es, die virtuelle Tastatur als Trackpad zu nutzen, um den Text-Cursor punktgenau zu dirigieren.

Prozessor

Apples A11-Bionic-Prozessor, eine Eigenentwicklung, macht das iPhone 8 Plus zum schnellsten Smartphone der Welt. Die Rechen-Power ist grösser als bei manchen Laptops.

grafik: tomsguide.com

Um die Batterie zu schonen, arbeitet der Prozessor im Schongang und fĂ€hrt nur alle sechs Kerne hoch, wenn es Sinn macht, etwa bei Augmented-Reality-Anwendungen. Und da kommt auch der beachtlich breite, fĂŒr ein LCD-Display sehr helle Bildschirm zum Tragen. Ohne True Tone messen Spezialisten einen Helligkeitswert von 625 Nits, mit True Tone sind es 530 Nits.

Akku

+ Der Akku hĂ€lt auch bei starker Belastung einen ganzen Tag (ĂŒber 24 Stunden) durch
+ Schnell-Laden

- Schnell-Laden kostet extra

Induktives Aufladen: Bietet die Android-Konkurrenz lĂ€ngst, ist aber aus meiner Sicht das am meisten ĂŒberschĂ€tzte Feature. Ob ich mein GerĂ€t zuhause direkt ĂŒber ein Ladekabel an die Steckdose anschliesse, oder sorgfĂ€ltig auf ein Ladekissen lege, das an ein Ladekabel angeschlossen ist, spielt mir keine Rolle.

Induktives Aufladen wird erst richtig praktisch (und fĂŒr die Nutzer tatsĂ€chlich «kabellos»), wenn es an vielen öffentlichen Orten, in CafĂ©s etc. entsprechende Ladestationen gibt. Weil nun auch Apple den branchenweiten Qi-Standard unterstĂŒtzt, wird die Technik hoffentlich vielerorts Einzug halten.

Vibrationsalarm deaktivieren

Wenn das iPhone 8 vibriert, kann die Induktionsladung per Qi-Ladeschale abbrechen, wie golem.de kĂŒrzlich berichtete. Auch warme Umgebungen könnten dazu fĂŒhren, dass der iPhone-Nutzer am Morgen neben einem leerem Akku aufwache. Mehr Information gibt's auf dieser Apple-Supportseite.
Apple will gemĂ€ss AnkĂŒndigung erst 2018 eine eigene Ladematte namens Airpower anbieten, mit der gleichzeitig das iPhone und die Apple Watch Series 3 sowie ein neues Lade-Etui fĂŒr die AirPods geladen werden können.

Schnell laden: Sehr praktisch finde ich die Möglichkeit, das GerĂ€t schneller als bislang ĂŒblich aufzuladen. Anstelle des im Lieferumfang enthaltenen 5W-Adapters kann man einen USB-C-Adapter mit 29 Watt Leistung und ein dazu passendes Ladekabel verwenden. Damit lĂ€dt der Akku in 10 Minuten um die 20 Prozent, nach 30 Minuten ist er bereits mehr als halb voll.

Anmerkung: Auch Àltere iPhones laden so schneller.

bild: watson

Diese Support-Seite erklĂ€rt das Wichtigste. Unerfreulich ist, dass Apple fĂŒr das praktische Schnell-Laden extra zur Kasse bittet. Das USB-C-auf-Lightning-Kabel kostet 29 Franken, der passende Power-Adapter (29W USB‑C) 59 Franken.

Das liebe Geld

Mein persönliches Fazit: Das iPhone 8 Plus ist zurzeit das beste Smartphone auf dem Markt. Das wird sich am 3. November Àndern, wenn das iPhone X in den Handel kommt.

Das iPhone 8 Plus kostet mit 64 GB Speicher 960 Franken, mit 256 GB Speicher 1150 Franken.

Ärgerlich ist, dass Apple nur zwei Speicherplatz-Varianten anbietet und bewusst auf eine 128-GB-Variante verzichtet. Wer höchstauflösende 4K-Videos drehen will, muss wohl oder ĂŒbel die teurere Variante wĂ€hlen, sonst wird's eng.

Ob man das neue XL–iPhone kauft, hĂ€ngt nicht zuletzt davon ab, was die anderen Modelle kosten. Und da scheint mir, dass die Kalifornier den Bogen ĂŒberspannt haben.

Zum Vergleich:

Aktueller Ratschlag: Wer ein neues iPhone sucht, sollte mit dem Kauf bis mindestens Ende November warten. Dann dĂŒrfte klar sein, ob das iPhone X Kinderkrankheiten aufweist, wie es bei neuen Hardware-Generationen manchmal vorkommt.

Dass Apple beim Phone 8 Plus bald die Preise senken wird, bleibt ziemlich sicher ein frommer Wunsch.

Das iPhone gilt als einziges Smartphone ohne grossen Preisverfall. Apple hat bis anhin bis zum Erscheinen der nĂ€chsten Generation praktisch nie eine Preisreduzierung gegeben. Wobei sich diese Woche die GerĂŒchte hĂ€uften, wonach die Nachfrage nach dem iPhone 8 und 8 Plus gering sei. Sollte dies stimmen, gibt's vielleicht doch vor Weihnachten einen Preisnachlass ...

Hauptkamera, normaler Foto-Modus ohne HDR, unbearbeitet. bild: watson

Um Speicherplatz zu sparen, kann man Videos und anderes in die iCloud auslagern und sicher in Apple-Rechenzentren speichern. Die Anbindung funktioniert perfekt und ist auch durch Laien schnell einzurichten. Wer sich fĂŒr iCloud registriert, erhĂ€lt die ersten 5 Gigabyte (GB) ohne Aufpreis. DarĂŒber hinaus bietet Apple folgende monatliche «SpeicherplĂ€ne» an:

Drum prĂŒfe, wer sich bindet

Wer angesichts des hohen Kaufpreises das iPhone 8 Plus vergĂŒnstigt ĂŒber den Provider beziehen möchte, sollte die Angebote gut prĂŒfen und die versteckten Kosten berĂŒcksichtigen.

Erfreulicherweise ist der Konkurrenzkampf bei den Premium-Smartphones in diesem Jahr grösser denn je. Bleibt zu hoffen, dass dies die Preise in die richtige Richtung lenkt ...

Samsung liegt beim Galaxy Note 8 mit dem Super-AMOLED-Display vorn. Und Google stellt mit dem Pixel 2 unter Beweis, dass es nicht zwingend eine Dual-Kamera braucht, um aus SchnappschĂŒssen geniale Aufnahmen zu generieren.

Die hÀrtesten Konkurrenten:

(ungefÀhr im gleichen Preis-Segment)

Wen habe ich vergessen? Schreib deinen Smartphone-Favoriten mit kurzer BegrĂŒndung ins Kommentarfeld!

Die Spezifikationen zum iPhone 8 Plus

Mehr Testberichte

Der vorliegende Review kann das iPhone 8 Plus natĂŒrlich nicht erschöpfend vorstellen. Hier sind weitere Testberichte, die andere Aspekte spannend und ausfĂŒhrlich behandeln:

Der Reisefotograf Austin Mann hat eine packende Kamera-Review veröffentlicht. bild: austin mann

Wer sich fĂŒr die HintergrĂŒnde zur Kamera-Evolution interessiert: Â«Apple and the future of photography in Depth: iPhone 8 Plus», lautet der Titel eines lesenswerten Beitrags des Techblogs Apple Insider.

PS: Apropos Schwanzvergleiche 😉

DxOMark tut es wieder und wieder, und die Medien berichten reflexartig ĂŒber die Handy-Kamera-Ratings. Zuerst erhielt das Galaxy S8 die beste Bewertung, spĂ€ter das iPhone 8 Plus, aktuell das Google Pixel 2. Hier halte ich es mit der kritisch-ablehnenden EinschĂ€tzung von Android Police und Daring Fireball. Die punktgenauen Gesamtbewertungen tĂ€uschen eine wissenschaftliche PrĂ€zision vor, die es so nicht gibt. Die Gesamtbeurteilung der Kameraleistung bleibt letztlich etwas Subjektives.

Wer sich fĂŒr Details interessiert: Der bekannte Gadget-Tester und YouTuber Marques Brownlee erklĂ€rt im Video, was von den Testresultaten zum Pixel 2 und iPhone 8 Plus zu halten ist.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • flyingdutch18 23.10.2017 08:20
    Highlight Ein Super-Testbericht, auch wegen der Links zu anderen Reviews! Kein Vergleich zum eingekauften Spiegel-Testbericht ĂŒber das Google Pixel 2, der sich einseitig auf die Hardware beschrĂ€nkt und den Mehrwert bei AI kaum erwĂ€hnt.
    0 0 Melden
  • redeye70 21.10.2017 22:43
    Highlight Bokeh ist nicht gleich TiefenunschĂ€rfe. Das Bokeh ist die Form wie Bereiche im unfokussierten Hintergrund dargestellt werden. Ist keine natĂŒrliche Wiedergabe der UnschĂ€rfe, so wie es das menschliche Auge wahrnimmt. Ein schönes Bokeh ergibt sich bei grossen Vollformatsensoren mit entsprechender Brennweite und offener Blende. Smartphones haben keine grossen Sensoren, ergo kann man physikalisch gar kein schönes Bokeh erzielen.
    10 0 Melden
  • Whitestone 21.10.2017 22:26
    Highlight Flugmodes unverÀndert (iOS 11.1).
    1 0 Melden
  • Silent Speaker ă‚”ă‚€ăƒŹăƒłăƒˆă‚čăƒ”ăƒŒă‚«ăƒŒ 21.10.2017 05:20
    Highlight Geekbench ist doch die einzige Benchmark-Software, in der das iPhone gewinnt?

    Naja, die Geeks wissen, was Geekbench wirklich wert ist. Das MacBook Pro 13" mit i5 CPU ist ĂŒbrigens von 2012. -_- Das ist natĂŒrlich ein ĂŒberwĂ€ltigender Sieg des iPhoneX ĂŒber ein ĂŒber 5 Jahre altes Notebook.
    9 18 Melden
    • @schurt3r 21.10.2017 07:21
      Highlight Chabis!

      Lies mal, was der Geekbench-Chef sagt ;-)
      http://bit.ly/2yHcdCW

      Zitat: «At this point, you've got desktop-class performance in a handset.»

      PS: Schneller als das aktuelle Macbook Pro (13 Zoll)!

      Und es gab/gibt auch noch andere Tests...
      http://bit.ly/2fnyAG5
      10 10 Melden
    • Midnight 21.10.2017 09:41
      Highlight Haters gonna hate....
      5 9 Melden
  • Triumvir 20.10.2017 16:05
    Highlight Schöner Bericht. Doch er kommt fĂŒr mich ein klein wenig zu frĂŒh. Mich interessiert nĂ€mlich ein Praxisvergleich zwischen dem 8er und dem X. Erst dann kann ich meine Kaufentscheidung adĂ€quat fĂ€llen...Das es bei mir aber wieder ein Apple wird, ist logsicherweise schon mal sonnenklar...:-P
    27 27 Melden
    • Mr.President 22.10.2017 15:03
      Highlight Wenn du erst drauf wartest bis er kommt, und getestet wird, wird’s schon vergriffen sein, und dann kannst du dein X phone im Februar/ MĂ€rz erst auspacken! Denn wer nicht jetzt am Freitag um 9:00 bestellt (juhuuu! Omg! Ich krieg eins nĂ€chste Woche !) der guckt wie eine blöde đŸ· aus dem Fenster! 🙈😂😂😂👍
      1 2 Melden
  • Papa la Papp 20.10.2017 14:17
    Highlight Sehr guter Bericht danke 🙏
    Einzig das Fazit: 240.— Chf mehr und man hat das X - ist es aus meiner Sicht wert. đŸ€“
    21 18 Melden
    • Mr.President 22.10.2017 15:05
      Highlight Yep! Ich sag da: allein wegen dem OLED Display lohnt es sich den zu kaufen ! đŸ€”đŸ˜‚đŸ˜‚đŸ˜‚đŸ‘
      1 0 Melden
  • Sagitarius 20.10.2017 13:58
    Highlight Danke fĂŒr diesen Bericht!
    14 12 Melden
  • Kstyle 20.10.2017 12:43
    Highlight Wenn ich Microsoft wĂ€re, wĂŒrde ich Apple verklagen, iPhone X und Xbox, da ist die Verwechslungsgefahr gross ;-).
    27 34 Melden
    • Midnight 21.10.2017 09:45
      Highlight MĂŒsste dann wohl eher umgekehrt sein, weil es Mac OS "X" schon vor der ersten Xbox gab. Zudem hat die aktuelle Xbox keine abgerundeten Ecken.

      Also keine unmittelbare Verwechslungsgefahr 😄
      2 6 Melden
    • EinePrieseR 21.10.2017 19:08
      Highlight Apple hatte aber OS X lange vor der Xbox ;-)
      2 5 Melden
    • bcZcity 22.10.2017 10:56
      Highlight Mac OSX wurde 2001 fertig gestellt, da war die erste Xbox auch schon prÀsentiert und kam im Februar 2002 auf den Markt.

      Von „lange“ kann also keine Rede sein đŸ€“
      6 0 Melden
  • K3tsch 20.10.2017 11:53
    Highlight An dieser Stelle ein grosses Lob an Dani Schurter, welcher immer treffende und sehr aufklĂ€rende Testberichte schreibt ĂŒber ElektronikgerĂ€te. Genial! :D

    2 Fragen zum GerÀt:

    - Weiss man schon, ob herkömmliche Induktions-Stationen, welche auch fĂŒr andere GerĂ€te gebraucht werden, beim iPhone 8 Plus funktionieren?

    - Ist es realistisch, mit einem 64GB-GerĂ€t halbwegs durchzukommen oder frisst eine 2-minĂŒtige Videoaufnahme gleich alles an Speicher weg auf dem GerĂ€t? (ggf. wieviel Speicherplatz beansprucht die aktuelle iOS momentan auf deinem GerĂ€t?)



    25 25 Melden
    • @schurt3r 20.10.2017 12:09
      Highlight Vielen Dank! â˜ș

      Zu 1) Alle Ladestationen mit Qi-Standard sollten meines Wissens gehen.

      2) Wenn du keine lÀngeren 4K-Werke drehen möchtest, sollte es reichen. Die Videos werden ja im platzsparenden neuen HEVC-Format abgelegt.
      21 9 Melden
    • swissda 20.10.2017 13:18
      Highlight ErgÀnzung zu Frage 2: du kannst auch in FULL HD Filmen, wenn du möchtest - dann wird noch weniger Speicherplatz benötigt.
      10 5 Melden

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