DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Honky Tonk Women» zu anstössig

Rolling Stones auf Bühne in Shanghai zensiert



epa04117039 Ronnie Wood (L) and Mick Jagger (R) of British band The Rolling Stones perform at a sold out concert in Macau, China, 09 March 2014. The show, which forms part of the '14 On Fire' tour, claims to be the biggest rock gig the small ex-Portuguese enclave in southern China has ever seen, with VIP packages to see the rock gods retailing online for around 14,800 Hong Kong dollars (Euro 1,375.00). The last time The Rolling Stones visited southern China was just over a decade ago for two sold out concerts in Hong Kong in 2003. The Rolling Stones '14 On Fire' tour will visit Abu Dhabi, Japan, Macau, Shanghai, Singapore, Australia and New Zealand.  EPA/ALEX HOFFORD

Am 9. März traten die Rock-Opas in Macao auf. Bild: EPA

Die Rolling Stones haben sich bei ihrem zweiten Konzert in China erneut der Zensur beugen müssen. Die «Honky Tonk Women» wurden dem chinesischen Publikum wieder einmal vorenthalten. «Jetzt würden wir normalerweise etwas wie ‹Honky Tonk Women› spielen, aber es wurde untersagt», rief Sänger Mick Jagger den Zuschauern während des Auftritts in Shanghai am Mittwoch zu, so die Band auf ihrem Twitter-Profil. 

Das Publikum nahm dies klaglos hin, wie Konzertbesucher berichteten. «Die Leute waren einfach begeistert, die Stones zu sehen», sagte Fan Andrew Chin. Der Stones-Hit mit seinen Anspielungen über Sex des lyrischen Ichs mit einer «Kneipenkönigin» und anderen Wesen war den chinesischen Kontrolleuren offenbar zu anstössig. Andere Klassiker der Altrocker wie «Street Fighting Man» und «You Can't Always Get What You Want» wurden hingegen nicht beanstandet. 

Impressionen vom Stones-Gig in Shanghai.  Video: YouTube/newstrnews

Die Rolling Stones waren 2006 erstmals in der Volksrepublik aufgetreten. Schon damals durften sie mehrere ihrer Hits wie auch «Honky Tonk Women» nicht spielen. Die chinesischen Behörden betrachten Live-Auftritte besonders argwöhnisch, seitdem die isländische Sängerin Björk 2008 während ihres Songs «Declare Independence» mit «Tibet»-Rufen auf die von China besetzte autonome Region hinwies. Der britische Sänger Elton John schockierte die chinesische Führung, als er sein Konzert in Peking Ende 2012 dem Regierungskritiker Ai Weiwei widmete.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6 perfide Stilmittel, mit denen das Sprach-Genie Kollegah sich gerade wehrt

Der Erfolg Kollegahs lag schon immer in der Kombination von Gegensätzen: Härteste Mutterfickerzeilen treffen auf eloquente Wie-Vergleiche. «Der stabile Deutsche», der im von Ausländern dominierten Gangstarap blonden Teenagern Selbstbewusstsein eintrichtert. Gläubiger Muslim mit Zuhälter-Texten. Dann ist Felix Blume, so sein bürgerlicher Name, immer noch eingeschriebener Jura-Student. Er sei scheinfrei, ihm fehle aber noch aus Zeitgründen das Staatsexamen.

Das will alles nicht so recht …

Artikel lesen
Link zum Artikel