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Venedig steht nach heftigen Gewittern unter Wasser.
Venedig steht nach heftigen Gewittern unter Wasser.

«Eine Katastrophe»: Venedig von Rekord-Hochwasser heimgesucht ++ Bereits zwei Tote

13.11.2019, 03:5813.11.2019, 10:19

Hochwasser in Venedig

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Hochwasser in Venedig (13. November 2019)
quelle: ap / luca bruno
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Venedig ist von einem Rekord-Hochwasser heimgesucht worden. Bürgermeister Luigi Brugnaro sprach von einer «Katastrophe» und mobilisierte am späten Dienstagabend alle Einsatzkräfte.

Das durch heftige Regenfälle ausgelöste Hochwasser hat in der Nacht auf Mittwoch zwei Todesopfer gefordert. Ein 78-jähriger Mann starb an einem Stromschlag, da Wasser in seine Wohnung auf der Insel Pellestrina in der Lagune eingedrungen war und einen Kurzschluss ausgelöst hatte, berichtete die Tageszeitung «Il Gazzettino».

Ein zweiter Einwohner Pellestrinas wurde ebenfalls tot in seiner Wohnung aufgefunden. Hier wurde allerdings nicht ausgeschlossen, dass er eines natürlichen Todes gestorben ist.

Am Mittwoch werde der Notstand ausgerufen, kündigte Brugnaro in einem Video auf Facebook an. Er machte den Klimawandel für die immer häufiger werdenden Überschwemmungen verantwortlich. «Wir rufen die Regierung auf, uns zu helfen, die Kosten werden hoch sein.»

Bis kurz vor Mitternacht stieg das Wasser - angetrieben durch starken Wind - auf 187 cm über dem Meeresspiegel. Das sei der höchste Wert seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, als 194 cm erreicht wurden, teilte die Kommune mit. Der Pegel sank wieder im Laufe der Nacht, wie Brugnaro am frühen Mittwochmorgen twitterte. Aber: «Es wird eine lange Nacht.» Denn nach der Angst komme nun die Schadensauflistung. Denn schliesslich hinterlasse eine derartige Flut «unauslöschliche Spuren». Nun sei die Regierung gefragt.

Markusplatz überflutet

Der Markusplatz in der Unesco-Welterbestadt war vollkommen überflutet. Touristen und Einheimische wateten zunächst noch in Gummistiefeln über den Platz, am Abend fuhr nur noch die Polizei mit Booten.

Auch in den Markusdom drang das Wasser ein. Es habe unter anderem Schäden am Mauerwerk angerichtet, berichteten italienische Medien. «Wir versuchen, den Schaden in Grenzen zu halten», sagte der Ingenieur der Basilika, Pierpaolo Campostrini, der Nachrichtenagentur Ansa. Am Morgen hiess es, dass die gesamte Krypta unter Wasser gestanden habe.

Wegen des starken Sturms zerschellten Boote in den engen Kanälen, viele Gondeln waren schwer beschädigt. Bei den Verbindungen mit den Vaporetti, den Wasserbussen in Venedig, kam es zu erheblichen Problemen. Die Küstenwache musste mehreren Personen und Booten Hilfe leisten.

Weiterer Regen angesagt

Wegen der aussergewöhnlich hohen Wasserstände wurden in der Lagunenstadt Kindertagesstätten und Grundschulen geschlossen, teilte die Kommune mit. Am Mittwoch ist kaum Wetterbesserung in Sicht, in ganz Italien ist wie schon seit Tagen Regen angesagt.

Venedig wird wegen seiner Lage in der Lagune immer wieder von Hochwasser heimgesucht, die Lage verschärft sich aber zunehmend. Die Stadt will seit langem ein Flutschutzsystem installieren, da der Anstieg des Meeresspiegels immer häufiger zu Überflutungen führt. (sda/dpa)

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Lago Maggiore tritt über die Ufer

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Saraina
13.11.2019 07:52registriert August 2016
Ich war im Jahr 1967 das erste Mal in Venedig, im Oktober. Da war der Markusplatz auch überschwemmt. Mir wurde damals gesagt, das sei normal um die Jahreszeit. Dass man auf Stegen über den Platz waten muss, habe ich seither noch mehr als einmal erlebt. Vielleicht sollte man vorwärts machen mit dem Flutschutz?
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Coffeetime ☕
13.11.2019 07:08registriert Dezember 2018
Warum ist das Fluschutzsystem nicht schon längst in Bau?
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Quacksalber
13.11.2019 11:38registriert November 2016
„Wegen der aussergewöhnlich hohen Wasserstände wurden in der Lagunenstadt Kindertagesstätten und Grundschulen geschlossen, teilte die Kommune mit.“
Den Humor haben sie zum Glück noch nicht verloren. Die Kleinen ragen zuwenig aus dem Wasser?
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Weitere Boote in Lampedusa angekommen – Flüchtlingscamp ist überfüllt
Das Flüchtlingscamp auf der italienischen Insel Lampedusa ist gut zwei Wochen nach seiner teilweisen Räumung schon wieder deutlich überfüllt.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch meldete, hielten sich fast 2000 Menschen in dem Hotspot im Bezirk Imbriacola auf, der eigentlich nur für 350 Personen ausgelegt ist. Allein in der Nacht und am Morgen seien drei Boote mit Migranten eingetroffen, die nach eigenen Angaben aus Syrien, Ägypten, dem Sudan und diversen westafrikanischen Staaten stammten. Zwei der Boote hätten in Tunesien und eines in Libyen abgelegt.

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