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Ungarns Regierung will Werbung für Homosexualität verbieten

11.06.2021, 06:45

Die Regierungspartei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban will Werbung für Homosexualität oder für Geschlechtsumwandlung bei Minderjährigen verbieten.

Homophobie als Programm: Die ungarische Fidesz-Partei legt nach.
Homophobie als Programm: Die ungarische Fidesz-Partei legt nach.Bild: keystone

Bildungsprogramme zu dem Thema oder Werbung von Grossunternehmen, die sich mit Homosexuellen solidarisch erklären, sollen demnach künftig verboten sein, ebenso wie Aufklärungsbücher zu dem Thema. Mehrere Nichtregierungsorganisationen verurteilten den am Donnerstag ins Parlament eingebrachten Gesetzesvorschlag der Fidesz-Partei.

Sollte der Vorschlag vom Parlament verabschiedet werden, würden die Meinungsfreiheit und die Kinderrechte massiv beschnitten, kritisierte ein Bündnis aus fünf NGO, darunter Amnesty International. Die Fidesz-Partei kopiere damit diktatorische Modelle, die gegen europäische Werte verstiessen. «Die Regierung wendet sich gegen ihre eigenen Bürger, indem sie dem Beispiel Russlands oder Chinas folgt», warnten die Verbände.

Ungarn war im Dezember mit einem Gesetzespaket gegen Homosexuelle und andere vorgegangen, das international auf Kritik stiess. Es schreibt unter anderem vor, dass das Geburtsgeschlecht nicht geändert werden kann, und untersagt es Homosexuellen, Kinder zu adoptieren. (sda/afp)

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Mit kleidertragenden Männer gegen Homophobie

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46 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Haarspalter
11.06.2021 07:08registriert Oktober 2020
War bei diesem Gesetzesentwurf wieder jener ungarische Minister beteiligt, welcher letzten Herbst nackt von der Gay-Party in Brüssel geflohen ist?
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Menel
11.06.2021 07:30registriert Februar 2015
"...untersagt es Homosexuellen, Kinder zu adoptieren."

Na, das ist in der Schweiz ja nicht anders, oder? Wir stimmen ja auch erst im Herbst wieder mal darüber ab, ob wir allen Menschen die gleichen Rechte zukomnen lassen wollen. 😉
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Zerpheros {aka Comtesse du Zerph}
11.06.2021 07:02registriert Januar 2016
Hing da nicht ein Fidesz-Vertreter in Brüssel an einer Regenrinne, nachdem eine Huch-wir-sind-ja-alle-ganz-nackig-gay-Party von der Polizei gestört worden war? Passiert das in Budapest dann öfters? Frage für einen Freund ...
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