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Dieses Foto wurde am 10. April 2020 vom Dach des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl aus aufgenommen, man sieht einen Waldbrand in der Nähe, innerhalb der Sperrzone.
Dieses Foto wurde am 10. April 2020 vom Dach des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl aus aufgenommen, man sieht einen Waldbrand in der Nähe, innerhalb der Sperrzone.
Bild: AP

Brände in verstrahltem Wald bei Tschernobyl noch immer nicht gelöscht

13.04.2020, 12:1413.04.2020, 13:46

Feuerwehrleute in der Ukraine kämpfen noch immer gegen die Waldbrände um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl. Mehr als eine Woche nach dem Ausbruch des Feuers setzten die Behörden auch am Montag Löschflugzeuge und Hubschrauber zum Löschen ein. 362 Einsatzkräfte seien vor Ort, teilte der Katastrophenschutz mit. In dem radioaktiv belasteten Gebiet brannten Gras, Gestrüpp und Waldboden. Die Grenzwerte für radioaktive Strahlung seien in den besiedelten Gebieten in der Nähe der Feuer nicht überschritten worden, versicherte die Zonenverwaltung am Wochenende.

Diese Aufnahme stammt vom 7. April und zeigt einen Dosimeter.
Diese Aufnahme stammt vom 7. April und zeigt einen Dosimeter.
Bild: EPA

Zum aktuellen Ausmass der Brände machten die Behörden keine Angaben. Sie verwiesen am Wochenende lediglich auf mittlerweile fast eine Woche alte Satellitenbilder, wonach ein Gebiet von etwa 3500 Hektar innerhalb des Sperrgebiets in Flammen gestanden habe. Umweltschützer befürchten, dass Radioaktivität freigesetzt wird. Der Rauch zog bis in die etwa 100 Kilometer entfernte Hauptstadt Kiew.

Besorgte Umweltschützer

Umweltschützer befürchten, dass Radioaktivität freigesetzt wird. Der Rauch zog bis in die etwa 100 Kilometer entfernte Hauptstadt Kiew.

In den vergangenen Jahren war es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten rund um die Atomruine gekommen. Als Ursache wurde immer wieder Brandstiftung vermutet. Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte einen leichtfertigen Umgang mit Feuer: «Ich möchte mich an die Bürger wenden, denen es egal ist. Die Rede ist von jenen, die im 21. Jahrhundert Gras anbrennen und damit schreckliche Feuer verursachen», sagte er in einer Fernsehansprache.

Nach der Explosion des Blocks vier im damals noch sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurden radioaktiv belastete Landstriche gesperrt. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Das Gebiet ist mittlerweile für geführte Touristentouren zugänglich.

(dsc/sda/dpa)

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Tschernobyl, Fukushima und Co.: Die 15 teuersten Störfälle in AKWs

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