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In this photo taken from the roof of Ukraine's Chernobyl nuclear power plant late Friday April 10, 2020, a forest fire is seen burning near the plant inside the exclusion zone.  Ukrainian firefighters are labouring to put out two forest blazes in the area around the Chernobyl nuclear power station that was evacuated because of radioactive contamination after the 1986 explosion at the plant. (Ukrainian Police Press Office via AP)

Dieses Foto wurde am 10. April 2020 vom Dach des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl aus aufgenommen, man sieht einen Waldbrand in der Nähe, innerhalb der Sperrzone. Bild: AP

Brände in verstrahltem Wald bei Tschernobyl noch immer nicht gelöscht



Feuerwehrleute in der Ukraine kämpfen noch immer gegen die Waldbrände um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl. Mehr als eine Woche nach dem Ausbruch des Feuers setzten die Behörden auch am Montag Löschflugzeuge und Hubschrauber zum Löschen ein. 362 Einsatzkräfte seien vor Ort, teilte der Katastrophenschutz mit. In dem radioaktiv belasteten Gebiet brannten Gras, Gestrüpp und Waldboden. Die Grenzwerte für radioaktive Strahlung seien in den besiedelten Gebieten in der Nähe der Feuer nicht überschritten worden, versicherte die Zonenverwaltung am Wochenende.

epaselect epa08348334 A man holds a dosimeter close to an abandoned house burning in the middle of a forest fire near the village of Volodymyrivka, in the exclusion zone around the Chernobyl nuclear power plant, Ukraine, 05 April 2020 (issued 07 April 2020). Ukraine's State Emergency Service said firefighters and rescue teams continued to put out fires at two sites near Rahivka, adding that radiation levels in the capital, Kyiv (Kiev), and Kyiv region is within a normal range. The total area affected by the fire near Rahivka was reported to be five hectares. The Kyiv police said they have identified on 06 April 2020 a man who allegedly started a mass fire in the uninhabited exclusion zone around the decommissioned Chornobyl nuclear plant last week. The 27-year-old resident of the Rahivka village told investigators that he had set some garbage and grass on fire for fun. The territory is a long-vacated area near where an explosion at the Chernobyl Soviet nuclear plant in April 1986 sent a plume of radioactive fallout high into the air and across swaths of Europe.  EPA/YAROSLAV YEMELIANENKO

Diese Aufnahme stammt vom 7. April und zeigt einen Dosimeter. Bild: EPA

Zum aktuellen Ausmass der Brände machten die Behörden keine Angaben. Sie verwiesen am Wochenende lediglich auf mittlerweile fast eine Woche alte Satellitenbilder, wonach ein Gebiet von etwa 3500 Hektar innerhalb des Sperrgebiets in Flammen gestanden habe. Umweltschützer befürchten, dass Radioaktivität freigesetzt wird. Der Rauch zog bis in die etwa 100 Kilometer entfernte Hauptstadt Kiew.

Besorgte Umweltschützer

Umweltschützer befürchten, dass Radioaktivität freigesetzt wird. Der Rauch zog bis in die etwa 100 Kilometer entfernte Hauptstadt Kiew.

In den vergangenen Jahren war es mehrfach zu Feuern in den unbesiedelten Gebieten rund um die Atomruine gekommen. Als Ursache wurde immer wieder Brandstiftung vermutet. Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte einen leichtfertigen Umgang mit Feuer: «Ich möchte mich an die Bürger wenden, denen es egal ist. Die Rede ist von jenen, die im 21. Jahrhundert Gras anbrennen und damit schreckliche Feuer verursachen», sagte er in einer Fernsehansprache.

Nach der Explosion des Blocks vier im damals noch sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl 1986 wurden radioaktiv belastete Landstriche gesperrt. Zehntausende Menschen wurden zwangsumgesiedelt. Das Gebiet ist mittlerweile für geführte Touristentouren zugänglich.

(dsc/sda/dpa)

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