Medien
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Weniger Umsatz, sinkender Ebit: Tamedia leidet an Inserateschwund



ZUR TEILUNG VON LOCAL.CH DURCH DIE SWISSCOM UND DIE TAMEDIA STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Das Logo der Tamedia, aufgenommen, am Donnerstag, 15. April 2010 in Zuerich. Tamedia und Swisscom wollen sich local.ch und damit das Filetstück der Publigroupe teilen. Wie sie am Mittwoch mitteilten, will Tamedia nach der Uebernahme der Publigroupe durch die Swisscom mit dem Telekomkonzern eine Tochtergesellschaft gruenden. Diese soll die Verzeichnisdienste local.ch und search.ch betreiben. An dieser Tochter soll die Swisscom 69 Prozent und Tamedia 31 Prozent halten.(KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Mediengruppe Tamedia: Bild: KEYSTONE

Schwindende Inserateeinnahmen haben die Umsätze des Medienkonzerns Tamedia in der ersten Jahreshälfte nach unten gedrückt. Auch die Erlöse aus dem stark an Bedeutung gewinnenden Digitalgeschäft haben die Einbussen nicht wieder wettmachen können.

Insgesamt erzielte der Tamedia-Konzern von Januar bis Juni einen Umsatz von 530.7 Millionen Franken. Im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres entspricht dies einem Rückgang um 3.8 Prozent. Der Betriebsgewinn (EBIT) ist um 5.2 Prozent auf 72.4 Millionen Franken zurückgegangen.

Unter dem Strich blieben mit 71.6 Millionen Franken zwar über 20 Prozent mehr übrig als vor Jahresfrist. Diese Gewinnzunahme ist aber insbesondere auf Gewinne aus dem Verkauf der Beteiligung am Westschweizer Kioskbetreiber Naville und des «Winterthurer Stadtanzeigers»zurückzuführen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

Tamedia wies im am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht erstmals Umsatz und Gewinn der digitalen Medienangebote wie beispielsweise den Webseiten von «20 Minuten» und «Tages-Anzeiger» zusammen mit den Printtiteln aus. Im Geschäftsfeld Digital erscheinen neu dagegen ausschliesslich die Zahlen des kommerziellen Digitalgeschäfts, zu dem neben zahlreichen anderen Angeboten das Immobilienportal Homegate, das Internetfernsehen Zattoo oder der Billettverkäufer Starticket gehören.

Die Sparte Publizistik National mit den Gratiszeitungen und deren Newsplattformen, den Zeitschriften und den Wochenzeitungen hat dabei im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 5.8 Prozent auf 186.6 Millionen Franken verzeichnet. Das Minus sei im Wesentlichen auf den rückläufigen Werbemarkt für Zeitschriften und die Sonntagspresse zurückzuführen, schrieb Tamedia dazu.

Leicht rückläufig war denn auch das Betriebsergebnis der Sparte: Es sank um 6.2 Prozent auf 33.3 Millionen Franken.

Bei der am Umsatz gemessen grössten Sparte Publizistik Regional, zu der alle Abonnements-Tageszeitungen sowie deren Internetauftritte zählen, verzeichnete Tamedia aufgrund des Rückgangs des Inseratevolumens einen Umsatzrückgang um 7.3 Prozent auf 262.9 Millionen Franken. Beim Spartenergebnis musste Tamedia gar ein Minus von 12.8 Prozent auf 23.8 Millionen Franken hinnehmen.

Das Digitalgeschäft konnte die Umsatzeinbussen des traditionellen Medienangebots selbst mit einem Erlösplus von 8.9 Prozent auf 107.8 Millionen Franken nicht wettmachen. Die Onlineangebote von Tamedia wachsen indes nicht nur, sie erweisen sich auch als immer profitabler. So stieg der Gewinn der Sparte Digital in der ersten Jahreshälfte um über einen Viertel auf 21.2 Millionen Franken. (wst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Bundesrat will Prämienzahler um 777 Millionen entlasten – bezahlen sollen die Kantone

SP und CVP machen mit Initiativen Druck auf den Bundesrat, das Problem der steigenden Kosten im Gesundheitswesen anzupacken. Die Regierung lehnt beide ab – welches sind ihre Rezepte?

Es ist eines der grössten Problemfelder der Schweizer Politik: das Gesundheitswesen. Die Kosten für die Bevölkerung – für jeden einzelnen – steigen seit Jahren. Und damit auch die Krankenkassenprämien. Doch was hilft dagegen? Sollen die Prämien fix gedeckelt werden? Oder hilft eine Kostenbremse? SP und CVP haben dazu je eine Volksinitiative eingereicht. Am Mittwoch hat der Bundesrat erklärt, welche Rezepte er bevorzugt.

Der Bundesrat lehnt eine Kostenbremse im Gesundheitswesen ab, wie das die CVP …

Artikel lesen
Link zum Artikel