International
USA

USA verzichten bei WM-Zuschauern auf Kaution bei Einreise

A federal immigration agent patrols John F. Kennedy International Airport (JFK) in the Queens borough of New York, Monday, March 23, 2026. (AP Photo/Ryan Murphy)
Travel Delays
Ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde patrouilliert am John F. Kennedy International Airport (JFK).Bild: keystone

USA verzichten bei WM-Zuschauern auf Kaution bei Einreise

13.05.2026, 20:5613.05.2026, 20:56

Die Trump-Regierung verlangt von Touristinnen und Touristen aus gewissen Ländern eine Kaution in Höhe von mehreren Tausend Dollar – eigentlich sollte das auch für Fans bei der WM gelten. Jetzt gibt es eine Kehrtwende.

Entgegen der verschärften Regeln für bestimmte Länder wollen die USA für Fans der Fussball-Weltmeisterschaft auf eine Kaution bei Einreise verzichten. Für Einreisende mit einem gültigen Ticket sei keine Zahlung erforderlich, bestätigte eine Mitarbeiterin des Aussenministeriums der Nachrichtenagentur Associated Press.

Normalerweise müssen Personen aus 50 Ländern Kautionen von bis zu 15'000 Dollar hinterlegen, um in die USA einzureisen. Die Liste umfasst vor allem Länder aus dem Nahen Osten sowie aus Afrika.

Mit dieser hohen Kaution will die US-Regierung die Einreisenden nach eigenen Angaben davon abhalten, ihr Visum zu überziehen und den Steuerzahlern Kosten zu verursachen. Die Kaution soll zurückerstattet werden, sofern sich die Reisenden an die Vorgaben halten oder die Reise nicht antreten.

Kehrtwende in der Einreisepolitik

Die Erleichterungen kommen Fans der WM-Teilnehmer Tunesien, Kap Verde, Elfenbeinküste, Senegal sowie Algerien zugute. Die Länder haben sich für die WM in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert, ihre Fans müssten die Kaution aber im Normalfall entrichten.

Rund vier Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft markiert der Schritt eine Kehrtwende in der Einreisepolitik der US-Regierung. Ende März hatte das Aussenministerium noch auf Anfrage mitgeteilt, Ausnahmen werde es lediglich für die Kader, den Trainerstab und enge Verwandte geben. Ansonsten seien keine Lockerungen bei der Einreise vorgesehen.

US-Präsident Donald Trump hat die Einreisebestimmungen seit seinem Amtsantritt erheblich verschärft. Neben den Kautionsregelungen ist es Bürgern gewisser Länder mittlerweile komplett untersagt, in die USA einzureisen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
15 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Wolfgang Bumbuy
14.05.2026 06:11registriert November 2024
Huch
Gabs denn keine zahlreichen Buchungen? Die meisten Einwohner der genannten Länder verdienen im Jahr keine 15000$. Die haben aber auch nicht das Geld für überzogene Hotelpreise, geschweige denn Tickets dieser Veranstaltung.
Ich freue mich schon auf Bilder leerer Stadien.
410
Melden
Zum Kommentar
avatar
Frizbee
13.05.2026 22:17registriert März 2022
Was für Zuschauer? Ich will Infantino Show nicht einmal einmal im Fernsehen sehen. Ich wäre für Serafe Boykott, wenn die WM im Fernsehen übertragen wird.
459
Melden
Zum Kommentar
15
Neues Erdbeben erschüttert Iran
Erneut ist der Iran von einem Erdbeben erschüttert worden. In der Provinz Kerman im Südosten des Landes bebte am Donnerstag die Erde. Nach Angaben des staatlichen Senders Irib erschütterte das Beben der Stärke 5 die Kleinstadt Bardsir. Rettungskräfte des Roten Halbmonds wurden umgehend in das Gebiet entsandt. Zunächst gab es keine Berichte über Opfer oder grössere Schäden.
Zur Story