USA verzichten bei WM-Zuschauern auf Kaution bei Einreise
Die Trump-Regierung verlangt von Touristinnen und Touristen aus gewissen Ländern eine Kaution in Höhe von mehreren Tausend Dollar – eigentlich sollte das auch für Fans bei der WM gelten. Jetzt gibt es eine Kehrtwende.
Entgegen der verschärften Regeln für bestimmte Länder wollen die USA für Fans der Fussball-Weltmeisterschaft auf eine Kaution bei Einreise verzichten. Für Einreisende mit einem gültigen Ticket sei keine Zahlung erforderlich, bestätigte eine Mitarbeiterin des Aussenministeriums der Nachrichtenagentur Associated Press.
Normalerweise müssen Personen aus 50 Ländern Kautionen von bis zu 15'000 Dollar hinterlegen, um in die USA einzureisen. Die Liste umfasst vor allem Länder aus dem Nahen Osten sowie aus Afrika.
Mit dieser hohen Kaution will die US-Regierung die Einreisenden nach eigenen Angaben davon abhalten, ihr Visum zu überziehen und den Steuerzahlern Kosten zu verursachen. Die Kaution soll zurückerstattet werden, sofern sich die Reisenden an die Vorgaben halten oder die Reise nicht antreten.
Kehrtwende in der Einreisepolitik
Die Erleichterungen kommen Fans der WM-Teilnehmer Tunesien, Kap Verde, Elfenbeinküste, Senegal sowie Algerien zugute. Die Länder haben sich für die WM in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert, ihre Fans müssten die Kaution aber im Normalfall entrichten.
Rund vier Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft markiert der Schritt eine Kehrtwende in der Einreisepolitik der US-Regierung. Ende März hatte das Aussenministerium noch auf Anfrage mitgeteilt, Ausnahmen werde es lediglich für die Kader, den Trainerstab und enge Verwandte geben. Ansonsten seien keine Lockerungen bei der Einreise vorgesehen.
US-Präsident Donald Trump hat die Einreisebestimmungen seit seinem Amtsantritt erheblich verschärft. Neben den Kautionsregelungen ist es Bürgern gewisser Länder mittlerweile komplett untersagt, in die USA einzureisen. (sda/dpa)
